Hauptmenü öffnen

Die bauma (Eigenschreibweise, Abkürzung für Baumaschinen, üblicher Namenszusatz Weltleitmesse für Baumaschinen, Baustoffmaschinen, Bergbaumaschinen, Baufahrzeuge und Baugeräte) ist die weltweit bedeutendste Fachmesse der Baumaschinen- und Bergbaumaschinenbranche und die flächenmäßig größte Messe der Welt. Sie findet alle drei Jahre auf dem Messegelände in München statt und dauert jeweils sieben Tage. Im Jahr 2022 wird die bauma voraussichtlich vom 04. bis 10. April stattfinden. Organisator ist die Messe München.[1][2]

bauma

Branche Bauwesen und Bergbau
Ausstellungsort Messe München
Erste Ausstellung 1954 in München
Website www.bauma.de
Letzte Ausstellung
Datum 7. Apr. 2019 bis
14. Apr. 2019
Besucher 620.000
Aussteller 3.700
Ausstellungsfläche 614.000 m²
Nächste Ausstellung
Datum 4. Apr. 2022 bis
10. Apr. 2022

GeschichteBearbeiten

Die erste Ausstellung fand 1954 im Rahmen der Baumusterschau auf der Münchner Theresienhöhe statt und trug damals den Namen Frühjahrsschau für Baumaschinen. 58 Aussteller präsentierten ihre Produkte auf einer Gesamtbruttofläche von 20.000 m² und zogen rund 8000 Besucher an. Zwei Jahre später hatte sich die Ausstellungsfläche bereits verdoppelt und der heute noch verwendete Messename wurde eingeführt. In den Anfangstagen war die Messe eine rein deutsche Leistungsschau. Die ersten 13 Aussteller aus dem Ausland nahmen erst im Jahr 1958 an der bauma teil.

Schnell wurde die zur Verfügung stehende Fläche aufgrund des herrschenden Baubooms zu klein und so stand der erste Umzug der Messe an. 1962 öffnete die bauma auf einem ehemaligen Flughafengelände in Oberwiesenfeld ihre Tore. Fast 100.000 m² mehr Fläche als bei der ersten Ausgabe standen den inzwischen über 450 Ausstellern zur Verfügung. Doch die Tage des neuen Messestandorts waren bereits gezählt: München hatte den Zuschlag für die Olympischen Spiele 1972 erhalten und so entstand an dieser Stelle der Olympiapark. 1967 ging es für die jährlich stattfindende bauma daher wieder zurück zur Theresienhöhe, wo sie über Jahrzehnte blieb.[3][4]

1967 ging die bauma aus privater Hand ins Portfolio der Messe München über, 1969 wurde die erste bauma unter Führung der Messe München organisiert. Obwohl von Anfang an erfolgreich, erfährt die bauma nun einen unvergleichlichen Aufschwung: Die Vergabe der Olympischen Spiele an München macht die Stadt zur größten Baustelle Europas und bringt der Bauindustrie eine beispiellose Auftragslage. Im Jahr 1998 zog die Messegesellschaft von der Theresienhöhe nach München Riem. Seitdem findet auch die bauma dort statt.[5][6]

2002 wird die bauma mit ihrer Erstveranstaltung bauma CHINA in Shanghai zum Exportschlager. Inzwischen ist die bauma CHINA die größte Investitionsgütermesse Asiens und die zweitgrößte Baumaschinenmesse der Welt. Mittlerweile gibt es ein gesamtes Netzwerk an bauma-Messen. Dazu zählen außerdem die bauma CONEXPO INDIA, die bauma CONEXPO AFRICA, die bauma CTT RUSSIA sowie die M&T EXPO.[7][8]

KennzahlenBearbeiten

Flächenmäßig handelt es sich bei der bauma sowohl um die größte Messe der Branche[9] als auch um die größte Messe der Welt.[10]

Kennzahlen[11][12]
Jahr Aussteller (Länder) Besucher (Länder) Ausstellungsfläche
2019 3.700 (63) 620.000 (200) 614.000 m²
2016 3.425 583.736 605.000 m²
2013 3.421 535.065 575.000 m²
2010 3.256 430.170 555.000 m²

AusstellerBearbeiten

Auf der Ausstellungsfläche präsentieren sich sowohl deutsche als auch internationale Anbieter von Maschinen und Fahrzeugen für das Bauwesen und den Bergbau. Die Messe setzt sich im Wesentlichen aus vier Bereichen zusammen. Zum Bereich „Rund um die Baustelle“ zählen unter anderem Baufahrzeuge, Baumaschinen, Bauwerkzeuge, Hebezeuge sowie Schalungen und Gerüste. Im Ausstellungssegment „Bergbau, Rohstoffgewinnung und -verarbeitung“ finden sich Maschinen zur Rohstoffgewinnung und für den Bergbau sowie Aufbereitungstechnik. Der Bereich „Baustoffherstellung“ umfasst Maschinen und Anlagen zur Herstellung und Aufbereitung von Beton, Asphalt, Ton oder ähnlichen Baustoffen. Antriebstechnik, Prüf-, Mess-, Regel- und Steuerungstechnik sowie sonstiges Zubehör inklusive Dienstleistungen werden im Segment „Zulieferer und Dienstleistungen“ gezeigt.[13]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Jahrbuch Baumaschinen 2005, Podszun Verlag 2004, ISBN 3-86133-365-1, Seite 5
  2. Messebau: Die 6 größten Messen weltweit. Abruf: 13. März 2019
  3. Jahrbuch Baumaschinen 2005, Podszun Verlag 2004, ISBN 3-86133-365-1, Seite 10 bis 11.
  4. Baunetzwerk: Die Frühjahrsschau für Baumaschinen, Artikel vom 1. März 2019. Abruf: 13. März 2019
  5. Baunetzwerk: Die Frühjahrsschau für Baumaschinen, Artikel vom 1. März 2019. Abruf: 13. März 2019
  6. Messe München Historie. Abruf: 13. März 2019
  7. Messe München Historie. Abruf: 13. März 2019
  8. bauma NETWORK. Abruf: 13. März 2019
  9. Süddeutsche Zeitung: Bauma – Messe der Superlative, Artikel vom 7. April 2016, Abruf: 13. März 2019
  10. Messebau: Die 6 größten Messen weltweit. Abruf: 13. März 2019
  11. München: Besucherrekord auf der Bauma. Bayerischer Rundfunk, 14. April 2019, abgerufen am 19. April 2019.
  12. AUMA: bauma. Abruf: 13. März 2019
  13. Ausstellungsbereiche auf der bauma. Abruf: 13. März 2019

Koordinaten: 48° 8′ 16″ N, 11° 42′ 2″ O