Baierbrunn

Gemeinde im Landkreis München in Bayern

Baierbrunn ist eine Gemeinde und ein Pfarrdorf im oberbayerischen Landkreis München.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Baierbrunn
Baierbrunn
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Baierbrunn hervorgehoben

Koordinaten: 48° 1′ N, 11° 29′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: München
Höhe: 626 m ü. NHN
Fläche: 7,21 km2
Einwohner: 3269 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 453 Einwohner je km2
Postleitzahl: 82065
Vorwahl: 089
Kfz-Kennzeichen: M, AIB, WOR
Gemeindeschlüssel: 09 1 84 113
Gemeindegliederung: 2 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 2
82065 Baierbrunn
Website: www.baierbrunn.de
Erster Bürgermeister: Patrick Ott[2] (ÜWG)
Lage der Gemeinde Baierbrunn im Landkreis München
Starnberger SeeLandkreis Bad Tölz-WolfratshausenLandkreis EbersbergLandkreis ErdingLandkreis FreisingLandkreis FürstenfeldbruckLandkreis MiesbachLandkreis RosenheimLandkreis StarnbergLandkreis Weilheim-SchongauLandkreis DachauMünchenForstenrieder ParkGrünwalder ForstBrunnthalHöhenkirchen-SiegertsbrunnPerlacher ForstAschheimAyingBaierbrunnBrunnthalFeldkirchen (Landkreis München)Garching bei MünchenGräfelfingGrasbrunnGrünwaldHaar (bei München)Höhenkirchen-SiegertsbrunnHohenbrunnIsmaningKirchheim bei MünchenNeubibergNeuried (bei München)OberschleißheimOttobrunnPlaneggPullach im IsartalPutzbrunnSauerlachSchäftlarnStraßlach-DinghartingTaufkirchen (bei München)UnterföhringUnterhachingUnterschleißheimOberhachingKarte
Über dieses Bild

GeographieBearbeiten

Die Gemeinde liegt zwischen Schäftlarn und Pullach südlich von München am Isarhochufer und ist über die Trasse der ehemaligen Isartalbahn, die von München nach Wolfratshausen führt und ehemals bis Bichl führte, an das Münchner S-Bahn-Netz (S7) angeschlossen.

Es gibt zwei amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[3]

GeschichteBearbeiten

Die Via Julia, die Römerstraße von Augsburg nach Salzburg, überquerte nördlich von Baierbrunn, vermutlich beim Georgenstein, die Isar. Erwähnt wird Baierbrunn erstmals 776 in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Schäftlarn. Baierbrunn war bis 1803 eine geschlossene Hofmark des Klosters und wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbständige politische Gemeinde. Der Ortsteil Buchenhain hatte seinen Ursprung in einem vor 1900 errichteten Gebäude, dem späteren Waldgasthof. Weitere vereinzelte Ansiedlungen erfolgten ab 1924. Eine zusammenhängende Siedlung wurde Buchenhain jedoch verstärkt nach dem Zweiten Weltkrieg.[4]

Auf der Flur Konradshöhe am südöstlichen Ortsrand über der Isar befand sich die abgegangene Burg Baierbrunn.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 2238 auf 3264 um 1026 Einwohner bzw. um 45,8 %.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat besteht aus dem ersten Bürgermeister und den Gemeinderatsmitgliedern. Die 16 Gemeinderatsmitglieder werden seit Mai 2020 von folgenden Gruppierungen gestellt:[5]

BürgermeisterBearbeiten

Patrick Ott (ÜWG) ist Erster Bürgermeister.

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Unter blauem Zinnenschildhaupt in Silber drei schmale, schwarze Balken.[6][7][8][9][10]
Wappenbegründung:

„Das neu geschaffene Wappen erinnert an die alte Burg des früheren Adelsgeschlechtes der Baierbrunner, deren Wappen drei schmale schwarze Balken enthalten haben soll (im Original silber/schwarz).“

Fundstelle: Generaldirektion der staatlichen Archive Bayerns, 9. Juni 1970[11]

SchutzgebieteBearbeiten

BaudenkmälerBearbeiten

BodendenkmälerBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

Obwohl es im Gemeindegebiet keinen Flugplatz oder Flughafen hat, gibt es ein kleines Zentrum für die Allgemeine Luftfahrt. Es gibt beispielsweise eine Versicherungsagentur für Luftfahrt, einen Avionik-Betrieb sowie einen Instandsetzungsbetrieb für Flugmotoren. Zudem befindet sich in Baierbrunn der Wort & Bild Verlag mit seinem Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau. Das ortsansässige Duftstoffunternehmen Drom Fragrances wurde 2019 von Givaudan übernommen.

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Alfred Hutterer: Am Brunnen der Baiern. Selbstverlag, Baierbrunn 1985
  • Alfred Hutterer: Am Brunnen der Baiern (Bildband). Selbstverlag, Baierbrunn 1995, DNB 966537122
  • Joachim Lauchs: Baierbrunn. Eine Chronik, Verlag Wort & Bild Becker, Baierbrunn 1988, ISBN 3-927216-00-3

WeblinksBearbeiten

Commons: Baierbrunn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bürgermeister. Gemeindeverwaltung Baierbrunn, abgerufen am 26. Mai 2020.
  3. Gemeinde Baierbrunn in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 9. September 2019.
  4. Alfred Hutterer: Am Brunnen der Baiern. Selbstverlag, Baierbrunn 1985. Hier: „Siedlung Buchenhain“, S. 584–585.
  5. Ergebnis Gemeinderatswahl 2014
  6. Unser Bayern. Heimatbeilage der Bayerischen Staatszeitung, 1971, S. 88
  7. Volkert, Wilhelm: Wappen im Landkreis München, in: Der Landkreis München, München 1975, S. 108, 109
  8. Rassa, Kurt: Die Gemeinden im Landkreis München, in: Der Landkreis München, München 1975, S. 225 f.
  9. Lebensraum Landkreis München, 2. Aufl., München 1991, S. 347 f., 350
  10. Eintrag zum Wappen von Baierbrunn in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  11. [1]