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Kathedrale von Saint-Denis

Kirchengebäude in Saint-Denis, Frankreich
(Weitergeleitet von Basilika Saint-Denis)
Westfassade mit Dreiportalanlage

Die Kathedrale von Saint-Denis (französisch Basilique de Saint-Denis) ist eine ehemalige Abteikirche in der Stadt Saint-Denis nördlich von Paris.

Sie gilt kunsthistorisch als einer der Gründungsbauten der Gotik, da in dem 1140 unter Abt Suger begonnenen Umgangschor die ersten spitzbogigen Kreuzrippengewölbe ausgeführt wurden.

Die Kirche ist dem heiligen Dionysius geweiht, dem Schutzpatron und ersten Bischof von Paris. Seit 564 diente sie den fränkischen Königen als Grablege. Vom Ende des 10. Jahrhunderts bis 1830 wurden fast alle französischen Könige und viele Königinnen dort beerdigt. Im Zuge der Französischen Revolution kam es 1793–1794 zur Plünderung der Königsgräber. Dabei wurden auch die Skulpturen der Kirche schwer beschädigt.

Seit 1862 wird Saint-Denis als Monument historique klassifiziert. Sie wurde 1966 zur Kathedrale des Bistums Saint-Denis erhoben. Seit 1996 steht die Kathedrale von Saint-Denis auf der Vorschlagsliste Frankreichs zum UNESCO-Welterbe.[1]

GeschichteBearbeiten

 
Mittelschiff

Im 4. Jahrhundert entstand über dem Grab des heiligen Dionysius von Paris eine Grabkapelle. Der Legende nach war Dionysius in der Zeit der Christenverfolgungen um 249 auf dem Montmartre enthauptet worden. Er habe seinen Kopf aufgenommen und sei bis zu dem Standort der heutigen Kirche gewandert, wo er umfiel und bestattet wurde. Ein Kloster ist um 625 nachgewiesen, welchem die Merowinger ihre ganze Aufmerksamkeit widmeten, insbesondere Chlothar I. (König des gesamten Frankenreiches von 558–561), der seine Gattin Arnegunde († um 565) dort aufwändig bestatten ließ, Chlothar II. (König der Franken von 584–629) und Dagobert I. (König von 629–638). Letzterer beschenkte das Kloster so reich – unter anderem ließ er einen kostbaren neuen Schrein für die Reliquien schaffen – dass er von den Mönchen späterer Zeiten als Klostergründer angesehen wurde. Vor allem aber brach er mit der Tradition und bestimmte nicht die bisherige königliche Nekropole, die Abtei Saint-Vincent-Sainte-Croix (künftig Abtei Saint-Germain-des-Prés) zu seinem Bestattungsort, sondern die Abtei St-Denis. Seine Witwe Nanthild und sein Sohn Chlodwig II. († 657) und ebenso der Hausmeier Karl Martell († 741) taten es ihm gleich. Letzterer wollte damit seine Macht demonstrieren.

Der erste Karolinger, Karl Martells Sohn Pippin der Jüngere (König von 751–768) begann mit dem Bau eines neuen Altarraumes (um 750–775). Dies gestattete es den Pilgern, die Gräber der Heiligen zu umrunden. Pippin konnte sich Dank der Unterstützung des einflussreichen Abtes Fulrad von St-Denis, der sich in Rom für ihn eingesetzt hatte, im Chor der Abteikirche von Papst Stephan II. zum König krönen lassen. An der Kirche wurde er auch bestattet, bevor die von ihm begonnenen Arbeiten unter Karl dem Großen vollendet wurden. Dessen neue Hauptstadt wurde Aachen, die Abtei verlor ihren Einfluss und erst Karl der Kahle († 877) fand seine letzte Ruhestätte wieder in St-Denis.

Mit der Machtergreifung des Begründers der Dynastie der Kapetinger, Hugo Capet (König von Frankreich von 987–996), festigte St-Denis endgültig seine Rolle als Grablege der französischen Könige, die – mit Ausnahme von Philipp I., Ludwig VII., Ludwig XI., Karl X. und Ludwig Philipp I. alle dort bestattet wurden.

In der Zeit der Französischen Revolution wurden die Königsgrabmale schwer in Mitleidenschaft gezogen. Auf einen entsprechenden Beschluss des Nationalkonvents hin wurden während des Ersten Koalitionskrieges viele Gräber geöffnet und geplündert. Unter anderem geschah dies, um aus den Bleisärgen Material zur Munitionsherstellung zu gewinnen.

BaugeschichteBearbeiten

Die Baugeschichte von Saint-Denis lässt sich in drei Hauptphasen gliedern: Den karolingischen Bau, den Bau der Frühgotik und die Erweiterungen des Style Rayonnant.

Die heutige Kirche erhebt sich an der Stelle mehrerer wenig bekannter Vorgängerbauten. Bereits im 4. Jahrhundert entsteht über dem Grab des heiligen Dionysius von Paris eine Grabkapelle. Laut dem Zeugnis des Gregor von Tours (538–594) lässt die heilige Genoveva die Grabkapelle im Jahr 475 durch eine größere Kirche ersetzen, welche ab 564 n. Chr. den fränkischen Königen als Grablege dient. Ein Kloster, das sich bedingt durch die günstige Lage im fruchtbaren Pariser Becken und an der alten Handelsstraße von Paris nach Rouen rasch entwickelt, ist um 625 nachgewiesen. König Pippin der Jüngere beginnt um 750–775 mit dem Bau eines neuen Altarraumes, der es den Pilgern gestattet die Gräber der Heiligen zu umrunden.

Ihr heutiges gotisches Erscheinungsbild verdankt die Kirche einer der bedeutendsten Persönlichkeiten des 12. Jahrhunderts, Abt Suger (1081–1151). Unter dessen Leitung beginnt der Neubau von Saint-Denis mit der Grundsteinlegung der Westfassade am 9. Juni 1137. 1140 wird der Chor begonnen; er enthält die ersten spitzbogigen Kreuzrippengewölbe. Am 9. Juni desselben Jahres findet die Weihe der Westanlage statt.

Ab 1141 unternimmt die Abtei den Neubau des Langhauses und der oberen Chorgeschosse. Der Architekt ist unbekannt, er wird als Saint-Denis-Meister bezeichnet. Der frühgotische Chor wird nach dreijähriger Bauzeit vollendet und am 11. Juni 1144 geweiht. Das alte Langhaus bleibt als Bausubstanz bestehen. Nach dem Tod Sugers 1151 tritt ein Stillstand in der Bautätigkeit ein, sodass das Langhaus erst von 1231–1281 im hochgotischen Stil errichtet wird. 1219 wird der nördliche Turm des Westwerkes, nach Vorbild von St-Etienne in Caen, errichtet. Dieser wird jedoch 1837 und 1840 von Blitzschlägen getroffen und daraufhin abgetragen. Von 1231–1245 wird auch der Chor erneuert: Die Pfeiler des Binnenchores werden ausgetauscht und im Obergaden werden Maßwerkfenster eingesetzt. Des Weiteren wird das Triforium durchlichtet und das Querhaus auf fünf Schiffe erweitert. Zusätzlich erhält es je ein Rosenfenster im Süden und im Norden (1236–1238).

1771 werden die Gewändefiguren in Saint-Denis herausgerissen; Während der Französischen Revolution 1793 kommt es zur Plünderung der Gräber, wobei weitere Skulpturen der Kirche schwer beschädigt werden. Auch die Fenster der Kirche werden 1793 weitgehend zerstört. Eugène Viollet-le-Duc restauriert einige davon 1848, Bruchteile und vollständige Fenster finden sich in Kirchen und Sammlungen in ganz Europa. Die Restaurierungen von 1839/40, die nach dem Geschmack und dem Kenntnisstand der Zeit vorgenommen werden, verfälschen das ursprüngliche Bild der ganzen Anlage. Nur die formale Aufteilung der Flächen ist original.

ArchitekturBearbeiten

Die FassadeBearbeiten

 
Die hl. Dreifaltigkeit, Detail der Archivolten des Mittelportales, um 1150/1840

Die Grundsteinlegung der Westfassade fand am 9. Juni 1137 unter Leitung des Abtes Suger statt und ihre Weihe am 9. Juni 1140.

Sie ist vertikal durch Strebepfeiler dreigeteilt. Horizontal sind die Bereiche der Seitenportale in vier Abschnitte eingeteilt. Ganz unten befinden sich die Portale, darüber ein vorgeblendetes Triforium, das nur in der Mitte von einem Rundbogenfenster durchbrochen wird. Darauf folgt nochmals ein höheres Blendtriforium, das wiederum an den Seiten Rundbogenfenster besitzt. Ganz oben befinden sich jeweils vier figürliche Reliefs. Den Abschluss bildet ein Zinnenkranz, der sich über die komplette Fassade hinweg zieht.

 
Gewändefiguren an den Westportalen (zerstört), Kupferstich von 1733

Über der südlichen Portalseite schließt sich ein zweigeschossiger Turm mit zwei und drei Schallfenstern an. Das Mittelportal ist das höchste Portal der Fassade. Über ihm befinden sich, wie in den Seitenzonen, ein großes vorgeblendetes Triforium mit einem Rundbogenfenster in der Mitte und Schrifttafeln unter den beiden Seitenbögen. Darüber ziert eine Fensterrose mit integrierter Uhr. An den Seitenportalen zeigen Figurenplastiken die Könige Israels. Ihre Tympana waren ursprünglich mit Mosaiken geschmückt. Heute enthalten sie Reliefs von 1840.

Das Tympanon des Mittelportals zeigt Jesus thronend als Richter des Jüngsten Gerichts. 1839/40 wurden sämtliche Köpfe, mehrere Engel, die Teufelsgruppen, Inschriften und Leidenswerkzeuge erneuert, wie auch die Archivolten. Weniger gut erhalten sind die Türpfosten der Seitenportale, mit Tierkreis- und Monatsdarstellungen, und des Mittelportals mit Reliefs der klugen und törichten Jungfrauen.

Die Gewändefiguren, die ersten bekannten gotischen Säulenfiguren, sind 1771 herausgerissen worden. Sie stellten 20 Könige und Propheten des Alten Testamentes dar. Stiche von Montfaucon (1733) geben einen Eindruck vom ehemaligen Bestand. Weitere Zerstörungen erfolgten während der Französischen Revolution.

Der erste gotische ChorBearbeiten

 
Der Chorumgang
 
Die Chorfenster

Anhand einer Grundrisszeichnung des Chores von St-Denis lässt sich ein entscheidendes Prinzip des gotischen Raumes zeigen, wie er hier 1140 zum ersten Mal auftritt. Der Chor hat einen sog. Chorumgang und einen Kapellenkranz. Zwischen den Kapellen stehen die Strebepfeiler, die das Gewölbe nach außen abstützen. Sowohl der Chorumgang als auch der Kapellenkranz sind in einzelne Kompartimente geteilt, die jedes für sich ein unregelmäßiges Kreuzrippengewölbe haben. Entscheidend ist dabei, dass die Gewölbe von Chorumgang und Kapellenkranz zu einem einheitlichen Raum verbunden sind, was mit den romanischen Gewölben nicht ermöglicht werden konnte. Diese Gewölbeform wird daher als eins der Hauptkennzeichen der gotischen Architektur angesehen.

Im Nachhinein ist es recht schwierig zu verstehen, welche Revolution diese Neuerung von 1140 in der sakralen Baukunst ausgelöst hat. Erst durch die Erfindung und geniale Verbindung neuer Bauformen und Bautechniken, wie Spitzbogen, Kreuzrippengewölbe, Bündel- und Strebepfeiler, war es technisch möglich, die erwünschte Durchlichtung des Innenraums mit Hilfe größerer Fenster und den Wunsch nach höheren Wänden, Türmen etc. in der Praxis zu verwirklichen. Der Druck des Gewölbes, der Gewölbeschub, wurde nicht mehr allein von den massiven Säulen und Wänden aufgefangen, sondern über das Pfeilersystem nach außen abgeleitet. Gleichzeitig konnte das Gewicht eines Gewölbes durch die Skelettbauweise der Spitzbogentechnik wesentlich verringert werden. Die Fenster konnte man fast beliebig vergrößern und verbreitern, ohne dass die Tragkraft und Stabilität der Mauer Schaden genommen hätte.

Wie das Kreuzrippengewölbe im Einzelnen funktioniert hat, ist in der Wissenschaft umstritten, bzw. nicht plausibel geklärt. Durch die Bombenschäden des Zweiten Weltkrieges ergaben sich häufig Situationen, die man experimentell nicht herbeiführen kann: Man konnte in vielen Kirchen prüfen, wie die Gewölbe die Schäden überstanden hatten und es ergaben sich paradoxerweise zwei unterschiedliche Varianten: Es gab Kreuzrippen-Gewölbe, bei denen die Rippen abgefallen waren, die aber trotzdem stabil blieben, gleichsam als Kreuzgratgewölbe. Andererseits gab es Fälle, bei denen nur die Rippen stehen geblieben sind, die Gewölbewangen jedoch heruntergefallen waren. Angesichts dessen könnte man annehmen, dass es sich hier um zwei verschiedene Gewölbeformen handelt, die lediglich kombiniert worden sind.

Nach heutigem Wissensstand nimmt man an, dass die Rippen das Tragverhalten des Kreuzgewölbes objektiv nicht wesentlich verbessern. Es bleibt aber immer noch die Frage, ob die Rippengewölbe in St-Denis 1140 in erster Linie aus ästhetischen Gründen gebaut wurden, oder um die Konstruktion der Gewölbe zu vereinfachen, also nur bautechnisch interessant waren.

Eine Hypothese ist, dass bei einem Kreuzrippengewölbe die lastenden Kräfte des Steingewölbes auf die Rippen konzentriert werden, die das Gewicht im Innenraum an die Pfeiler – und außen an das Strebewerk weitergeben, so dass insgesamt das entsteht, was die Kunstwissenschaft ein lineares Stützsystem nennt: ein System, bei dem die lastenden Kräfte entlang von Linien abgeleitet werden – über die Rippen auf die Pfeiler innen und außen.

Entscheidend für die Weiterentwicklung der gotischen Architektur ist, dass in den Kreuzrippen zwei unterschiedliche Prinzipien vereint werden: Sie haben eine bestimmte Funktion und sie drücken diese auch deutlich aus, unterstrichen durch eine farbliche Gestaltung bzw. Betonung der Kraftlinien.

 
Durch das Triforium und den Lichtgaden einfallendes Licht
 
Triforium

Der hochgotische Umbau und das durchlichtete Triforium (1231–1281)Bearbeiten

Ab 1231 unternahm die Abtei den Neubau des Langhauses und der oberen Chorgeschosse. Der Architekt ist unbekannt, er wird als Saint-Denis-Meister bezeichnet.[2]

Nachdem bereits der frühgotische Chor bezüglich des Lichteinfalls revolutionär war, gibt es im hochgotischen Neubau von St-Denis eine weitere architektonische Neuerung von großer Bedeutung: das sogenannte durchlichtete Triforium. Die Entwicklung verlief folgendermaßen: Der frühgotische Chor wurde in nur dreijähriger Bauzeit vollendet und am 11. Juni 1144 geweiht. Dagegen blieb das alte Langhaus bestehen. Nach dem Tod Sugers 1151 trat ein Stillstand in der Bautätigkeit ein, so dass das Langhaus erst einhundert Jahre später in Angriff genommen wurden. Von 1231–1281 wurde es errichtet und stellt nun eines der schönsten Beispiele der Hochgotik dar.

Auch im Langhaus erfüllt intensives Licht den knapp 30 Meter hohen Raum. Und für diesen Eindruck von großer Bedeutung ist neben der oberen Fensterzone das durchlichtete Triforium, das 1231 hier zum ersten Mal – zusammen mit Amiens – auftritt.[3] Der Begriff „Triforium“ kommt aus dem Altfranzösischen und bedeutet eigentlich „durchbrochene Arbeit“. Es dient als Laufgang in der Mauer zwischen dem unteren Arkadengeschoss und dem oberen Lichtgaden.

Nach einem langen Entwicklungsgang hat die Hochgotik eine raffinierte Idee entwickelt. Lange Zeit hatte das Triforium keine Fenster nach außen, nur Bogenöffnungen nach innen zum Hauptschiff hin, weil an der Außenseite das Dach des Seitenschiffes anlehnte. Jetzt, um 1231, kam man auf die Idee, aus dem traditionellen Pultdach des Seitenschiffes ein Satteldach zu machen, dessen Innenseite zur Hauptschiffmauer hin gesenkt ist und das dadurch auch in dieser Zone den Durchtritt von Licht ermöglichte.

Die Lichtregie, die die Baumeister der Gotik virtuos beherrschten, zielte nicht in erster Linie auf die Helligkeit im Kirchenraum, die immer abhängig ist vom Sonnenstand und vom Wetter; als Symbol für die Ewigkeit also ungeeignet. Es kam ihnen vielmehr auf die magische Wirkung des farbigen Lichtes an, auf das überirdische Erscheinungsbild einer durchleuchteten Wand, auf ein überirdisch wirkendes Licht als Symbol für das Himmlische Jerusalem und das Paradies.[4]

AusstattungBearbeiten

Die Grablege der französischen KönigeBearbeiten

St-Denis war seit dem Ende des 10. Jahrhunderts, genauer seit Hugo Capet, die Grabstätte fast aller französischen Könige und auch vieler Königinnen. Während der Französischen Revolution wurden auf Beschluss der Nationalversammlung im Jahr 1793 die Gräber geöffnet, um an die Bleisärge für die Kriegsführung zu kommen. Die Gebeine der rund 160 dort beigesetzten Mitglieder des französischen Herrscherhauses wurden entweder gestohlen oder außerhalb der Kirche in einem Massengrab bestattet. Die Sarkophage wurden unter Leitung des Kunsthistorikers und Archäologen Alexandre Lenoir für das Musée des monuments français sichergestellt.[5] Unter Napoleon Bonaparte begann der Umbau eines Teils der Krypta als kaiserliche Grablege, doch kam es nicht zu Bestattungen. Nach Wiedereinsetzung der Bourbonen unter Ludwig XVIII. wurden die Grabmäler, soweit sie noch auffindbar waren, wieder errichtet, und die wiedergefundenen Gebeine 1817 wieder in die Kirche gebracht. Allerdings war es nicht mehr möglich festzustellen, von welchen Personen die Gebeine noch vorhanden waren bzw. die vorhandenen zu identifizieren. So wurden sie gesammelt in zwei gemauerten Ossarien in einem Seitenraum der Krypta beigesetzt. Somit sind alle im Kirchenraum und in der Krypta sichtbaren Grabstätten – abgesehen von fünf Ausnahmen – leer: die Grabstätte von Ludwig XVIII. selbst und von vier Personen, die 1817 von anderswo überführt wurden: Ludwig VII. von Notre-Dame-de-Barbeau bei Fontainebleau, Louise von Lothringen vom Convent des Capucines St-Honoré und Ludwig XVI. und Marie Antoinette vom Friedhof de la Madeleine in Paris.

Ludwig der Heilige verweigerte Ingeborg von Dänemark, der Ehefrau Philipp Augusts, eine Bestattung in Saint-Denis. Philipp I. (Frankreich) wurde nach eigenem Willen 1108 nicht in Saint-Denis bestattet, sondern im Kloster von Saint-Benoît-sur-Loire. Sein Grab ist das einzige noch heute im Originalzustand erhaltene Königsgrab eines Königs von Frankreich; das Kloster wurde während der französischen Revolution nicht geplündert.

Weitere in der Basilika bestattete PersonenBearbeiten

OrgelBearbeiten

 
Cavaillé-Coll-Orgel von 1841

Eine erste Orgel gab es gesicherten Quellen zufolge bereits im Jahre 1506. Das Instrument wurde 1604 durch einen Neubau des Orgelbauers Jean Carlier (Laon) ersetzt. In den Jahren 1690 bis 1700 wurde das Instrument dann durch einen weiteren Neubau mit 50 Registern auf vier Manualwerken und Pedal ersetzt. Das Instrument ging in den Wirren der französischen Revolution verloren.

Die heutige Orgel auf der Westempore wurde zwischen 1834 und 1840 von dem Orgelbauer Aristide Cavaillé-Coll erbaut und am 21. September 1841 eingeweiht.[6] Cavaillé-Coll ging als Sieger aus einem Wettbewerb gegen Érard, Dallery, Abbey und Callinet hervor. Es ist sein Opus 1 und die erste Orgel, bei der er eine Barkermaschine verwendete. Im Positif finden sich erstmals doppelte Ventilkästen, ebenso wie die ersten überblasenden Register in allen Manualen. Das Pedal war als ravalement bis zum F1 ausgebaut, bis Charles Mutin dies 1901 beseitigte. Das Orgelgehäuse wurde von dem Architekten François Debret entworfen.

Die Orgel ist nahezu vollständig im Originalzustand erhalten und zählt zu den bedeutendsten Instrumenten Frankreichs. 1983 bis 1987 erfolgte eine Restaurierung der Orgel durch Gonzalez (Mechanik) sowie Boisseaux/Cattiaux (Pfeifenwerk); weitere Arbeiten an Mechanik, Barkermaschine des Pedals, Balganlage, Stimmung und Disposition wurden zwischen 1988 und 1999 durch Bernard Dargassies vorgenommen. Die Orgel hat 69 Register auf drei Manualen und Pedal.[7][8]

I Positif C–f3
Bourdon 16′
Montre 08′ (M)
Bourdon 08′
Flûte harmonique 0 08′
Prestant 04′
Flûte 04′ (B)
Nasard 0223
Doublette 02′
Octavin 02′
Tierce 0135
Fourniture IV 011/3'
Cymbale IV 02/3'
Trompette 08′
Cor-Hautbois 08′
Cromorne 08′
Clairon 04′
II Grand Orgue C–f3
Montre (ab c0) 32′
Montre 16′
Bourdon 16′
Montre 08′
Bourdon 08′
Flûte traversière (ab c1)0 08′
Flûte cônique (ab c1) 08′ (C)
Viole 08′
Prestant 04′
Flûte octaviante 04′
Nasard 0223
Doublette 02′
Grande Fourniture III 022/3'
Petite Fourniture III 01'
Grande Cymbale III 01/3'
Petite Cymbale III 01/2'
1ère Trompette 08′
2ème Trompette 08′ (B)
Cor anglais - Basson 08′
Clairon 04′ (M)
II. Bombarde C–f3
Bourdon 16′
Bourdon 08′
Flûte 0 08′
Flûte octaviante 04′
Nasard 0223
Doublette 02′
Cornet V (ab c1) 08' (M)
Bombarde 16′
1ère Trompette 08′
2ème Trompette 08′
1er Clairon 04′
2ème Clairon 04′
III. Récit expressif C–f3[A 1]
Bourdon 08′ (B)
Flûte harmonique 0 08′
Flûte octaviante 04′
Nasard 0223 (B)
Octavin 02′
Trompette 08′
Voix humaine 08′ (B)
Clairon 04′
Tremblant
Pédale C–f1[A 2]
Flûte 32′ (M)[A 3]
Flûte 16′
Flûte 08′
Violoncelle 08′ (M)
Flûte 04′
Quinte 0513 (M)
Grande Tierce 0315 (M)
Contrebombarde 0 32′ (M)
Bombarde 16′ (M)
Trompette 08′ (M)
Basson 08′ (M)
Clairon 04′ (M)
  • Koppeln: Tirasse Grand-Orgue, Copula Positif/II, Copula Récit/II.
  • Spielhilfen: Anches Pédale, Anches Positif, Appel Grand-Orgue/II, Appel Bombarde/II. Löffeltrittschweller für III. Manual.
  • Anmerkungen
(C) = Register von Cavaillé-Coll, 1857
(M) = Register von Mutin, 1902–1903.
(B) = Register von Boisseau/Cattiaux, 1983–1987.
  1. Im Schwellkasten.
  2. Pfeifenwerk bis c1.
  3. Pfeifen C-F von Mutin.

Titularorganisten der Basilika:

von bis Name
1840 1866 Prosper-Charles Simon
1866 1870 Delahaye
1870 1896 vakant
1896 1937 H. Libert
von bis Name
1937 1977 H. Heurtel
1977 1987 vakant
1987 2018 Pierre Pincemaille
2018 Quentin Guerillot[9]

Äbte von Saint-DenisBearbeiten

RezeptionBearbeiten

Saint-Denis als erster Bau der GotikBearbeiten

St-Denis gilt traditionellerweise als Gründungsbau der Gotik. Hier tritt zwar zum ersten Mal der sichtbare Teil der Außenmauer hinter vorgelagerten Dekorationen zurück, diese Tendenzen zeigten sich aber auch schon in der Spätphase der Romanik. Deshalb werden diese Baubestandteile der Kathedrale zum Teil in der Forschung noch nicht als gotisch angesehen. Umstritten ist auch mit welcher Kirche die Gotik begann. Mögliche Optionen wären St-Denis, St-Martin-des-Champs und St-Etienne in Sens.

Das LichtBearbeiten

Durch das neue gotische Stützsystem ergaben sich auch in Bodenhöhe große Fenster. Die Innensäulen des Chores sind so angeordnet, dass sie das Licht möglichst ungehindert einströmen lassen und sich auf den Mittelpunkt des Chores ausrichten, wo der Altar steht. Hier war das Zentrum der christlichen Liturgie und hier konzentrierte sich auch das einströmende Licht, Symbol für die erwartete Wiederkunft Christi. Das Licht galt in der damaligen Theologie als die unmittelbare Erscheinung des Göttlichen – daher auch die reichhaltige Verwendung von lichtbrechenden Edelsteinen bei den liturgischen Gerätschaften. In der gotischen Architektur wird das Licht zum wesentlichen Konstruktionsprinzip der ganzen Kathedrale. Es kommt nicht später hinzu, es bestimmt die Konzeption des Bauwerks von vornherein. Das gotische Fenster ersetzt das romanische Fenster und zugleich die romanische Wand.

Technische Erfindungen spielen ebenfalls eine Rolle: Im 10. Jahrhundert hatte man die Technik erfunden, Glasteile in Bleistege zu fassen. Dadurch wurde das Gewicht geringer, die dünnen Bleiruten konnten beliebig gebogen werden und erlaubten eine freiere Gestaltung der Glasfenster.

Die ZahlenverhältnisseBearbeiten

Zahlenverhältnisse repräsentieren die göttliche Ordnung. Das Langhaus ist unterteilt in eine gleichförmige Abfolge von Jochen mit jeweils einem Kreuzrippengewölbe. Zu jedem Mittelschifffeld gehören ein südliches und ein nördliches Seitenschifffeld. Die Maßeinheit für den gesamten Bau ist das Vierungsquadrat im Seitenverhältnis von 1:1. Jeweils zwei Mittelschiffjoche bilden ein Vierungsquadrat, jedes Mittelschiffjoch ist doppelt so groß wie ein Seitenschiffjoch, beide stehen also im Verhältnis 1:2. Auch im Wandaufbau lassen sich solche einfachen geometrischen Verhältnisse nachweisen. Das Quadrat mit seinem vollkommenen Zahlenverhältnis von 1:1 war im 12. Jahrhundert das geometrische Abbild der Gottheit.[10]

Solche geometrischen Maßverhältnisse wurden ganz allgemein als solche Abbilder des Gottesreiches auf Erden angesehen, wie man es sich damals vorstellte. Nicht umsonst waren im frühen Mittelalter die Baumeister meistens Theologen, die bautechnisch wenig gebildet waren. Das änderte sich erst ab ca. 1250, als geschulte Fachleute die Bauführung übernahmen.

Im Bauhüttenbuch des picardischen Architekten Villard de Honnecourt von 1225–1235 sind geometrische Maßverhältnisse als Grundlage der Konstruktion gotischer Kathedralen niedergelegt. Man stellte sich die göttliche Schöpfung nach den Verhältnissen der Geometrie vor und der mittelalterliche Architekt unterwarf sich diesem Prinzip seines vermeintlichen göttlichen Lehrmeisters.

In Villards Musterbuch werden nicht nur die geometrischen Regeln der gotischen Architektur dargelegt, sondern auch die Ästhetik der ‚musikalischen‘ Verhältnisse, die den Intervallen der vollkommenen Akkorde entsprechen.

„So verhalten sich die Länge der Kirche zum Querhaus wie die Quinte (2:3). Die Oktave (1:2) bestimmt das Verhältnis zwischen Haupt- und Seitenschiff, Länge und Breite des Querhauses und des Aufrisses. Das Verhältnis 3:4 im Chor lässt die Quarte anklingen, das Verhältnis 4:5 von Hauptschiff und Seitenschiffen zusammengenommen entspricht der Terz, während die Vierung, ästhetisch das Zentrum der Kirche, auf dem Verhältnis des Einklangs, 1:1, beruht, dem vollkommensten der Akkorde.“[11]

Die Zahlenverhältnisse von 1:1, der Oktave 1:2, der Quinte 2:3 und der Quarte 3:4 bestimmten den Aufbau der Kathedrale innen und außen und waren auch die Grundlage der damaligen Musik. In solchen Verhältnissen sah man die geordnete göttliche Welt realisiert. Der heilige Augustin stellte Musik und Architektur als „Schwestern der Zahl“ zusammen über die anderen Künste.[12]

Diaphane Struktur der KathedraleBearbeiten

Hans Jantzen hat 1927 für dieses Phänomen den in der Kunstgeschichte bekannt gewordenen Begriff einer „diaphanen Struktur“ geprägt.[13] Er verwies darauf, dass es in der gotischen Lichtführung und auch in der Konstruktion der Wand darauf ankam, gleichsam zwei Schichten hintereinander zu setzen: eine sehr plastisch geformte, bedeutungsgeladene vordere Schicht und eine optische Raumschale dahinter, die wie eine Grundfläche wirkte, vor der die vordere Schicht sich abhebt. Und diesem Prinzip entsprachen auch die immer größer werdenden Fenster. Bei ihnen war das „Durchscheinende“ allein schon durch das Licht gegeben, bei der Wand musste dieser Effekt durch die Raumschale dahinter erst konstruiert werden.

Jantzen sieht „das Verhältnis der körperplastisch geformten Wand zu den dahinterliegenden Raumteilen als Verhältnis zwischen Körper und Grund. Das heißt: die Wand als Begrenzung des gesamten Langhausinnern ist nicht ohne den Raumgrund faßbar […] Der Raumgrund selbst zeigt sich als optische Zone, die der Wand gleichsam hinterlegt ist. Im Terminus ‚Hinterlegung‘ spricht sich der Charakter der Bezogenheit vom Wandkörper zum Raumgrund aus. So will also der Begriff der diaphanen Struktur besagen, dass verschiedenartige Raumteile, die hinter dem Wandkörper (als Grenze des Hochschiffs) liegen, in ihrer Funktion als pure optische Erscheinung in die Stilbildung der Hochschiffwand eingreifen.“

Nach seiner Theorie ist das Mittelschiff in seiner ganzen Höhe von einer Raumschale mit verschiedener Tiefenschichtung umgeben, bei basilikalem Querschnitt in jedem Geschoss anders, doch werde jeweils das Prinzip der Zweischaligkeit gewahrt.

Es ging nicht um Helligkeit allein, sondern darum, eine gestaltete Fläche durchscheinend zu machen. Und genau dieser Funktion dienen nach Jantzens Auffassung auch das Triforium und die Empore. Beide sorgen dafür, dass sich ein Zwei-Schalen-System in der gotischen Mauer entwickelt. Eine vordere Wand wird wie ein Dia auf dem Hintergrund einer hinteren Raumschale transparent gemacht. Das Prinzip dieses „Diaphanen“ ist aus dem Kern des kultischen Vorgangs selbst zu deuten, der sich in der Kathedrale während des Gottesdienstes abspielt. In einem Paradox wird der Raum zum Symbol eines raumlosen, eines geistigen Zustandes.

Mit dem durchlichteten Triforium konnte endlich fast die gesamte Außenwand des Raumes gleichsam in Licht und Farbe aufgelöst werden. Es entstand dadurch eine ausdrucksstarke, expressive durchleuchtete Bildwand – denn zwischen das obere Fenstergeschoss und das untere Arkadengeschoss, das von den Seitenschiffwänden her Licht einströmen ließ, kam jetzt als letztes, als drittes Glied das durchlichtete Triforium. Die gotische Tendenz zur Auflösung der Mauer und ihre Verwandlung in einen Lichtträger haben hier einen ersten Höhepunkt gefunden. Die Fenster der Kirche wurden allerdings 1793 weitgehend zerstört. Einige davon wurden 1848 von Viollet-le-Duc restauriert, Bruchteile und vollständige Fenster finden sich in Kirchen und Sammlungen in ganz Europa.[14]

Die trägen Mauermassen der Romanik sind belebt worden, die Spannung des Raumes gesteigert und der gesamte Bau in ein System intensiver Bildwelten verwandelt.[15]

Deutungen der FassadeBearbeiten

Das Portal gleicht einer großen Toreinfahrt. Diese wird als symbolischer Eingang in das himmlische Jerusalem gedeutet, welches die Kathedrale repräsentieren soll. Der Torcharakter des Portals wird unterstützt durch das Motiv des Jüngsten Gerichts im Tympanon des Mittelportals. „Die Portale großer Kirchen dienten im Mittelalter als Gerichtsstätte, deswegen wurden die Bogenfelder oft mit Darstellungen des Jüngsten Gerichtes geschmückt […] Aber auch die Deutung der Kirche als Abbild des Himmlischen Jerusalem erfordert das Durchschreiten des göttlichen Gerichts.“[16] Aus diesem Grund sollen auch die Figurenplastiken an den Portalseiten die Könige Israels darstellen.

LiteraturBearbeiten

  • Abt Suger von Saint-Denis: Ausgewählte Schriften. (Ordinatio, De consecratione, De administratione). Herausgegeben von Andreas Speer und Günther Binding unter Mitarbeit von Gabriele Annas, Susanne Linscheid-Burdich und Martin Pickavé. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2000, ISBN 3-534-11320-9.
  • Günther Binding: Was ist Gotik? Eine Analyse der gotischen Kirchen in Frankreich, England und Deutschland 1140–1350. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2000, ISBN 3-534-14076-1.
  • Julian Blunk: Das Taktieren mit den Toten. Die französischen Königsgrabmäler in der Frühen Neuzeit (= Studien zur Kunst. Band 22). Böhlau, Köln u. a. 2011, ISBN 978-3-412-20626-0 (Zugleich: Dresden, Technische Universität, Dissertation, 2008).
  • Sumner McK. Crosby: The Plan of the Western Bays of Suger’s New Church at St. Denis. In: Journal of the Society of Architectural Historians, Vol. 27, No. 1, März 1968, S. 39–43
  • Gudrun Gersmann: Saint-Denis und der Totenkult der Restauration. Von der Rückeroberung eines königlichen Erinnerungsortes. In: Eva Dewes, Sandra Duhem (Hrsg.): Kulturelles Gedächtnis und interkulturelle Rezeption im europäischen Kontext (= Vice Versa. Band 1). Akademie Verlag, Berlin 2006, ISBN 3-05-004132-3, S. 139–158.
  • Louis Grodecki: Les Vitraux de Saint-Denis. Étude sur le vitrail au XIIe siècle … Arts et métiers graphiques. Paris 1976, ISBN 2-222-01941-9.
  • Rolf Große: Saint-Denis zwischen Adel und König. Die Zeit vor Suger (1053–1122) (= Beihefte der Francia. Nr. 57). Thorbecke, Stuttgart 2002, ISBN 3-7995-7451-4 (Zugleich: Heidelberg, Universität, Habilitations-Schrift, 2001), Online.
  • Paula Lieber Gerson: The West Facade of Saint-Denis: An Iconographic Study. (Dissertation, Columbia University, 1970)
  • Émile Mâle: Die Gotik. Die französische Kathedrale als Gesamtkunstwerk. 2. Auflage. Sonderausgabe. Belser, Stuttgart u. a. 1994, ISBN 3-7630-2308-9.
  • Jan van der Meulen, Andreas Speer: Die Fränkische Königsabtei Saint-Denis. Ostanlage und Kultgeschichte. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1988, ISBN 3-534-03029-X.
  • Anne Prache (Hrsg.): Saint-Denis la basilique et le trésor (= Dossiers d'Archéologie. Nr. 261, ISSN 0184-7538). Editions Faton, Dijon 2001.
  • Andreas Speer: Abt Sugers Schriften zur fränkischen Königsabtei Saint-Denis. In: Abt Suger von Saint-Denis: Ausgewählte Schriften. (Ordinatio, De consecratione, De administratione). Herausgegeben von Andreas Speer und Günther Binding unter Mitarbeit von Gabriele Annas, Susanne Linscheid-Burdich und Martin Pickavé. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2000, ISBN 3-534-11320-9, S. 13–66.
  • Ruth Wessel: Die Sainte-Chapelle in Frankreich. Genese, Funktion und Wandel eines sakralen Raumtyps. Düsseldorf 2003 (Düsseldorf, Heinrich-Heine-Universität, Dissertation, 2003).
  • Dethard von Winterfeld: Gedanken zu Sugers Bau in Saint-Denis. In: Dethard von Winterfeld: Meisterwerke mittelalterlicher Architektur. Beiträge und Biographie eines Bauforschers. Festgabe für Dethard von Winterfeld zum 65. Geburtstag. Herausgegeben von Ute Engel, Kai Kappel und Claudia Annette Meier. Schnell + Steiner, Regensburg 2003, ISBN 3-7954-1531-4.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Cathédrale de Saint-Denis. UNESCO World Heritage Centre, 20. September 1996, abgerufen am 15. Januar 2018 (französisch).
  2. Diese Benennung stammt von Robert Branner: St. Louis and the Court Style in gothic architecture (= Studies in Architecture. Band 7). Zwemmer, London 1965. Verschiedene Vorschläge zur Identifizierung des Meisters mit namentlich bekannten Architekten liegen vor, unter anderem genannt wird Jean de Chelles, der Architekt der Nordquerhausfassade von Notre-Dame in Paris. Dafür argumentiert Michel Bouttier: La reconstruction de l'abbatiale de Saint-Denis au XIIIe siècle. In: Bulletin Monumental. Band 145, 1987, ISSN 0007-473X, S. 357–386, hier S. 382; ebenso Heinz Gaiser: Die Meisterfrage: Wer ist der geniale Schöpfer des Neubaus der Abteikirche St. Denis bei Paris? (Online-Publikation der Karlsruhe Universitätsbibliothek). Gegen diese Identifizierung wendet sich Robert Suckale: Neue Literatur über die Abteikirche von Saint-Denis. In: Kunstchronik. Band 43, 1990, ISSN 0023-5474, S. 62–80, hier S. 76.
  3. Otto von Simson: Die gotische Kathedrale. Beiträge zu ihrer Entstehung und Bedeutung. 3., gegenüber der 2. unveränderte Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1979, ISBN 3-534-04306-5, S. 132: erst seit 1260.
  4. Otto von Simson: Die gotische Kathedrale. Beiträge zu ihrer Entstehung und Bedeutung. 3., gegenüber der 2. unveränderte Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1979, ISBN 3-534-04306-5, S. 14.
  5. Audioguide in der Kathedrale
  6. L’opus 1 d’Aristide Cavaille-Coll (auf Französisch). http://pierrepincemaille.fr. Aufgerufen am 6. Februar 2018.
  7. Beschreibung der Orgel (englisch und französisch, aufgerufen am 17. November 2018)
  8. Ausführliche Geschichte und Beschreibung der Orgeln in St. Denis, mit Dispositionen (französisch, aufgerufen am 26. November 2018).
  9. vgl. die Information zur Neubesetzung (französisch)
  10. Otto von Simson: Die gotische Kathedrale. Beiträge zu ihrer Entstehung und Bedeutung. 3., gegenüber der 2. unveränderte Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1979, ISBN 3-534-04306-5, S. 77.
  11. Otto von Simson: Die gotische Kathedrale. Beiträge zu ihrer Entstehung und Bedeutung. 3., gegenüber der 2. unveränderte Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1979, ISBN 3-534-04306-5, S. 276–279.
  12. Christopher Brooke: Die Kathedrale in der mittelalterlichen Gesellschaft. In: Wim Swaan: Die großen Kathedralen. DuMont, Köln 1969, S. 51.
  13. Hans Jantzen: Über den gotischen Kirchenraum und andere Aufsätze. Mann, Berlin 1951, S. 7–20.
  14. Lawrence Lee, George Seddon, Francis Stephens: Die Welt der Glasfenster. Zwölf Jahrhunderte abendländischer Glasmalerei in über 500 Farbbildern. Farbbilder von Sonia Halliday und Laura Lushington. Herder, Freiburg (Breisgau) u. a. 1977, S. 68.
  15. Nikolaus Pevsner: Europäische Architektur von den Anfängen bis zur Gegenwart. 3. Auflage der Studienausgabe. Prestel, München 1973, ISBN 3-7913-0137-3, S. 145.
  16. Günther Binding: Architektonische Formenlehre. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1980, ISBN 3-534-07861-6, S. 101. Deswegen wurden sie auch mit erhöhenden Baugliedern wie Säulen, Giebeln und Portallöwen besetzt.

Koordinaten: 48° 56′ 7,6″ N, 2° 21′ 34,8″ O