Bardusch

ein Unternehmen aus der Textilbranche

Bardusch ist ein 1871 gegründetes Unternehmen zur Wäsche und Vermietung von Arbeitskleidung und -textilien mit Sitz in Ettlingen.[4] Gesellschafter sind Carl-Matthias Bardusch und Christina Ritzer (geb. Bardusch), Nachfahren der Gründerin.[5]

Bardusch GmbH & Co. KG

Logo
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1871
Sitz Ettlingen, Deutschland
Leitung Mathias Göhrig, Oliver Kuck, Wolfram Rees[1]
Mitarbeiterzahl 3750[2]
Umsatz 330 Mio. EUR[3]
Branche Wäscherei, Textilienvermietung
Website www.bardusch.com
Stand: 31. Dezember 2017

GeschichteBearbeiten

Caroline Bardusch begann 1871, die Uniformen preußischer Offizieranwärter der Ettlinger Militärschule mit Wasser aus der Alb zu waschen.[5][6] Innerhalb kurzer Zeit zählte sie auch Privatleute, Gaststätten und Hotels zu ihren Kunden.[4] Nach dem Zweiten Weltkrieg konzentrierte sich die Familie Bardusch auf die Pflege und Vermietung von Berufsbekleidung.[4] 1950 stellte das Unternehmen sein Angebot auf die Vollversorgung mit Textilien um, Mercedes-Benz wurde der erste große Industrie-Kunde. Weitere Kunden sind L'Oréal, Dr. Oetker und das Deutsche Rote Kreuz.[3] Seit 1958 versorgt das Unternehmen auch Handtuchspender mit Stoffhandtuchrollen im Mehrwegsystem. 1965 wurde die Produktpalette des Mietdienstes um spezialimprägnierte Schmutzfangmatten, Putztücher und Wischmopps erweitert. Den Textilservice für Krankenhäuser nahm das Unternehmen 1971 in sein Leistungsangebot auf.[7]

In den darauffolgenden Jahren wuchs das Unternehmen national und international. Unter der Leitung von Carl-Fritz Bardusch († 2011), der das Unternehmen seit 1970 führte[8], entstanden Niederlassungen und Tochterunternehmen in Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Spanien, Ungarn, Slowakei, Polen (Prudnik) und Brasilien.[7][9] Für sein unternehmerisches und kulturelles Engagement wurde Carl-Fritz Bardusch 2010 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.[10] Mitte der 1990er führte Bardusch ein Umweltmanagementsystem nach EG-Verordnung 1836/93 ein, später nach ISO 14001 weiterentwickelt.[11] Heute gehören 28 Betriebe in Deutschland, Frankreich, Polen, Schweiz, Spanien und Ungarn zu Badusch.[3]

Schwerpunkt von Bardusch ist die Wäsche, Vermietung, Reparatur und Herstellung von Berufsbekleidung und Schutzkleidung, sowie die Vermietung steriler Krankenhaus-Textilen und Spezialkleidung für den Reinraumbereich.[3]

AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bardusch auf northdata.de. Abgerufen am 3. März 2021.
  2. Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017, elektronischen Bundesanzeiger.
  3. a b c d Dirk Neubauer: Ettlinger Textildienstleister Bardusch setzt in der Pandemie auf sterile Kleidung. In: Badische Neueste Nachrichten. 9. Oktober 2020, abgerufen am 3. März 2021.
  4. a b c Matthias Hannemann: In der Mangel. In: Brand Eins, Nr. 9, 2006, S. 70–73.
  5. a b Dirk Neubauer: Sauberes Geschäft mit schmutzigen Klamotten. In: Badische Neueste Nachrichten, Nr. 50, 2014, S. 13.
  6. Lena Verfürth: Fortschritt mit Flair. In: InsideB, Ausgabe 10/2011.
  7. a b Martin Buchenau: Der weiße Riese aus Ettlingen. Handelsblatt.com, 18. Februar 2008. Abgerufen am 3. März 2021.
  8. Nachruf: Carl-F Bardusch gestorben. rationell-reinigen.de, Nr. 9, 2011, abgerufen am 3. März 2021.
  9. Bardusch-Textil-Mietdienste gründet Tochter in Polen. In: textilwirtschaft.de. 30. Juni 1998, abgerufen am 3. März 2021.
  10. Evelin Walter und Stefanie Heck: Bundesverdienstkreuz für Carl F. Bardusch. In: Amtsblatt Ettlingen, Nr. 48, 2. Dezember 2010, S. 2.
  11. a b Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg: Bardusch GmbH & Co. KG, Ettlingen. Preisträger Dienstleistung 1995. 4.um.baden-wuerttemberg.de. Abgerufen am 3. März 2021.
  12. Wirtschaftsminister Pfister zeichnet „Dienstleister des Jahres 2008“ aus. In: wirtschaft-südwest.de. 23. Juli 2008, abgerufen am 3. März 2021.