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Balanced-Innovation-Card-Kennzahlensystem

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Die Balanced Innovation Card (BIC) ist ein Modell zur Planung und Kontrolle von Projekten im Innovationsmanagement. Dieses Modell stellt eine Modifizierung der Balanced Scorecard (BSC) dar, welche bei der Strategieimplementierung und bei der Erreichung von Unternehmenszielen unterstützt.[1]

Der Einsatz einer BIC führt zu einer ganzheitlichen Betrachtung des Innovationsmanagements und hat die effiziente Gestaltung des gesamten Innovationsmanagements zum Ziel. Den Rahmen für dieses Modell setzt die durch das Management festgelegte Innovations- oder Unternehmensstrategie. Gleich dem Balanced-Scorecard-Ansatz bestimmen die Ursache-Wirkungs-Beziehungen auch das BIC-Modell. Dabei ist die BIC insbesondere für das Innovationsmanagement mittelständischer Unternehmen konzipiert. Der BIC-Ansatz setzt die Bestimmung von vier Perspektiven und der dafür notwendigen, vier strategischen Ziele voraus, welche aus der Strategieausrichtung abgeleitet werden.[2] Durch die Festlegung von entsprechenden Kennzahlen wird die Messbarkeit der vorgegebenen Ziele erreicht.

Das Grundmodell einer BIC umfasst die folgenden vier Perspektiven:

  • Innovationskultur
  • Innovationsressourcen
  • Innovationsprozess
  • Innovationsoutput

Die Perspektiven des Grundmodells können in der Praxis ausgetauscht werden, da die individuellen Ziele und Kennzahlen auf das jeweilige Unternehmen abgestimmt werden müssen. Die verschiedenen strategischen Ziele innerhalb der vier Perspektiven einer BIC sowie die dazugehörigen Kennzahlen werden in der nachfolgenden Tabelle dargestellt.

Strategische Ziele „Innovationskultur“ Kennzahlen
Signalisierung der Bedeutung von

Innovationen durch Führungsverhalten

Meilensteinentscheidung mit Teilnahme der Führung/Meilensteinentscheidung im Unternehmen
Förderung des innovativen Denkens der MA Anzahl eingereichter Ideen pro MA
Förderung der internen Kommunikation Durchschnittliche Nutzung der Informationssysteme
Förderung interdisziplinärer Projektstrukturen Vertretene Abteilungen im Projektteam
Strategische Ziele „Innovationsressourcen“ Kennzahlen
Erhöhung der Mitarbeiterverfügbarkeit Anzahl Beschäftigte im Innovationsmanagement / Anzahl Beschäftigte im Unternehmen
Verbesserung der Qualifikation der MA Anzahl der Weiterbildungsmaßnahmen zum Thema „Innovationsmanagement pro MA“
Erhöhung des für Innovationen zur Verfügung gestellten Kapitals Kosten des Innovationsmanagements / gesamte Kosten des Unternehmens
Intensivierung der Zusammenarbeit im Netzwerk Anzahl der Kooperationspartner
Strategische Ziele „Innovationsprozess“ Kennzahlen
Frühzeitige Kundenorientierung Anzahl Kundengespräche vor Konzeptentwicklung / Anzahl Kundengespräche bis Markteinführung
Reduzierung der Innovationsdauer Durchschnittliche Projektdauer
Optimierung des Markteinführungs-zeitpunktes Anzahl termingerecht beendete Arbeitspakete / Anzahl Arbeitspakete bis Markteinführung
Optimierung der Bewertungs- und Auswahlprozesse Anzahl abgebrochener Ideen vor Konzeptumsetzung / Anzahl abgebrochener Ideen bis Markteinführung
Strategische Ziele „Innovationsoutput“ Kennzahlen
Erhöhung der Kundenzufriedenheit Befragungsergebnis
Steigerung der Innovationseffizienz Barwert der Umsatzerlöse mit neuen Produkten im Jahr n / Barwert der Auszahlungen für Innovationsprojekte
Steigerung der Innovationsrate Gewinn mit neuen Projekten im Jahr n / Unternehmensgewinn im Jahr n
Steigerung des Innovationserfolgs Anzahl erfolgreicher Produktinnovationen / Anzahl Produktinnovationen

[3]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Thomas Rautenstrauch: Balanced Scorecard in mittelständischen Unternehmen. Empirische Ergebnisse und Implikationen. In: Volker Lingnau (Hrsg.): Einsatz von Controllinginstrumenten im Mittelstand. Eul Verlag, Lohmar 2006, ISBN 3-89936-431-7, S. 1–17.
  2. Christine Beeck: Balanced Innovation Card. Instrument des strategischen Innovationsmanagements für mittelständische Autozulieferer. In: Anette von Ahsen (Hrsg.): Bewertung von Innovationen im Mittelstand. Springer, Heidelberg 2010, ISBN 978-3-642-01699-8, S. 123–140.
  3. Kennzahlen der Balanced Innovation Card. Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Beeck, Balanced Innovation Card, 2010.