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Bahnstrecke Lehrte–Celle
Streckennummer (DB):1720
Kursbuchstrecke (DB):360.6.7; bis 2008: 360.3
Streckenlänge:28 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Stromsystem:15 kV 16,7 Hz ~
Höchstgeschwindigkeit:140 km/h
Strecke – geradeaus
Strecke von Braunschweig
   
Strecke von Hildesheim
   
Strecke von Wolfsburg
Bahnhof, Station
16,1 Lehrte
Gleisdreieck – geradeaus, nach links, von links
Strecke von/nach Hannover
Straßenbrücke
A 2
S-Bahnhalt…
19,1 Aligse
S-Bahnhof
24,5 Burgdorf
   
ehem. Burgdorfer Kreisbahnen nach Hänigsen
S-Bahnhalt…
28,9 Otze
Straßenbrücke
B 3
S-Bahnhof
33,0 Ehlershausen
BSicon STR.svg
   
ehem. Strecke von Braunschweig,
  Allertalbahn von Gifhorn
BSicon STR.svg
   
Strecke von Hannover
   
ehem. Allertalbahn von Schwarmstedt
Bahnhof, Station
44,1 Celle
Strecke – geradeaus
Strecke nach Hamburg

Die Bahnstrecke Lehrte–Celle ist eine Hauptbahn östlich und nordöstlich von Hannover. Sie verbindet den Bahnknoten Lehrte mit Celle. In Celle schließt sie an die heutige Bahnstrecke Hannover–Hamburg an. Bis zur Inbetriebnahme der direkten Verbindung zwischen Langenhagen und Celle – der „Hasenbahn“ – am 15. Mai 1938, beziehungsweise deren zweigleisigen Ausbau 1964 und Elektrifizierung 1965 war sie selber Bestandteil dieser Fernstrecke. Heute dient sie dem Nord-Süd-Güterverkehr und wird im Nahverkehr von den beiden Linien S 6 und S 7 der S-Bahn Hannover befahren.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

 
Streckenanfang in Lehrte. Rechts nach Celle, links nach Hannover

Die Strecke wurde als nördlicher Ast der „Kreuzbahn“ von den Königlich Hannöverschen Staatseisenbahnen zusammen mit den Bahnstrecken Hannover–Braunschweig und Lehrte–Hildesheim geplant und am 15. Oktober 1845 eröffnet. Am 1. Mai 1847 folgte die Verlängerung in die (damals hannoversche) Stadt Harburg.

Der Haltepunkt Otze wurde 1896 eröffnet.[1]

Die Einführung in den Bahnhof Lehrte von Westen machte es nötig, dass alle Züge Hannover–Celle durch das „Kopfmachen“ in Lehrte einen Fahrtrichtungswechsel machten. Mit dem Bau der Güterumgehungsbahn Hannover wurde auch eine direkte Verbindung zur Bahnstrecke Hannover–Lehrte gebaut und am 1. Mai 1906 eröffnet, sie machte eine Umfahrung des Personenbahnhofes Lehrte möglich. Am 6. April 1965 wurde der elektrische Betrieb eröffnet.

Für die S-Bahn Hannover wurden vor dem Start im Jahr 2000 die Bahnsteige an dieser Strecke auf die Höhe von 76 Zentimeter erhöht und modernisiert. Im November 2000 wurde die erste S-Bahnlinie auf der Strecke eingeführt. Sie fuhr damals als Linie S 3 zwischen Hannover und Celle mit Fahrtrichtungswechsel im Bahnhof Lehrte. Neben der S-Bahnlinie verkehrte bis Dezember 2008 eine direkte Regionalexpress-Linie zwischen Hannover und Celle ohne Halt in Lehrte. Diese Linie wurde im Dezember 2008 von lokbespannten Zügen mit n-Wagen auf Elektrotriebzüge umgestellt und in das S-Bahnnetz integriert.

BedienungsangebotBearbeiten

Die Strecke wird heute im Nahverkehr durch zwei stündliche S-Bahnlinien bedient. Die Linie S 6 folgt dem Linienverlauf von Hannover Hauptbahnhof über die Verbindungskurve und Burgdorf nach Celle ohne Halt in Lehrte. Die Linie S 7 verkehrt auf dem Linienweg Hannover Hauptbahnhof über Lehrte und Burgdorf nach Celle, bei dieser Linie besteht im Bahnhof Lehrte fünf Minuten Aufenthalt mit Fahrtrichtungswechsel. Fahrplanmäßigen Personenfernverkehr gibt es auf dieser Strecke nicht mehr.

LiteraturBearbeiten

  • Matthias Blazek: Die Bahnstrecke Lehrte–Celle wurde im Jahre 1845 in Betrieb genommen. Großmoor, Adelheidsdorf 2014, ISBN 978-3-00-045759-3, S. 81–114.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ortsgeschichte Otze. Archiviert vom Original am 2. April 2015; abgerufen am 14. Januar 2017.