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Bahnstrecke Karlberg/Tomteboda–Värtan

Bahnstrecke in Schweden
Karlberg/Tomteboda–Värtan
Värtabanan am Norra Djurgården
Värtabanan am Norra Djurgården
Streckennummer:27
Streckenlänge:6,120 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Stromsystem:15 kV 16 2/3 Hz ~
Höchstgeschwindigkeit:Bandel 405
(Tomteboda)–Värtan 40[1] km/h
Betriebsstellen und Strecken[2]
Strecke – geradeaus
Hagalund und Betriebswerk Hagalund
   
Bahnstrecke Stockholm–Örebro von Västerås
Bahnhof ohne Personenverkehr
0 Tomteboda
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Bahnstrecke Stockholm–Sundsvall von Sundsvall
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Bahnhof ohne Personenverkehr
1,211 Stockholm Norra
   
1,8 Norrtull
   
2,3 Stallmästaregården (bis 1893)
   
2,5 Albano (Pers.-Halt bis 1913, Ladestelle bis 1969)
   
nach Stockholm Ö (Roslagsbanan, bis 1996)
Planfreie Kreuzung – unten
Roslagsbanan
   
3,5 Ugglevikskällan (1882–1903)
   
4 Skuggan (auch "Kattrumpedalen", bis 1913)
Bahnhof ohne Personenverkehr
4,794 Värtan
   
5 Värtans hållplats (bis 1910)
   
Husarviken / Värtagasverket
   
Tunnelbanan Linie T13 (seit 1967)
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Husarviken / Lidingöbanan
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Eisenbahnfähre nach Åbo (eingestellt Ende 2011)
   
5,5 Värtans station
   
Freihafen / Containerhafen
   
Ölhafen Loudden

Die Bahnstrecke Karlberg/Tomteboda–Värtan (schwedisch Värtabanan) ist eine normalspurige elektrifizierte Bahnstrecke zwischen dem Hafen Värtan und den Bahnhöfen Karlberg und Tomteboda in Schweden. Die Strecke verläuft im Stadtgebiet von Stockholm.

GeschichteBearbeiten

Statens Järnvägar (SJ) eröffnete am 15. Mai 1882 die Bahnstrecke zwischen Karlberg und Värtan für den Gesamtverkehr sowie den Abschnitt Tomteboda und Norrtull, dem heutigen Bahnhof Stockholm Norra, für den Güterverkehr.[3] Vier Jahre später wurde die Strecke um die Verbindung von Albano nach Stockholms östra erweitert.[4] Damit wurde das Streckennetz von Stockholm–Roslagens Järnvägar mit dem übrigen schwedischen Netz verbunden. Dieser Abschnitt wurde am 1. Juni 1969 offiziell stillgelegt.[5]

Die Elektrifizierung des sechs Kilometer langen Teilstück Tomteboda – Värtan erfolgte 9. Juni 1905 als Einphasenwechselstrom-Versuchsbetrieb mit Spannungen zwischen 5000 und 22 000 Volt und einer Frequenz von 25 Hertz unter der Leitung von Robert Dahlander. Hierfür stellten die deutschen Siemens-Schuckert-Werke und die Westinghouse Electric, letztere in Kooperation mit den US-amerikanischen Baldwin Locomotive Works je eine Elektrolokomotive, die AEG die elektrische Ausrüstung für je zwei „Motorwagen“ und Beiwagen bei. Die Versuche waren Teil einer Machbarkeitsstudien für die Elektrifizierung des Schienennetzes der SJ. Detaillierte Untersuchungen aller Komponenten der Fahrzeuge und der Energieversorgung sowie der Kosten führten zum Schluss, dass in sich in naher Zukunft für den elektrischen Bahnbetrieb Einphasenwechselstrom durchsetzen werde.[6] 1908 wurde der elektrische Betrieb wieder eingestellt. Die Inbetriebnahme der erneuten Elektrifizierung mit Einphasenwechselstrom 15 kV 16 ⅔ Hz erfolgte am 1. Juni 1939.[7]

PersonenverkehrBearbeiten

Mit der Eröffnung wurde der Personenverkehr nach Värtan aufgenommen. Diese Personenzüge wurden am 15. April 1913 eingestellt, lediglich Militärpersonal wurde bis 1918 von SJ befördert. Seither ist die Strecke eine reine Güterbahn.[8]

Lediglich in der Mitte der 1980er Jahre wurde der Personenverkehr noch einmal aufgenommen, es verkehrten von Värtan aus für einige Jahre Autoreisezüge mit Reisezugwagen nach Norrland.

Das Hafengebiet und die Gleisanlagen bis zum Ufer des Lilla Värtan, der Lidingö von Stockholm trennt, wurde mehrmals erweitert. Es umfasst neben dem Värtahamnen den Freihafen sowie den Ölhafen Loudden und ein Container-Terminal.

FährverkehrBearbeiten

Im Värtahamnen legen seit 1966 Autofähren von Silja Line in Richtung Finnland ab. Eisenbahnfähren verkehrten von 1967 bis 1976 nach Nådendal und erneut ab 1989 nach Åbo.[9] Die Eisenbahnfährlinie zwischen Åbo und Stockholm wurde zur Jahreswende 2011/12 eingestellt.[10]

StreckengeschwindigkeitBearbeiten

Die Höchstgeschwindigkeit auf der Strecke betrug lange Zeit nur noch 40 km/h. 2003 wurde die Strecke instand gesetzt und kann seither mit 70 km/h befahren werden. Zusätzlich wurde die automatische Zugbeeinflussung (ATC) installiert.

Im Zusammenhang mit den Bauarbeiten zum Norra länken wurde die Höchstgeschwindigkeit wieder auf 40 km/h herabgesetzt.[11][12]

Nach dem Abschluss der Bauarbeiten an der Straßenverkehrsverbindung soll die Bahnstrecke in einen Tunnel verlegt werden, der 2017 fertiggestellt sein soll.[13]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. JNB 2018 Bilaga 3.E STH och medelhastighet per sträcka. (PDF) Utgåva 2018–04–20. trafikverket.se, 29. Mai 2018, S. 134, abgerufen am 30. September 2018 (schwedisch).
  2. Karlberg–Albano–Värtan–Loudden Oljehamn. Bandel 327. In: banvakt.se. Abgerufen am 29. Oktober 2013 (schwedisch).
  3. Lars-Olof Karlsson: Järnvägar i historien. 1882. 31. März 1996, abgerufen am 6. November 2013 (schwedisch).
  4. Lars-Olof Karlsson: Järnvägar i historien. 1886. 31. März 1996, abgerufen am 6. November 2013 (schwedisch).
  5. Lars-Olof Karlsson: Järnvägar i historien. 1969. 31. März 1996, abgerufen am 6. November 2013 (schwedisch).
  6. Robert Dahlander: Versuche mit elektrischem Betrieb auf Schwedischen Staats-Eisenbahnen ausgeführt während der Jahre 1905/07. Autorisierte verkürzte Übersetzung des Berichtes an die konigl. Generaldirektion der Staatsbahnen. R. Oldenbourg, München und Berlin 1908.
  7. Rolf Sten: Elektrifiering och elektrisk drift. 2. April 2012, abgerufen am 31. Oktober 2013 (schwedisch).
  8. Lars-Olof Karlsson: Järnvägar i historien. 1913. 31. März 1996, abgerufen am 6. November 2013 (schwedisch).
  9. Värtahamnen. Stockholms Hamn AB, abgerufen am 6. November 2013 (schwedisch).
  10. Green Cargo och VR avvecklar SeaRail. Green Cargo, 7. Oktober 2011, abgerufen am 12. Februar 2016 (schwedisch).
  11. Om projektet Norra länken. Trafikverket, 17. Dezember 2015, archiviert vom Original am 23. Oktober 2015; abgerufen am 30. September 2018 (schwedisch).
  12. Linjebok Huvudsta–Tomteboda–Stockholm N–Värtan. (PDF; 51 kB) Trafikverket, 13. August 2018, abgerufen am 30. September 2018 (schwedisch).
  13. E 4/E 20 Tomteboda - Haga Södra Arbetsplan. (PDF; 233 kB) Trafikverket, 30. September 2009, archiviert vom Original am 25. Juli 2014; abgerufen am 12. Februar 2016 (schwedisch).