Hauptmenü öffnen
Barbara Gysi

Barbara Gysi (* 14. Mai 1964 in Zürich, heimatberechtigt in Buchs AG und Wil SG) ist eine Schweizer Politikerin (SP).

Inhaltsverzeichnis

BiografieBearbeiten

Gysi studierte 1983 bis 1986 an der Universität Zürich und schloss als Sekundarschullehrerin für die Fächer Biologie und Geografie ab. Bis 1991 besuchte sie die Schule für Soziale Arbeit in Zürich und schloss als Sozialpädagogin ab. Mit dem Abschluss zog Gysi nach Wil SG. Bis 1997 arbeitete Barbara Gysi als Sozialarbeiterin und Sozialpädagogin. Von 1997 bis 2004 war sie politische Sekretärin der SP des Kantons St. Gallen.[1] Barbara Gysi ist seit 2012 Vizepräsidentin der SP Schweiz.[2]

PolitikBearbeiten

Kommunale und kantonale EbeneBearbeiten

Ihre ersten politischen Erfahrungen machte Gysi mit der Kandidatur für den Nationalrat 1995.[3] Im darauffolgenden Jahr kandidierte sie erfolglos für den St. Galler Kantonsrat, wurde hingegen ins Stadtparlament der Gemeinde Wil gewählt. 1999 konnte Gysi ins Kantonsparlament nachrücken, wurde jedoch bei den Gesamterneuerungswahlen im Jahr 2000 nicht wiedergewählt. 2001 wurde sie in die Wiler Exekutive, den Gemeinderat, gewählt, wo sie das Ressort Freizeit und Sport übernahm. Bei den Kantonsratswahlen 2004 wurde Gysi mit 3'438 Stimmen ins Kantonsparlament gewählt. Als Stadträtin von Wil konnte sie im Folgejahr das Ressort Soziales, Jugend und Alter übernehmen. 2009 wurde Gysi zur Präsidentin der Sozialdemokratischen Fraktion des Kantonsrates gewählt. Für die Regierungsratswahl im Kanton St. Gallen vom 11. März 2012 wurde Gysi als mögliche Kandidatin gehandelt.[4] Am Parteitag ihrer Partei wurden jedoch Heidi Hanselmann und Fredy Fässler nominiert.

NationalratBearbeiten

Bei den Nationalratswahlen 2011 erreichte Gysi mit 17'331 Stimmen, nach den bisherigen Nationalräten Hildegard Fässler und Paul Rechsteiner, das drittbeste Resultat auf der sozialdemokratischen Liste.[5] Mit der Wahl von Rechsteiner in den Ständerat konnte Gysi in den Nationalrat nachrücken. Barbara Gysi kandidierte 2015 bei den Nationalratswahlen 2015 erneut und wurde wiedergewählt. Im Nationalrat ist Barbara Gysi Mitglied der Kommission für Soziale Sicherheit und Gesundheit[6] und der Finanzkommission.[7]

GewerkschaftspolitikBearbeiten

Barbara Gysi ist Präsidentin des Personalverband des Bundes PVB.[8] Sie kandidierte 2018 für das Amt als Präsidentin des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB), unterlag jedoch Pierre-Yves Maillard.[9]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Lebenslauf Barbara Gysi auf www.sp-ps.ch. Abgerufen am 24. Februar 2019.
  2. Seite Präsidium auf der Webseite der SP Schweiz. Abgerufen am 24. Februar 2019.
  3. Nationalratswahlen 1995. St. Gallen. Schweizerische Bundeskanzlei.
  4. Monique Stäger: Gysi will in die Regierung. In: St. Galler Tagblatt. 4. November 2011 (Interview).
  5. Nationalratswahlen 2011. St. Gallen. Schweizerische Bundeskanzlei.
  6. Kommissionen für soziale Sicherheit und Gesundheit auf parlament.ch. Abgerufen am 24. Februar 2019.
  7. Finanzkommission auf parlament.ch. Abgerufen am 24. Februar 2019.
  8. Seite Geschäftsleitung auf www.pvb.ch. Abgerufen am 24. Februar 2019.
  9. Erich Aschwanden: Ein Macher erobert die Gewerkschaftsspitze. In: Neue Zürcher Zeitung. 1. Dezember 2018.

WeblinksBearbeiten