Bahnstrecke Pretoria–Maputo

transnationale Verbindung in Kapspur
Pretoria–Maputo
Geografische Daten
Kontinent Afrika
Land: Südafrika, Mosambik
Streckendaten
Streckenlänge:567 km
Spurweite:1067 mm (Kapspur)
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von Pretoria West
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0 Pretoria
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nach Johannesburg
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Gautrain nach Johannesburg
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Apiesrivier
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Nelson Mandela Drive (M3)
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Gautrain
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1 Mears St.
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Elandspoort Road (M5)
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2 Devenish St.
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3 Walker St.
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Walker Street (M7)
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Walkerspruit
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Lynnwood Road (M6)
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4 Loftus Versfeldpark
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5 Rissik
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5,7 Hatfield
Duncan Street (M7)
6 Hartbeesspruit
Hartbeesspruit
Francis Baard Street (N4)
Danie Joubert Freeway (N1/N4)
von und nach Capital Park
11 Koedoespoort
Anschluss Transnet Engineering
Anschluss Transwerk
Dykor Street (M15)
13 Silverton
Moreletaspruit
14 Eersterus
16 Waltloo
17 Denneboom
Pienaarsrivier
20 Eerste Fabrieke
Mamelodi Gardens
nach Sentrarand Rangierbahnhof
Solomon Mahlangu Drive (M10)
25 Greenview
Bahnstrecke Pyramid South–Sentrarand
von Bogendreieck Pyramid South
27 Panpoort
34 Van der Merwe
39 Rayton
nach Cullinan
45 Elandsrivier
50 Fotfar
nach Ekandustria, Bronkhorstspruit
55 Skietpoort
63 Bronkhorstspruit
Bronkhorstspruit
74 Wilgerivier
Wilgerivier
81 Crown Douglas
Provinzgrenze GautengMpumalanga
Saalboomspruit
89 Balmoral
N4
98 Wakefield
von Bulpan
106 Clewer
110 Skoongesig
von und nach Ermelo (Richards Bay Coal Line)
114 Witbank
121 Tavispan
127 Olifantsrivier
Lepelle (Olifantsrivier)
135 Hillside
142 Uitkyk
151 Middelburg
Anschluss Industria
Cowen Ntuli St. (N11)
Klein Olifantsrivier
161 Derwent
nach Roossenekal
172 Pan
184 Arnot
von und nach Ermelo (Richards Bay Coal Line)
200 Wonderfontein
206 Sunbury
217 Belfast
nach Lydenburg
224 Bergendal
N4
234 Dalmanutha
242 Fairview
von Ermelo (Richards Bay Coal Line)
250 Machadodorp
Leeuspruit
254 Goedgeluk
261 Waterval Boven
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Strecke bis 1908
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Strecke bis 1964/1966
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Elandsrivier
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Nationalstraße N4
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(381/459 Meter)
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NZASM-Tunnel (213 Meter)
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Ondervalle
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Five Arch Bridge
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Strecke bis 1965
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(190/316 Meter)
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Elandsrivier
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N4
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Joubertspruit
275 Waterval Onder
Weltevredespruit
Skoonspruit
283 Sycamore
N4
287 Heysford
291 Arlie
298 Hemlock
306 Ngodwana
314 Citriodora
320 Elandhoek
N4
325 Reception
333 Rivulets
338 Schagen
N4
340 Sternberg
343 Alkmaar
349 Broham
251 Cairn
N4
356 Mataffin
von Graskop
361 Nelspruit
N4
370 Mayfern
Rietspruit
377 Karino
Tipperary
383 Krokodilpoort
N4
388 Gorge
401 Boulders
Kaaprivier
von Barberton
N4
402 Kaapmuiden
nach Tzaneen
411 Rockvale
412 Althorpe
Jam Tin Creek
415 Magnesite
422 Malelane
Anschluss
431 Impala
443 Hectorspruit
452 Oorsprong
459 Tenbosch
467 Koorsboom
von Tzaneen
472 Komatipoort
nach Richards Bay
Komatirivier
Staatsgrenze SüdafrikaMosambik
479
88 (CFM)
Ressano Garcia
84 (CFM) Mussone
80 (CFM) Incomáti
76 (CFM) Chanculo
69 (CFM) Movene
62 (CFM) Secongene
von Xinavane
53 (CFM) Moamba
47 (CFM) Maguanza
39 (CFM) Pessene
31 (CFM) Tenga
25 (CFM) Siduaba
20 (CFM) Matola-Gare
15 (CFM) Daniel
12 (CFM) Bairroda Liberdade
von Goba (Goba Linie)
10 (CFM) Machava
von und nach Hafen Matola
Rio Infulene
von und nach Malvernia (Limpopo Linie)
Nationalstraße EN2
5 (CFM) Infulene
2 (CFM) Cabine B
Brücke Maputo–Katembe
567
0 (CFM)
Maputo

Die Bahnstrecke Pretoria–Maputo (auch Delagoabahn oder Oosterlijn oder The Iron Road) ist eine Eisenbahnstrecke, die die südafrikanische Hauptstadt Pretoria mit der mosambikanischen Hauptstadt Maputo und dem dortigen Hafen verbindet. Sie ist 567 Kilometer lang und zwischen Pretoria und Komatipoort an der Grenze beider Staaten elektrifiziert.[1] Die Betreiber sind auf südafrikanischer Seite Transnet Freight Rail und in Mosambik Caminhos de Ferro de Moçambique (CFM)

GeschichteBearbeiten

 
Streckenprofil

Dem Bau einer Eisenbahnstrecke zur Verbindung der Südafrikanischen Republik mit dem Hafen in der Delagoa-Bucht auf dem benachbarten portugiesischen Kolonialgebiet ging eine langjährige Planungsphase voraus. Die Regierung in Pretoria genehmigte 1870 ein solches Vorhaben für eine private Eisenbahngesellschaft und stellte dafür Flächen von 850 Farmen in Aussicht. Weil die konzessionierte Gesellschaft das zunächst erforderliche Kapital nicht aufbringen konnte, musste das Bauvorhaben verschoben werden. Nach mehreren Jahren weiterer Vorbereitungen entschloss sich die Regierung 1876 den Bau selbst in die Hand zu nehmen. Der portugiesische Offizier Joaquim José Machado unternahm 1881 und 1882 eine erneute Terrainvermessung für die Findung einer optimalen Trassenführung, da einige Goldfelder beidseitig des Crocodile River einen leichten Zugang zu einer Eisenbahnverbindung bekommen sollten.[2]

1872 wurde seitens der Kolonialverwaltung Mosambiks erstmals eine Konzession für den Bau einer Bahnstrecke von Lourenço Marques (seit 1976 Maputo) nach Pretoria vergeben. Zwischen der Regierung der Südafrikanischen Republik und der Kolonialverwaltung wurde 1875 ein entsprechendes Übereinkommen geschlossen.[3] Das Projekt kam zunächst nicht voran. Erst am 1. März 1890 konnte die Strecke von Lourenço Marques zum mosambikanischen Grenzbahnhof Ressano Garcia eröffnet werden.[4]

Ein schweres Hindernis bei den Streckenplanungen auf südafrikanischer Seite bildeten die steilen Berglagen und die tiefen Taleinschnitte unweit von Komatipoort im Bereich des Crocodile River. Diese Geländeeigenschaften hatten einst auch den Bau einer leistungsfähigen Straße verzögert.[2] Außerdem scheiterte in den 1880er Jahren eine Anleihe in Höhe von einer halben Million Pfund am Kapitalmarkt Amsterdam. Die Bauarbeiten begannen am 2. Juni 1887 und wurden nach sieben Jahren am 20. Oktober 1894 abgeschlossen, so dass am 2. November 1894 die Gesamtstrecke für den Verkehr freigegeben werden konnte.[5][6] Die offizielle Eröffnung erfolgte am 8. Juli 1895 durch Präsident Kruger.[7]

Eröffnungsdaten der Streckenabschnitte:[4][8]

  • Lourenço Marques–Ressano Garcia am 1. März 1890
  • Ressano Garcia–Komatipoort am 1. Juli 1891
  • Komatipoort–Hectorspruit am 1. Oktober 1891
  • Hectorspruit–Malelane am 28. Dezember 1891
  • Malelane–Kaapmuiden im März 1892
  • Kaapmuiden–Krokodilpoort im April 1892
  • Krokodilpoort–Nelspruit am 20. Juni 1892
  • Nelspruit–Airlie am 30. Dezember 1893
  • Airie–Pretoria am 2. November 1894
 
NZASM Nummer 994 Vaderland mit 32,3 t Dienstgewicht

Auf südafrikanischer Seite wurde sie durch die 1887 gegründete Nederlandsch-Zuid-Afrikaansche Spoorweg Maatschappij (NZASM) betrieben. Eine Besonderheit bildete die 3,5 Kilometer lange Zahnradbahn (System Riggenbach) zwischen Waterval Boven und Waterval Onder, die neben einem Abschnitt der Benguelabahn die einzige Zahnradbahn in Afrika war. Für den Betrieb der Zahnradstrecke beschaffte die NZASM 1894 bis 1897 bei der Maschinenfabrik Esslingen vier Maschinen der Achsfolge B1'z mit gekuppelten Adhäsions- und Zahnradantrieb. Sie erhielten die Nummern 991 bis 994 und wurden entsprechend ihrem Gewicht unter dem Namen 32-Tonner bekannt.[9] Die 32-Tonner beförderten eine Schiebelast von 110 Tonnen auf der 18 ‰ steilen Adhäsionsstrecke oder auf dem 50 ‰ steilen Zahnstangenanschnitt.[10] Sie wurden als Schiebelokomotive an das Ende des Zuges gekuppelt. Nachdem die Linie durchgängig befahren werden konnte, bildete sie über viele Jahrzehnte hinweg eine der wichtigsten Transportrouten für den Güterverkehr aus dem nördlichen Raum Südafrikas. Bereits vor dem Zweiten Burenkrieg beabsichtigte man den Bau einer Adhäsionsbahn, da sich die Leistungsfähigkeit der Zahnradbahn auf 2500 bis 3000 Tonnen täglich beschränkte, während auf den anschließenden Adhäsionsstrecken 8000 Tonnen transportiert wurden.[11]

Am 1. April 1908 wurde zwischen Waterval Boven und Waterval Onder eine neu trassierte Strecke eröffnet. Die Entfernung der Bahnhöfe Waterval Boven und Waterval Onder stieg von 6,84 auf 13,68 Kilometer. Davon entfallen 12,07 Kilometer auf die Neubaustrecke. Die Kosten dieses Streckenneubaues beliefen sich damals auf 140.000 Pfund.[11] Diese Strecke ist mit einigen Brücken- und Tunnelneubauten der Jahre 1964 bis 1966 bis heute in Betrieb. Der Betrieb der Eisenbahn ging nach dem Ende des Zweiten Burenkrieges auf die Central South African Railways (CSAR) über und ab 1910 auf die South African Railways (SAR/SAS). Im Zuge einer auf wirtschaftliche Unabhängigkeit abzielenden Regierungspolitik unter Pieter Willem Botha und der veränderten politischen Lage im südlichen Afrika wurde 1983 mit dem Bau einer neuen Eisenbahnstrecke von Komatipoort über Swasiland zum Hafen Richards Bay (damals Provinz Natal) begonnen. Somit konnten Frachtgüter aus dem östlichen Transvaal auf politisch sicherem Territorium zu einem eigenen nahen Seehafen geliefert werden.

StreckenbeschreibungBearbeiten

 
Streckenbeginn Pretoria Station

Nachdem die Strecke den Hauptbahnhof in Pretoria verlassen hat, überquert sie den Apiesrivier und verläuft für die nächsten knapp sechs Kilometer nach Osten parallel zum Gautrain. Beide Strecken überqueren den Walkerspruit und tangieren das Loftus-Versfeld-Stadion. In Hatfield endet der Gautrain. Im weiteren Verlauf wird die Nationalstraße N4, die Church Street/Kerkstraat (seit 2012 Stanza Bopape St.[12]) und die Nationalstraße N1 gekreuzt. Kurz vor dem Bahnhof Koedoespoort gibt es über ein Bogendreieck eine Verbindung in Richtung Capital Park. Im weiteren Verlauf wird der Moreletaspruit und der Pienaarsrivier überquert. In Greenview befinden sich Verbindungskurven zu der Bahnstrecke Pyramid South–Sentrarand. Bei Mamelodi verlässt die Bahnstrecke das Stadtgebiet von Pretoria. In Rayton zweigt eine Stichstrecke nach Cullinan im Norden ab. Nach dem Bahnhof Bronkhorstspruit überquert die Strecke den gleichnamigen Fluss. Crown Douglas ist der letzte Bahnhof in der Provinz Gauteng. Als erster Bahnhof in Mpumalanga folgt Balmoral. Kurz nach dem Bahnhof kreuzt die Strecke die N4 und verläuft südlich der Autobahn bis Schoongezicht, ein Stadtteil von eMalahleni.

Der Bahnhof Witbank ist der zentrale Bahnhof in eMalahleni. Hier besteht eine Verbindung über die Richards Bay Coal Line zum Hafen Richards Bay in KwaZulu-Natal. Am nordöstlichen Ende von eMalahleni überquert die Strecke den Olifantsrivier. Ab hier liegt die Strecke im Highveld. Der Bahnhof Middelburg ist 37 Kilometer vom Bahnhof Witbank entfernt. Hier mündet die Strecke von Ermelo ein. Im Anschluss an den Bahnhof überquert die Strecke die Cowen Ntuli Street (Nationalstraße N11). Nördlich des Middelburgdam führt sie über den Klein Olifantsrivier. An der Station Derwent befindet sich ein Abzweig in das reichlich 90 Kilometer entfernte Roossenekal (Limpopo). Kurz vor dem Bahnhof Wonderfontein besteht über ein Bogendreieck eine weitere Verbindung mit Ermelo. Nach 17 Kilometern wird der Bahnhof Belfast erreicht, wo die mittlerweile stillgelegte Strecke nach Lydenburg abzweigt. Nach Belfast führt die Strecke an den Denkmälern der Schlacht von Bergendal vorbei, die vom 21. bis 27. August 1900 dauerte. Östlich der gleichnamigen Station unterquert sie erneut die N4 und erreicht den Bahnhof Machadodorp in eNtokozweni. Hier zweigt die 1908 eröffnete Strecke nach Breyten und Ermelo ab.[1] Nachdem die Strecke Machadodorp verlassen hat, überquert sie den Leeuspruit und schlängelt sich zum Bahnhof Waterval Boven in Emgwenya.

 
Bw Waterval Boven um 1895

In Waterval Boven wurden durch die Südafrikanische Republik 78 ha Land von der Farm Doornhoek für den Bau eines Bahnbetriebswerkes erworben. Hier, am Rand des Highveld, ging zwischen Waterval Boven und Waterval Onder am 20. Juni 1894 eine Zahnradbahn in Betrieb. Auf einer Distanz von 7,5 Kilometern musste ein Höhenunterschied von 208 Metern überwunden werden.

 
Der NZASM-Tunnel mit Zahnstange

Dazu wurde auch direkt neben dem Elandsrivier-Wasserfall ein 213 Meter langer Tunnel errichtet. Unweit des Tunnels wurde eine fünfbogige Steinbrücke, die Five-Arch Bridge/Vyfboogbrug über den Dwaalheuwel Spruit gebaut. Da die Zahnradbahn jedoch ihre Belastungsgrenzen erreichte, wurde eine Adhäsionsstrecke gebaut. Diese führt vom Bahnhof Waterval Boven in einer großen Kurve nach Norden und überquert den Elandsrivier auf einer hohen Brücke. Hier ereignete sich am 15. November 1949 der Eisenbahnunfall von Waterval Boven. Sie folgt im weiteren Verlauf dem Elandsrivier und führt durch den 381 Meter langen Tunnel Nr. 1 hinunter zum Bahnhof Ondervalle. Nach dieser Station erreicht sie den Tunnel Nr. 2 mit einer Länge von 190 Metern. Nach der Kehre „Horseshoe“ überquert sie den Elandsrivier und folgt der N4 zum Bahnhof Waterval Onder. Die Eröffnung erfolgte am 1. April 1908. Zwischen 1964 und 1966 wurden an der Strecke einige Veränderungen vorgenommen. Durch den zweigleisigen Ausbau und die anstehende Elektrifizierung waren die Brücken und Tunnel zu klein. So wurden neue Brücken über den Elandsrivier gebaut. Der Tunnel Nr. 1 bekam 1964 eine zweite Röhre. Sie ist 459 Meter lang. Tunnel Nr. 2 wurde durch einen 316 Meter langen Neubau ersetzt. Die alten Brücken stehen noch heute neben ihren Nachfolgebauten. Der alte NZASM-Tunnel und die Five-Arch Bridge/Vyfboogbrug wurden ab 1908 für den Straßenverkehr bis zum Bau des Elands-Passes im Jahr 1936 genutzt. Seit 1963 sind sie ein National Monument. Am NZASM-Tunnel befinden sich noch heute Gleisreste mit einem Stück Zahnstange.[13][14]

In Waterval Onder ist die Strecke im Lowveld angekommen. Die Bahnstrecke folgt dem Verlauf des Elandsrivier auf der Südseite bis zu dessen Mündung in den Krokodilrivier in der Nähe des Bahnhofes Reception. Dabei führt sie über den Weltevredespruit und den Skoonspruit hinweg. Die N4 folgt ebenfalls diesem Verlauf, wechselt aber hin und wieder die Flussseite und kreuzt dabei auch die Bahnstrecke. Ab Reception verläuft die Bahnstrecke am Krokodilrivier nach Nelspruit,[15] der Provinzhauptstadt. Im Bahnhof Nelspruit zweigt die 1913 eröffnete Bahnstrecke nach Graskop über Sabie ab. Nachdem die Strecke das Stadtzentrum wieder verlassen hat verläuft sie wieder unter der N4 hindurch zum Krokodilrivier. Weiter ostwärts kommt die Delagoabahn an den Mündungen der Flüsse Rietspruit, Tipperary, Blinkwater und Kaaprivier entlang. Kurz vor dem Bahnhof Kaapmuiden wird sie von der N4 überquert. Im Bahnhof Kaapmuiden zweigen die 1896 eröffnete Bahnstrecke nach Barberton und die 1971 eröffnete Strecke nach Tzaneen ab. Auf den 127 Kilometern zwischen Waterval Onder und Kaapmuiden werden 22 Bahnhöfe passiert. Es folgen die Stationen Rockvale, Althorpe und Magnesite, bis die Strecke Malelane erreicht. Zwischen den Bahnhöfen Malelane und Impala verläuft sie nördlich des Malelane Airport. Bis nach Komatipoort liegt die Bahnlinie zwischen dem Krokodilrivier und der N4. Dabei führt sie durch die Bahnhöfe Hectorspruit, Oorsprong, Tenbosch und Koorsboom. Komatipoort ist der Grenzbahnhof Südafrikas. Er ist 472 Kilometer vom Hauptbahnhof Pretoria entfernt. Hier zweigt die im Februar 1986 eröffnete Bahnstrecke nach Richards Bay über Swasiland ab. Des Weiteren bestand eine Bahnstrecke nach Tzaneen, deren südlicher Endpunkt zum Schutz des Kruger-Nationalparks im Jahr 1971 nach Kaapmuiden verlegt wurde.[1] Nun kreuzt die Strecke den Komatirivier und führt zur Staatsgrenze nach Mosambik.

Direkt an der Staatsgrenze befindet sich der mosambikanische Grenzbahnhof Ressano Garcia, dessen Bahnhofsgebäude im Art-déco-Stil erbaut wurde. Der Bahnhof liegt am Rio Incomáti. Nun verläuft die Strecke entlang des Rio Incomáti über Mussone und Incomáti bis nach Chanculo. Über die Stationen Movene und Secongene wird die Stadt Moamba erreicht. Hier zweigte eine Strecke nach Xinavane ab. Diese wurde jedoch stillgelegt.[16] Von Moamba aus führt die Strecke über Maguanza und Pessene nach Tenga, wo am 26. Mai 2002 der Eisenbahnunfall von Tenga geschah. Im weiteren Verlauf werden die Stationen Siduaba, Matola-Gare, Daniel und Bairroda Liberdade erreicht. Es folgt der Bahnhof Machava, wo die Goba-Linie und die Anschlussbahn zum Hafen Matola abzweigen. Die Bahnstrecke kreuzt nach dem Bahnhof Machava den Rio Infulene, wo sich der Abzweig der Limpopo-Linie befindet. Unmittelbar nach dem Abzweig unterquert sie die Nationalstraße EN2 und die Stationen Infulene, sowie Cabine B. Kurz vor dem zwei Kilometer entfernten Endbahnhof Estação do Caminho de Ferro de Maputo wird die Strecke von der 2018 fertiggestellten Brücke Maputo–Katembe überspannt.

BetriebBearbeiten

Neben Güterzügen verkehren auch Personenzüge. In Südafrika betreibt die Metrorail Gauteng auf der Strecke die Relation Pretoria Station–Rayton. Der Shosholoza Meyl verkehrt auf der Relation Komatipoort–Pretoria weiter nach Johannesburg.[17] Rovos Rail hat einzelne Routen im Programm, die über diese Strecke führen. In Mosambik verkehren Personenzüge zwischen Maputo und Ressano Garcia, die in das Vorortbahnsystem MetroBus Maputo eingebunden werden sollen. Ein grenzüberschreitender Personenverkehr findet nicht statt.

WeblinksBearbeiten

Commons: Delagoabahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

NachweiseBearbeiten

  1. a b c Inter-provincial arterial lines.. In: Mpumalanga Provincial Government, Department: Public Works, Roads and Transport. Archiviert vom Original am 18. November 2013. Abgerufen am 30. Juni 2014.
  2. a b Anonymus, [H. Haevernick]: Die Goldfelder von Transvaal. Begleitworte zur Karte. In: Dr. A. Petermanns Mitteilungen, 31. Bd., Justus Perthes, Gotha 1885, S. 89
  3. Neil Robinson: World Rail Atlas and historical summary. Band 7, Seite 59: North, East and Central Africa. World Rail Atlas Ltd., 2009, ISBN 978-954-92184-3-5
  4. a b Portugiesisch-Ostafrika: Mosambik. In: Victor von Röll (Hrsg.): Enzyklopädie des Eisenbahnwesens. 2. Auflage. Band 8: Personentunnel–Schynige Platte-Bahn. Urban & Schwarzenberg, Berlin/Wien 1917, S. 94 f.
  5. The seven-year long construction of Delagoa Bay railway line starts.. In: South African History Online. Archiviert vom Original am 30. Dezember 2013. Abgerufen am 24. Juni 2014.
  6. Building of the Delagoa Bay railway line is completed. It is to be opened for traffic on 2 November 1894.. In: South African History Online. Archiviert vom Original am 14. Juli 2014. Abgerufen am 24. Juni 2014.
  7. Delagoa Bay railway line is officially opened.. In: South African History Online. Abgerufen am 24. Juni 2014.
  8. Colonial history of Nelspruit.. In: South African History Online. Abgerufen am 30. Juni 2014.
  9. Donald Frank Holland: Steam Locomotives of the South African Railways, Volume 1: 1859–1910, Seite 115–117, 126. David & Charles, 1971, ISBN 978-954-92184-3-5
  10. Hans Steffan: Neue Zahnradlokomotiven. In: Die Lokomotive, 1905, S. 164–168 (ANNO – AustriaN Newspapers Online)
  11. a b Franz Baltzer: Die Kolonialbahnen mit besonderer Berücksichtigung Afrikas. Seite 132, 133, Reprint-Verlag-Leipzig, 1916, ISBN 978-3-8262-0233-9
  12. List of Renamed Streets.. In: tshwane.gov.za. Archiviert vom Original am 26. Februar 2014. Abgerufen am 26. Juni 2014.
  13. History of Area.. In: redcliffestate.co.za. Archiviert vom Original am 26. Juni 2014. Abgerufen am 27. Juni 2014.
  14. South Africa’s only rack-assisted railway: Waterval Onder to Waterval Boven.. In: www.railwaysafrica.com. Archiviert vom Original am 29. April 2015. Abgerufen am 27. Juni 2014.
  15. No ruling on Mbombela name change.. In: www.news24.com. Abgerufen am 30. Juni 2014.
  16. PERFIL DO DISTRITO DE MOAMBA PROVÍNCA DE MAPUTO, Seite 14.. In: www.portaldogoverno.gov.mz. Archiviert vom Original am 14. Juli 2014. Abgerufen am 6. Juli 2014.
  17. Train Routes. www.shosholozameyl.co.za. 15. Juni 2017. Abgerufen am 15. Juni 2017.