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Baia Mare

Stadt im Kreis Maramureș, Rumänien
Baia Mare
Frauenbach
Nagybánya
Wappen von Baia Mare
Baia Mare (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Sathmar
Kreis: Maramureș
Koordinaten: 47° 39′ N, 23° 35′ OKoordinaten: 47° 39′ 1″ N, 23° 35′ 25″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 228 m
Fläche: 235,73 km²
Einwohner: 123.738 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 525 Einwohner je km²
Postleitzahl: 430311
Telefonvorwahl: (+40) 02 62
Kfz-Kennzeichen: MM
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016[2])
Gemeindeart: Munizipium
Bürgermeister: Cătălin Cherecheș (Coaliția pentru Baia Mare)
Postanschrift: Str. Gh. Șincai nr. 37
loc. Baia Mare, jud. Maramureș, RO–430311
Website:
Baia Mare (rotes Viereck), Rumänien. Nachbarorte: Satu Mare, Zalău, Dej

Baia Mare (Audio-Datei / Hörbeispiel Aussprache?/i; deutsch Frauenbach oder Groß-Neustadt, seltener nur Neustadt oder Neustadtl,[3] ungarisch Nagybánya) ist eine Stadt in Nordwest-Rumänien und hatte im Jahr 2011 ungefähr 124.000 Einwohner. Sie ist die Hauptstadt des Kreises Maramureș.

LageBearbeiten

Baia Mare liegt in einer Höhe von ca. 230 m am Westrand der Ostkarpaten unweit des Gutâi-Gebirges in der Talsenke Depresiunea Baia Mare. Durch die Stadt fließt der Săsar, ein linker Nebenfluss des Lăpuș.

GeschichteBearbeiten

Die älteste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1142, als der ungarische König Géza II. in Frauenbach (lat. Rivulus Dominarum) Deutsche ansiedeln ließ.

Der Anteil der ungarischen Minderheit ist noch immer sehr groß (1992 lag er bei 17,5 %), verglichen mit den Zahlen von 1910 (Ungarn 64,8 %, Rumänen 33,7 %, Deutsche 1,2 %) ist er aber stark zurückgegangen. 1910 verteilte sich die Glaubenszugehörigkeit wie folgt: griechisch-katholisch 38,1 %, römisch-katholisch 34,7 %, Calvinisten 14,8 %, Juden 10,9 % (siehe Synagoge (Baia Mare)), andere 1,5 %.

1920 hatte Baia Mare 12.780 Einwohner, 5.005 waren Rumänen, 4.652 Ungarn, 1.792 Juden, 1.232 Deutsche und 99 anderer Ethnien.[4]

Im Jahr 1930 wurde das griechisch-katholische Bistum Maramureș mit Sitz in Baia Mare gegründet. Am 28. Oktober 1948 wurde der Bischof Alexandru Rusu von den kommunistischen Behörden als Bischof abgesetzt und verhaftet. Er starb 1963 im Gefängnis Gherla.

Baia-Mare-DammbruchBearbeiten

Am 30. Januar 2000 ereignete sich in Baia Mare ein Dammbruch einer Absetzanlage für metallurgische Abfälle, der eine schwere Umweltkatastrophe durch Freisetzung von Natriumcyanid und Schwermetallen zur Folge hatte.

Wegen dieses Ereignisses wurde Baia Mare in einer Studie des Blacksmith-Instituts aus dem Jahr 2006 über die am stärksten verseuchten Städte der Welt erwähnt.[5]

PolitikBearbeiten

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Baia Mare listet neun Partnerstädte auf: [6]

Stadt Land seit
Bielsko-Biała Polen  Polen 2003
Hódmezővásárhely Ungarn  Ungarn 2001
Hollywood Vereinigte Staaten  Florida, Vereinigte Staaten 2001
Iwano-Frankiwsk Ukraine  Ukraine 1990
Kitwe Sambia  Sambia 1972
Nyíregyháza Ungarn  Ungarn 2003
Serino Italien  Italien 2001
Szolnok Ungarn  Ungarn 1990
Wels Osterreich  Österreich 2000

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Baia Mare – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  Wikivoyage: Baia Mare – Reiseführer

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien bei citypopulation.de
  2. Bürgermeisterwahlen 2016 in Rumänien (MS Excel; 256 kB)
  3. Wilhelm Edler von Janko: Lazarus Freiherr von Schwendi, oberster Feldhauptmann und Rath Kaiser Maximilian's II. nach Original-Akten des K. K. Haus-Hof- und Staats-Archives, der Archive der K.K. Ministerien des Innern, der Finanzen und des Krieges. Wien: Braumüller 1871, S. 140, Volltext in der Google-Buchsuche. Reprint dieser Ausgabe: Freiburg/Brsg.: Echo-Verlag 2000
  4. ERDÉLY ETNIKAI ÉS FELEKEZETI STATISZTIKÁJA.
  5. Blacksmith Institute 2006, abgerufen am 5. Dezember 2009 (Memento vom 10. Januar 2010 im Internet Archive)
  6. Orașe înfrățite cu Baia Mare (Memento vom 16. August 2012 im Internet Archive)
  7. Angaben zu Dániel Csányi bei oszk.hu (ungarisch)
  8. Józsi Jenö Tersánszky bei hunlit.hu (ungarisch)