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Die Basel Sinfonietta ist ein Orchester für Neue Musik aus Basel. Es wurde 1980 von jungen Musikern ins Leben gerufen mit dem Ziel, zeitgenössische Musik, bekannte, neue sowie experimentelle Werke in neuen Zusammenhängen dem Publikum zu vermitteln.

Inhaltsverzeichnis

Organisation und SelbstbestimmungBearbeiten

1980 von jungen Musikerinnen und Musikern gegründet, ist das Orchester als Verein organisiert und funktioniert nach dem Modell der Selbstverwaltung. Heute umfasst das Orchester 110 Mitglieder. In enger Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung sind die Programmkoordination und der Vorstand, beide ausschliesslich aus Orchestermitgliedern bestehend, für die programmatische und strategische Planung des Orchesters verantwortlich. Diese Organisationsstruktur bietet den Musikerinnen und Musikern Mitsprachemöglichkeit in künstlerischen sowie organisatorischen Fragen.

ProjekteBearbeiten

Interdisziplinarität ist eine Aufgabe der Basel Sinfonietta. In seiner Geschichte realisierte das Orchester Produktionen mit Jazz, Tanz und Performance sowie zahlreiche Stummfilm- und Multimediaprojekte. Die Basel Sinfonietta hat bislang über 150 Uraufführungen und Schweizer Erstaufführungen realisiert.

Bis 2016 hatte die Basel Sinfonietta keinen Chefdirigenten. Für ihre Projekte verpflichtete die Basel Sinfonietta lediglich Gastdirigenten, wie Stefan Asbury, Fabrice Bollon, Mark Fitz-Gerald, Emilio Pomàrico, Steven Sloane oder Jonathan Stockhammer. Ab der Saison 2016/2017 engagierte das Orchester den Dirigenten Baldur Brönnimann als Chefdirigent.[1] Im Jahr 2018 wurde die Zusammenarbeit mit Brönnimann bis zur Saison 2021/2022 verlängert.[2]

Die Basel Sinfonietta erarbeitet jährlich fünf bis sechs Eigenproduktionen, die sie als Konzertveranstalterin in Zusammenarbeit mit lokalen Veranstaltern in der Schweiz wie auch im benachbarten Ausland aufführt. So ist das Orchester bereits an der Biennale di Venezia, den Tagen für Neue Musik Zürich, den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik Darmstadt, den Kunstfestspielen Herrenhausen, am Festival d’Automne Paris, am Kunstfest Weimar sowie mehrmals am Lucerne Festival zu Gast gewesen.

FinanzierungBearbeiten

Das Budget der Basel Sinfonietta beträgt ca. CHF 2 Millionen. Davon sind CHF 700'000 kantonale Subventionen und Gemeindegelder; CHF 300'000 Sponsoren-, Stiftungs- und Gönnergelder sowie Mitgliederbeiträge des Fördervereins.

Uraufführungen (Auswahl)Bearbeiten

AuftragswerkeBearbeiten

2008: Andrea Lorenzo Scartazzini: Siegel, 2008: Helena Winkelman: Vers l’ouvert, 2008: Georg Friedrich-Haas: Klavierkonzert, 2008: Laurent Mettraux: Der Tod auf einem fahlen Pferd, 2001: Michael Gordon: Decasia (Auftragswerk des Europäischen Musikmonats und der basel sinfonietta), 2001: Carola Bauckholt: Atemlos (Auftragswerk des Europäischen Musikmonats), 2000/01: Mela Meierhans: différance I–V Composer in Residence der Konzertsaison, 1999: Mathias Rüegg: Naima’s Dream (Auftragswerk der basel sinfonietta), 1997: Balz Trümpy: Helios (Auftragswerk), 1995: Maria de Alvear: SEXO (Auftragswerk)

WeblinksBearbeiten

EinzelbelegeBearbeiten

  1. Das selbstverwaltete Orchester holt sich einen Chefdirigenten in: TagesWoche, 22. Januar 2016
  2. Basel Sinfonietta verlängert die Zusammenarbeit mit Baldur Brönnimann bis und mit Saison 2021/22 auf barfi.ch, 15. Mai 2018
  3. Basel Sinfonietta: «Oh Albert» (Memento vom 8. Oktober 2016 im Internet Archive), Uraufführungen am 6., 7. und 8. Oktober 2016.