Barban (Herbizid)

chemische Verbindung

Barban ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Carbamate. Sie wurde als selektives Herbizid eingesetzt[5], ist seit 1979 jedoch nicht mehr in der Bundesrepublik Deutschland zugelassen. In der DDR war Barban bis 1987 zugelassen.

Strukturformel
Strukturformel von Barban
Allgemeines
Name Barban (Herbizid)
Andere Namen
  • Chlorinat
  • 4-Chlorbut-2-inyl-3-chlorcarbanilat
  • 4-Chlor-2-butinyl(3-chlorphenyl)carbamat
Summenformel C11H9Cl2NO2
Kurzbeschreibung

farb- und geruchloser Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 101-27-9
EG-Nummer 202-930-4
ECHA-InfoCard 100.002.665
PubChem 7551
Wikidata Q9165259
Eigenschaften
Molare Masse 258,10 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,403 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

75 °C[3]

Dampfdruck

0,05 mPa (25 °C)[3]

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser (11 mg·l−1 bei 25 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[4] ggf. erweitert[1]
07 – Achtung 09 – Umweltgefährlich

Achtung

H- und P-Sätze H: 302​‐​317​‐​410
P: 273​‐​280​‐​501 [1]
Toxikologische Daten

527 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[3]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Der Wirkstoff Barban ist in der Europäischen Union nicht für die Verwendung in Pflanzenschutzmitteln zugelassen.[6]

In der Schweiz, Österreich und Deutschland sind keine Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Barban zugelassen.[7]

Gewinnung und DarstellungBearbeiten

Barban kann durch Reaktion von Phosgen mit m-Chloranilin und 2-Butin-1,4-diol mit Thionylchlorid sowie der beiden Produkte miteinander gewonnen werden.[5]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Eintrag zu Barban in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 10. Juli 2016 (JavaScript erforderlich).
  2. Eintrag zu BARBAN bei ChemicalBook, abgerufen am 21. August 2013.
  3. a b c Eintrag zu Barban in der Pesticide Properties DataBase (PPDB) der University of Hertfordshire, abgerufen am 21. August 2013.
  4. Eintrag zu Barban im Classification and Labelling Inventory der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 1. August 2016. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  5. a b Thomas A. Unger: Pesticide Synthesis Handbook. William Andrew, 1996, ISBN 0-8155-1853-6, S. 63 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. Verordnung (EG) Nr. 2076/2002 der Kommission vom 20. November 2002 (PDF) zur Verlängerung der Frist gemäß Artikel 8 Absatz 2 der Richtlinie 91/414/EWG des Rates und über die Nichtaufnahme bestimmter Wirkstoffe in Anhang I dieser Richtlinie sowie den Widerruf der Zulassungen von Pflanzenschutzmitteln mit diesen Wirkstoffen.
  7. Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Barban in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und Deutschlands; abgerufen am 19. Februar 2016.