Bahnstrecke Suceava–Gura Humorului

Eisenbahnstrecke in Rumänien
Suceava–Gura Humorului
Bahnhof Suceava Nord
Bahnhof Suceava Nord
Strecke der Bahnstrecke Suceava–Gura Humorului
Kursbuchstrecke (CFR):502
Streckenlänge:42 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Stromsystem:25 kV 50 Hz ~
BSicon STR.svgBSicon .svg
von Tscherniwzi
BSicon BHF.svgBSicon .svg
0,000 Suceava Nord
BSicon STR.svgBSicon STR+l.svg
von Roman
BSicon STR.svgBSicon BHF.svg
Suceava
BSicon ABZgl.svgBSicon ABZgr.svg
BSicon BS2l.svgBSicon BS2r.svg
   
Suceava
Haltepunkt, Haltestelle
4,979 Suceava Vest
Haltepunkt, Haltestelle
14,358 Stroiești
Haltepunkt, Haltestelle
21,328 Ciprian Porumbescu
Tunnel
Tunnel (426 m)
Haltepunkt, Haltestelle
27,852 Lucăcești
Haltepunkt, Haltestelle
34,499 Berchișești
   
von Dărmănești
Haltepunkt, Haltestelle
~42 Gura Humorului (Păltinoasa)
Strecke – geradeaus
nach Câmpulung Moldovenesc

Die Bahnstrecke Suceava–Gura Humorului ist Hauptbahn in Rumänien. Sie verläuft im Süden der Bukowina.

GeschichteBearbeiten

Zu Zeiten der habsburgischen Doppelmonarchie wurde ausgehend vom Ort Dărmănești an der Bahnstrecke Tscherniwzi–Suceava im Jahr 1888 eine Linie nach Câmpulung Moldovenesc in Betrieb genommen.

Nach dem Ersten Weltkrieg gelangte die Bukowina an Rumänien. Die Bahnstrecke von Dărmănești nach Câmpulung Moldovenesc wurde Ausgangspunkt der wichtigen, 1940 vollendeten Überquerung der Ostkarpaten in Richtung Siebenbürgen.

Allerdings war der Weg über Dărmănești – bezogen auf die geänderte territoriale Zuordnung der Bukowina – recht umständlich und wegen enger Kurvenradien wenig leistungsfähig. Zudem lagen die beiden Bahnhöfe der Kreishauptstadt Suceava weit außerhalb des Stadtzentrums.

Nach dem Zweiten Weltkrieg beschloss die rumänische Regierung den Bau einer neuen Bahnstrecke, die zwischen den Bahnhöfen Suceava (früher Burdujeni) und Suceava Nord (früher Ițcani) beginnen, westlich des Zentrums von Suceava vorbeiführen und in Păltinoasa auf die Bahnstrecke Dărmănești–Câmpulung Moldovenesc treffen sollte. 1951 begannen die Bauarbeiten, die 1955 wegen finanzieller Probleme unterbrochen werden mussten und 1959 wieder aufgenommen wurden.[1] 1964 ging die Strecke in Betrieb.[2] Beim Bau wurden einige archäologisch wertvolle Einrichtungen zerstört.[3]

Innerhalb kurzer Zeit löste die neu gebaute Strecke die alte Linie über Dărmănești in ihrer Bedeutung ab.

Der Bahnhof Păltinoasa wurde zu Beginn der 2000er Jahre in Gura Humorului umbenannt, wohingegen der weiter westlich gelegene, ursprünglich als Gura Humorului bezeichnete Bahnhof Gura Humorului Oraș genannt wurde.

Aktuelle SituationBearbeiten

Die Strecke ist eingleisig und elektrifiziert. Sie ist Teil der Kursbuchstrecke 502 von Suceava nach Ilva Mică. Es verkehren etwa vier Nahverkehrs- und acht Schnellzüge pro Tag und Richtung. Letztere halten auf der hier beschriebenen Strecke jedoch nur in Suceava oder Suceava Nord. Von Bedeutung ist auch der Güterverkehr.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. David Turnock: Romania's Railway Development 1950–1989: Changing Priorities for Socialist Construction. In: Geographica Pannonica. Bd. 9, 2005, ISSN 0351-3238, S. 32–43, online (PDF; 1,17 MB).
  2. Nicolae Popp, I. Iosep, Dragomir Paulencu: Județul Suceava. Editura Academiei Republicii Socialiste România, Bucureşti 1973, S. 133.
  3. Gheorghe Bichir: The archaeology and history of the Carpi from the Second to the Fourth Century A. D. (= British Archaeological Reports. Supplementary Series, Bd. 16, Tl. 1). Band 1. British Archaeological Reports, Oxford 1976, ISBN 0-904531-55-4, S. 45.