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Baltimore Orioles
gegründet 1894
Voller Name
Baltimore Orioles
Abkürzung
BAL
frühere Name(n)
  • St. Louis Browns (1902–1953)
  • Milwaukee Brewers (1894–1901)
Vereinsfarben
Schwarz, Orange, Weiß

  

Liga

Uniform
ALE-Uniform-Orioles.png
Ballpark(s)

Erfolge

  • World Series (3):
    1966, 1970, 1983
  • American-League-Titel (7):
    1944, 1966, 1969, 1970, 1971, 1979, 1983
  • Division-Titel (9):
    1969–1971, 1973, 1974, 1979, 1983, 1997, 2014
  • Wild Card (1):
    1996, 2012, 2016
Website: http://baltimore.orioles.mlb.com/

Die Baltimore Orioles sind ein Major-League-Baseball-Team der American League mit Sitz in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland. Der Verein trägt seine Heimspiele im Oriole Park at Camden Yards aus. Wappentier der Orioles ist der namensgebende Baltimoretrupial (Icterus galbula), ein nordamerikanischer Singvogel, den die Spieler auf den Mützen zeigen.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Milwaukee BrewersBearbeiten

Die Geschichte der Baltimore Orioles geht auf die Milwaukee Brewers der Western League zurück, die 1894 gegründet worden war. 1900 benannte sich die Western League in American League um und erklärte sich 1901 zu einer Major League, in der die Brewers Gründungsmitglied waren. Nach nur einer Saison zog das Team dann von Milwaukee nach St. Louis.

St. Louis BrownsBearbeiten

In St. Louis wurde das Team in St. Louis Browns umbenannt, in Erinnerung an das originale Team aus den 1880er-Jahren, welches nun als die St. Louis Cardinals bekannt ist. In den meisten Jahren in St. Louis waren die Browns ein mittelmäßiges bis schlechtes Team, das nur in den 1920er-Jahren einige gute Spielzeiten hatte, aber seine Ligarivalen wie die New York Yankees oder die Washington Senators nicht gefährden konnte. Sie blieben auch immer im Schatten des Stadtrivalen in der National League. Bereits 1941 waren die Browns ein Umzugskandidat in der American League, sie sollten nach Los Angeles umziehen, dies wurde allerdings durch den Angriff auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 verhindert. Alleine im Kriegsjahr 1944 konnten die Browns einen Titel in der American League gewinnen, scheiterten aber an den Cardinals in der World Series. Sie waren zu dieser Zeit mit den Philadelphia Phillies und den Brooklyn Dodgers die einzigen drei Teams im professionellen Baseball, die keine World Series gewinnen konnten.

1953 wurden die St. Louis Cardinals von der Anheuser-Busch-Brauerei übernommen. Bill Veeck, der Mehrheitsbesitzer der Browns, erkannte, welches wirtschaftliche Potenzial jetzt in dem Stadtrivalen steckte, und plante erneut einen Wechsel in eine andere Stadt. Veecks Umzugspläne waren schon in den 1940er-Jahren, als ein Umzug nach Milwaukee geplant war, von den Eigentümern der anderen Clubs abgelehnt worden. Dieses Schicksal drohte ihm jetzt ebenso. Er beschloss also, das Team an eine in Baltimore ansässige Gruppe zu verkaufen. Ohne Veeck stimmten die übrigen Eigentümer dem Umzug des Teams nach Baltimore zu.

Baltimore OriolesBearbeiten

Das Team wurde in Baltimore gleich wieder in Baltimore Orioles umbenannt, ein Name, der in der Stadt Tradition hatte. Im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts war ein Team unter diesem Namen in der National League ansässig, in dem mit Willie Keeler, John McGraw, Wilbert Robinson und Hughie Jennings verschiedene Mitglieder der Baseball Hall of Fame spielten. Auch die New York Yankees spielten ihr erstes Jahr in der American League vor ihrem Umzug nach New York als Baltimore Orioles. Ebenfalls unter dem Namen Orioles spielte von 1903 bis 1953 ein Team in der International League auf dem AAA-Level der Minor Leagues. Aus diesem Team wechselte Babe Ruth 1916 zu den Boston Red Sox.

Sechs Jahre brauchten die neuen Orioles, um in der American League um die Meisterschaft mitspielen zu können. Durch ein gut funktionierendes Farmsystem entwickelten sich Spieler wie Brooks Robinson, Boog Powell und Dave McNally zu Starspielern. 1966 wechselte Frank Robinson von den Cincinnati Reds zu den Orioles. Robinson war der erste Spieler, der in beiden Ligen zum MVP gewählt wurde. In diesem Jahr gewannen die Orioles erstmals in Baltimore den Titel in der American League. In der World Series konnten die O's die favorisierten Los Angeles Dodgers mit ihren Starwerfern Don Drysdale und Sandy Koufax mit 4:0 besiegen.

Den nächsten Titel konnten die Orioles 1969 mit dem Gewinn des Divisionstitels in der AL East feiern. Unter anderem durch die starken Leistungen ihres Pitchers Jim Palmer konnten die Orioles 109 Siege in dieser Saison für sich verbuchen. In der ersten American League Championship Series (ALCS) besiegte Baltimore die Minnesota Twins glatt mit 3:0 und ging als Favorit gegen die New York Mets in die World Series 1969. Allerdings behielten die Mets mit 4:1 die Oberhand.

1970 hatten die Orioles mit Jim Palmer, Dave McNally und Mike Cuellar drei Pitcher in ihren Reihen, die mindestens 20 Spiele gewannen. In der ALCS wurden wiederum die Minnesota Twins mit 3:0 besiegt. In der World Series gewannen die Orioles ihren zweiten Titel gegen die Cincinnati Reds mit 4:1 Spielen. Im folgenden Jahr gesellte sich Pat Dobson zu den anderen drei Werfern, sodass vier Orioles-Pitcher 1971 die Marke von 20 Siegen überschritten. Oakland wurde in der ALCS mit 3:0 geschlagen, aber die Pittsburgh Pirates mit Superstar Roberto Clemente waren in den Endspielen nicht zu bezwingen. Unter Manager Earl Weaver waren die Orioles das Team mit den meisten Siegen im Baseball in den Jahren 1966–1982. 1983 gewannen die Orioles ihre bislang letzte World Series gegen die Philadelphia Phillies.

Zwei Jahre zuvor trug erstmals Cal Ripken jr das Trikot der Orioles in den Major Leagues. Bis zu seinem Rücktritt 2001 war er der Mittelpunkt seines Teams. Vom 30. Mai 1982 bis zum 20. September 1998 spielte Ripken in jedem Spiel mit und übertraf den Rekord von Lou Gehrig um über drei Spielzeiten.

1992 folgte der Umzug in das neue Stadion Oriole Park at Camden Yards. Im neuen Stadion und mit Spielern wie B. J. Surhoff, Randy Myers und Roberto Alomar knüpften die Orioles an ihre Leistungen in den 1970er-Jahren an und erreichten 1996 und 1997 die Play-Offs. Dort mussten sie sich allerdings den Yankees und den Cleveland Indians geschlagen geben.

Aktuelle EntwicklungBearbeiten

In den letzten Jahren waren die Orioles sehr erfolglos und mussten sich in der (sehr umkämpften) East-Division vor den bis 2007 notorisch erfolglosen Tampa Bay Devil Rays mit dem vorletzten, nach deren Erstarkung ab 2008 gar mit dem letzten Platz abfinden.

In der Saison 2010 wurde wegen der anhaltenden Erfolglosigkeit gleich zweimal der Manager entlassen. Dabei zeigte jedoch der Wechsel zum dritten Trainer des Jahres, Buck Showalter, positive Wirkung: In den letzten 57 Saisonspielen wurden noch 34 Siege und damit eine positive Bilanz unter dem neuen Manager erreicht (nach nur 32 Siegen in den 105 Spielen zuvor), was aber nichts mehr am letzten Platz in der Division änderte. Im Jahr 2011 setzte sich dieser kurzfristige Trend jedoch nicht fort, sodass auch weiterhin den Orioles in ihrer Division die Schlusslicht-Rolle blieb.

2012 Post SeasonBearbeiten

In Spiel 3 der Division Series gegen die New York Yankees schlugen beide Rookies Ryan Flaherty and Manny Machado einen Home Run. Noch nie gelang zwei Rookies ein und derselben Mannschaft in der Post Season so etwas. In der Best of Five-Serie erzielten die Orioles in jedem Spiel der Serie 3 oder weniger Runs. Nur 2 weitere Mannschaften konnten ebenso wenig Runs in einer Serie erzielen: Die Cincinnati Reds 1973 in der NLDS und die Houston Astros 1981 in der NLCS. Buck Showalter managte in drei Division Series, mit drei verschiedenen Mannschaften (1995 Yankees, 1999 Diamondbacks und 2012 Orioles), und verlor jedes Mal. Er hat jetzt 2097 Spiele gemanagt. Aktuell liegt er auf Platz 3 der ewigen Bestenliste (Regular Season, seit der Divisional-Play Variante 1969). Noch nie hat er ein Team in die League Championship Series gebracht. Vor ihm liegen noch Art Howe (2266 Spiele) und Frank Robinson (2241).

Platzierungen der letzten JahreBearbeiten

American League East 2008–2018
Jahr 1. 2. 3. 4. 5. Postseason
2008 TB (29.0) BOS (27.0) NYY (21.0) TOR (18.0) 68 – 93 ––
2009 NYY (39.0) BOS (31.0) TB (20.0) TOR (11.0) 64 – 98 ––
2010 TB (30.0) NYY (29.0) BOS (23.0) TOR (19.0) 66 – 96 ––
2011 NYY (28.0) TB (22.0) BOS (21.0) TOR (12.0) 69 – 93 ––
2012 NYY (2.0) 93 – 69 TB (3.0) TOR (20.0) BOS (24.0) ALDS
2013 BOS (12.0) TB (6.0) 85 – 77 NYY (0.0) TOR (11.0) ––
2014 96 – 66 NYY (12.0) TOR (13.0) TB (19.0) BOS (25.0) ALCS
2015 TOR (12.0) NYY (6.0) 81 – 81 TB (1.0) BOS (3.0) ––
2016 BOS (4.0) 89 – 73 TOR (0.0) NYY (5.0) TB (21.0) WC
2017 BOS (18.0) NYY (16.0) TB (5.0) TOR (1.0) 75 – 87 ––
2018 BOS (61.0) NYY (53.0) TB (43.0) TOR (26.0) 47 – 115 ––

Die farbig unterlegten Zellen beschreiben das eigene Abschneiden in der AL East, die Zahlen in Klammern die Abstände zu den anderen Teams am Ende der Saison.
WC = Wild Card, ALDS = AL Division Series erreicht, ALCS = AL Championship Series erreicht, AL = AL Pennant (World Series verloren), WSC = World Series Champion

Orioles in der Hall of FameBearbeiten

Nicht mehr vergebene NummernBearbeiten

Spieler der OriolesBearbeiten

Baltimore Orioles Spieler
Aktive Spieler (25-Spieler-Kreis) Inaktive Spieler (40-Spieler-Kreis) Trainer/Andere

Pitcher

Starting rotation

Bullpen


Catcher

Infielder

Outfielder


Pitcher

Catcher


Outfielder


Manager

Trainer

Verletztenliste (60 Tage)


  Verletztenliste (7 oder 10 Tage)
* Gesperrt
Roster aktualisiert am 9. Juli 2019
TransfersAufstellung

Minor-League-Teams der OriolesBearbeiten

Nicknames in der Major LeagueBearbeiten

  • 1901 Milwaukee Brewers
  • 1902–1953 St. Louis Browns
  • seit 1954 Baltimore Orioles

Stadien in der Major LeagueBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Baltimore Orioles – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien