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Barbara Mandrell

US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin
Barbara Mandrell 1986

Barbara Mandrell (* 25. Dezember 1948 in Houston, Texas) ist eine US-amerikanische Country-Sängerin, -Multiinstrumentalistin und zweifache Grammy-Preisträgerin.[1] Zwischen 1969 und 1989 hatte sie 55 Hits in den US-amerikanischen Country-Charts.[2]

LebenBearbeiten

Barbara Mandrell gilt als musikalisches Wunderkind, das schon in jungen Jahren zahlreiche Instrumente beherrschte. Ihr Steel-Guitar-Spiel beeindruckte sogar Chet Atkins. Im Alter von elf Jahren trat sie erstmals in einer lokalen Fernsehshow auf. Nur wenig später stand sie mit bekannten Country-Stars wie Johnny Cash und Red Foley auf der Bühne. Ihre musikbegeisterten Eltern gründeten 1963 mit Barbaras jüngeren Schwestern und zwei weiteren Musikern eine Familien-Band, The Mandrells. Die Gruppe unternahm längere Tourneen durch Nordamerika und Asien. Barbara verliebte sich in den Schlagzeuger der Band, Ken Dudley, und heiratete ihn nach Ende ihrer Schulzeit.

Zunächst zog sie sich aus dem Musikgeschäft zurück. Als ihr Mann in die US-Navy eingezogen und in Übersee stationiert wurde, zog die Familie nach Nashville. Von ihrem Vater als Manager unterstützt, versuchte sie, in der dortigen Country-Szene Fuß zu fassen. 1969 unterschrieb sie beim Columbia-Label einen Schallplattenvertrag. Ein Jahr später gelang ihr mit Playin’ Around With Love der erste Einstieg in die Hitparade. Ihre erste Top-10-Platzierung schaffte sie 1971 mit Tonight My Baby’s Coming Home. Wenig später wurde sie Mitglied der Grand Ole Opry. Mit David Houston wurden erfolgreiche Duette wie die Top-10-Hits After Closing Time (1970) und I Love You, I Love You (1974) aufgenommen.

1975 wechselte sie zum Label ABC. Unter dem Produzenten Tom Collins änderte sich ihr Musikstil in Richtung Country-Pop. Fast augenblicklich zogen die Verkaufszahlen ihrer Platten an. Nach einer Serie von Top-10-Erfolgen schaffte sie 1978 mit Sleeping Single in a Double Bed ihren ersten Nummer-1-Hit. Mandrell wechselte von ABC zu MCA und erlebte hier den Höhepunkte ihrer Karriere. Weitere Spitzenplatzierungen folgten mit (If Loving You Is Wrong) I Don’t Want to Be Right (1979), Years (1980), I Was Country When Country Wasn’t Cool (1981) Til You’re Gone (1982) und One of a Kind Pair of Fools (1983). 1981 und 1982 erhielt sie jeweils den CMA Award „Entertainer of the Year“ sowie Gold-Auszeichnungen für die Alben The Best of Barbara Mandrell und Live.[3] Außerdem erhielt sie zwei Grammys und zahlreiche weitere Auszeichnungen.

1980 bekam sie eine eigene Fernsehshow, Barbara Mandrell and The Mandrell Sisters, in der sie gemeinsam mit ihren beiden Schwestern auftrat. Wegen Überarbeitung musste sie 1982 ihre Fernsehauftritte einstellen. Ein Jahr später startete sie in Las Vegas die Bühnenshow This Lady is a Champ. Am 11. September 1984 kam ihre Karriere zu einem abrupten Halt, als sie nach einem schweren Autounfall fast ein Jahr im Krankenhaus verbringen musste. Ihre beiden Kinder wurden bei diesem Unfall ebenfalls verletzt. Der 19-jährige Fahrer des in den Unfall verwickelten zweiten Wagens starb.[4] Trotz Mandrells Verletzungen und ihrer Abwesenheit von der Bühne wurde ein Duett-Album mit Lee Greenwood veröffentlicht, das mit To Me einen weiteren Top-10-Hit enthielt. Im Juni 1985 trat die Sängerin im Rahmen der Music City News Awards erstmals wieder auf.[5][6] Ihr Comeback-Album Get to the Heart erschien im Herbst 1985.

Mittlerweile hatte sich die Country-Musik verändert. Die neuen Traditionalisten übernahmen langsam die Führung. Mandrells Schallplatten konnten sich zwar noch in den Charts platzierten, erreichten aber nicht mehr die großen Erfolge wie einst. Ihre Live-Auftritte fanden nach wie vor ihr Publikum. 1990 schrieb Mandrell ihre Autobiografie Get to the Heart: My Story, die sich monatelang in den Bestsellerlisten hielt und einige Jahre später verfilmt wurde. 1997 beendete sie ihre Karriere als Country-Sängerin, widmete sich kurzzeitig der Schauspielerei und trat im Rahmen von Ehrungen wie dem 2006er Tributalbum She Was Country When Country Wasn't Cool: A Tribute to Barbara Mandrell oder der Aufnahme in die Country Music Hall of Fame in 2009 – die größte Ehre der Country-Musik – wieder in der Öffentlichkeit auf.[7] Mandrell ist noch immer mit ihrer Jugendliebe Ken Dudley verheiratet und hat drei Kinder.

Diskografie (Alben)Bearbeiten

  • 1971 – Treat Him Right
  • 1972 – A Perfect Match (mit David Houston)
  • 1973 – The Midnight Oil
  • 1974 – This Time I Almost Made It
  • 1976 – This Is Barbara Mandrell
  • 1976 – Midnight Angel
  • 1977 – Lovers, Friends And Strangers
  • 1978 – Moods
  • 1979 – Just For The Record
  • 1980 – Love Is Fair
  • 1981 – Barbara Mandrell 'Live'
  • 1982 – ... In Black & White
  • 1983 – Spun Gold
  • 1984 – Bill Monroe & Friends
  • 1984 – Clean Cut
  • 1984 – Meant For Each Other
  • 1984 – Christmas At Our House
  • 1985 – Get To The Heart
  • 1986 – Moments
  • 1987 – Sure Feels Good

Die bedeutendsten AuszeichnungenBearbeiten

Jahr Org. Award Titel
1971 ACM Top New Female Vocalist
1976 TNN New Female Vocalist
1978 ACM Top Female Vocalist
1979 CMA Female Vocalist Of The Year
1979 TNN Top Female Vocalist
1980 ACM Entertainer Of The Year
1980 CMA Entertainer of the Year
1981 ACM Top Female Vocalist
1981 CMA Entertainer of the Year
1981 TNN Top Female Vocalist
1982 TNN Top Female Vocalist
1983 Grammy Best Inspirational Performance
2009 CMA Aufnahme in die Country Music Hall of Fame
2009 Aufnahme in die Steel Guitar Hall of Fame

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Barbara Mandrell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

QuellenBearbeiten