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Brno dolní nádraží–Vlárský průsmyk[1]
Kursbuchstrecke (SŽDC):340, 341
Streckenlänge:163,500 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Stromsystem:25 kV 50 Hz =
Höchstgeschwindigkeit:100 km/h
Zweigleisigkeit:Odb. Slatinská–Veselí nad Moravou
Strecke – geradeaus
von Brno-Horní Heršpice (vorm. StEG)
Bahnhof ohne Personenverkehr
0,000 Brno dolní nádraží
   
nach Brno hlavní nádraží (vorm. StEG)
   
Odb. Křenová
   
nach Tišnov (bis 1953; vorm. StEG)
   
Brno-Černovice (Übergang zur Strecke Brno-Černovice–Lišeň)
   
Odb. Černovice
   
nach Brno-Židenice (vorm. StEG)
   
2,230 von Brno hl. n. (Komárovská spojka, seit 1927)
   
Verbindungsbahn zur Strecke Brno-Černovice–Lišeň
   
2,272 von Brno-Židenice (vorm. StEG)
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
Odb. Slatinská
   
Brno-Černovice–Lišeň
Bahnhof, Station
6,105 Brno-Slatina
Straßenbrücke
Dálnice 1
Bahnhof, Station
10,422 Šlapanice
   
Říčka
Haltepunkt, Haltestelle
12,556 Ponětovice
Bahnhof, Station
16,264 Blažovice
   
vlečka Cementárna Mokrá
   
Verbindungsbahn nach Holubice (Blažovická spojka)
Planfreie Kreuzung – oben
Brno–Přerov
Brücke über Wasserlauf (klein)
Rakovec
Haltepunkt, Haltestelle
20,516 Křenovice dolní nádraží
   
Litava
Bahnhof, Station
23,743 Slavkov u Brna
Straßenbrücke
Silnice I/54
   
Litava
Haltepunkt, Haltestelle
28,418 Křižanovice
Haltepunkt, Haltestelle
31,270 Marefy
   
Litava
Bahnhof, Station
33,342 Bučovice
Brücke über Wasserlauf (klein)
Litava
Brücke über Wasserlauf (klein)
Litava
Haltepunkt, Haltestelle
37,081 Nevojice
   
Litava
Bahnhof, Station
40,035 Nesovice
   
Litava
Haltepunkt, Haltestelle
44,117 Brankovice
   
von Koryčany (vorm. LB Nemotitz–Koritschan)
Bahnhof, Station
47,710 Nemotice
   
Kyjovka
Haltepunkt, Haltestelle
53,668 Jestřabice
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
57,963 Hr. Bohuslavice u Kyjova
   
Kyjovka
   
Kyjovka
   
Kyjovka
Bahnhof, Station
62,425 Kyjov
Straßenbrücke
Silnice I/54
   
nach Mutěnice (vorm. BLEG)
   
Kyjovka
Haltepunkt, Haltestelle
64,368 Kyjov zastávka
Kilometer-Wechsel
67,300
68,900
Bahnhof, Station
70,172 Vlkoš
Haltepunkt, Haltestelle
74,300 Vracov
Bahnhof, Station
77,694 Bzenec
   
nach Moravsky Písek (vorm. LB Bisenz–Gaya)
Planfreie Kreuzung – unten
(Wien–) Břeclav–Bohumín (–Krakow)
Brücke über Wasserlauf (klein)
Baťův kanál
   
Morava
   
von Sudoměřice nad Moravou (vorm. StEG)
Bahnhof, Station
87,828 Veselí nad Moravou
   
nach Nové Mesto nad Váhom
   
Silnice I/54
Haltepunkt, Haltestelle
Veselí nad Moravou-Milokošť (seit 2017)
Bahnhof, Station
91,692 Uherský Ostroh
   
Okluky
Straßenbrücke
Silnice I/55
Bahnhof, Station
95,720 Ostrožská Nová Ves
Haltepunkt, Haltestelle
96,840 Ostrožská Nová Ves lázně
Haltepunkt, Haltestelle
99,402 Kunovice zastávka
Brücke über Wasserlauf (klein)
Olšava
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
100,702 odb. Olšavská
   
nach odb. Hradišťská
Straßenbrücke
Silnice I/50
   
von Staré Město u Uherského Hradiště(vorm. ÖLEG)
Bahnhof, Station
101,389 Kunovice
Haltepunkt, Haltestelle
103,950 Vésky
Haltepunkt, Haltestelle
106,098 Popovice u Uherského Hradiště
   
Olšava
   
Olšava
Bahnhof, Station
109,931 Hradčovice
Haltepunkt, Haltestelle
114,005 Havřice
Bahnhof, Station
116,164 Uherský Brod
   
Olšava
   
Olšava
Bahnhof, Station
119,582 Újezdec u Luhačovic
   
nach Luhačovice (vorm. LB Aujezd–Luhatschowitz)
   
Šťávnice
Haltepunkt, Haltestelle
122,625 Šumice
Bahnhof, Station
124,754 Nezdenice
Haltepunkt, Haltestelle
127,151 Záhorovice
Bahnhof, Station
129,369 Bojkovice
   
Olšava
Haltepunkt, Haltestelle
130,757 Bojkovice město
Haltepunkt, Haltestelle
133,530 Pitín zastávka
   
Olšava
   
137,142 Pitín
Haltepunkt, Haltestelle
139,490 Hostětín
Bahnhof, Station
143,988 Slavičín
Haltepunkt, Haltestelle
147,100 Divnice
Bahnhof, Station
148,409 Bohuslavice nad Vláří
   
Vlára
   
Vlára
Haltepunkt, Haltestelle
153,460 Popov
   
Vlára
   
von Horní Vsetín
   
Brumovka
Bahnhof, Station
157,761 Bylnice
Straßenbrücke
Silnice I/57
Haltepunkt, Haltestelle
160,900 Svatý Štěpán
Bahnhof, Station
162,880 Vlárský průsmyk
Grenze
163,500 Staatsgrenze Tschechien-Slowakei
Strecke – geradeaus
nach Trenčianska Teplá (vorm. StEG)

Die Bahnstrecke Brno–Vlárský průsmyk ist eine Eisenbahnstrecke in Tschechien, die ursprünglich von der priv. Österreichisch-ungarischen Staatseisenbahngesellschaft erbaut und betrieben wurde. Sie verläuft von Brno (Brünn) über Veselí nad Moravou (Wessely an der March) nach Vlárský průsmyk (Wlarapass). Zwischen Brno und Veselí nad Moravou ist sie als Hauptbahn („celostátní dráha“) klassifiziert, auf dem restlichen Abschnitt bis zur Grenze wurde sie zur Nebenbahn („regionální dráha“) herabgestuft. Der Abschnitt von Brno bis Blažovice wurde 1996 elektrifiziert, der restliche Streckenteil ist nicht-elektrifiziert, aber vollständig zweigleisig.

Der landläufige Name für die Bahn ist Vlárská dráha oder Vlárská trať. Heute ist die Strecke für Reisende in zwei Abschnitte geteilt: 340 und 341 in der Tschechischen Republik und Nr. 123 in der Slowakischen Republik. Die Strecke verläuft überwiegend am Fluss Vlára entlang.

GeschichteBearbeiten

Die Konzession für die „Eisenbahn von Schimitz an die Landesgrenze am Wlarapasse mit eventuellen Abzweigungen nach Koritschan und Straßnitz“ erhielt die StEG am 22. Oktober 1884.[2]

1883–1888 wurde die Strecke zum Wlarapaß (Brno–Vlárský průsmyk) als Teil einer Böhmisch-Mährischen Transversalbahn von der Bayrischen Grenze bis zum Wlarapass in mehreren Etappen erbaut. Ausgangspunkt der Strecke war laut Konzession[3] ursprünglich Schimitz (Židenice) bei Brünn, später dann der Rossitzer Bahnhof (Rosické nádraží), jetzt Brno dolní nádraží. Die Konzession für den Abschnitt Brno dolní nádraží–Brno-Černovice wurde am 9. November 1888 nachträglich erteilt.[4] Zur Herstellung der Strecke wurden die bereits bestehenden Lokalbahnen Hradisch-Ungarisch Brod (Uherské Hradiště-Uherský Brod) und Bisenz-Gaya (Bzenec-Kyjov) aufgekauft.

Der Bau der Strecke wurde in einzelnen Abschnitten wie folgt in den Betrieb genommen:[5]

  • 1. April 1883: Kunovice–Ungarisch Brod
  • 20. Juli 1884: Kyjov–Bzenec
  • 4. Juni 1887: Bzenec–Kunovice
  • 10. Oktober 1887: Brno–Kyjov
  • 28. Oktober 1888: Ungarisch Brod–Trenčianska Teplá

In diesem Zusammenhang wurde ebenfalls 1886 die Verlängerung der Strecke von Segen Gottes (Zastávka) nach Iglau (Jihlava) mit Anschluss an die Österreichische Nordwestbahn gebaut. Somit führte nun diese Bahn aus Iglau kommend über Strelitz (Střelice) zum Rossitzer Bahnhof. Bereits 1870 hatte die priv. Österreichisch-ungarischen Staatseisenbahngesellschaft den Abschnitt Strelitz-Brünn der Brünn-Rossitzer Eisenbahn gepachtet und die BRE 1877 endgültig übernommen. Der Verkehr fand damit vollständig auf Gleisen der priv. Österreichisch-ungarischen Staatseisenbahngesellschaft statt. Vom Rossitzer Bahnhof konnte über die seit 1870 bestehende Verbindung zum Staatsbahnhof dieser erreicht oder über Czernowitz direkt nach Wlarapaß gefahren werden. Seit 1904 besteht südlich der Bahnhöfe eine Verbindung von der Rossitzer Bahn auf die Nordbahn, so dass nun Züge aus Strelitz den jetzigen „Centralbahnhof“ auch unter Umgehung des Rossitzer Bahnhofs (Brno dolní nádraží) anfahren können. Züge nach Wlarapass verkehren in Kursbüchern jener Zeit vom Hauptbahnhof über Schimitz (Židenice) und Czernowitz (Černovice) anscheinend unter zweimaligem „Kopfmachen“ nach Wlarapass[6].

Am 15. Mai 1927 wurde die Verbindungsbahn („Komárovská spojka“) von Brno hlavní nádraží (Brünn Hbf) nach Černovice in Betrieb genommen. Alle Reisezüge von Brno hlavní nádraží nach Wlarapass können nun direkt über Czernowitz (Černovice) fahren.

Am 1. Januar 1993 ging die Strecke im Zuge der Auflösung der Tschechoslowakei an die neu gegründeten České dráhy (ČD) über. Seit 2003 gehört sie zum Netz des staatlichen Infrastrukturbetreibers Správa železniční dopravní cesty (SŽDC).

Am 28. Februar 2012 wurde der Abschnitt Kunovice–Vlárský průsmyk zur Nebenbahn („regionální dráha“) abgestuft.[7] Gleiches erfolgte später für den Abschnitt Veselí nad Moravou–Kunovice.[8]

Am 10. Dezember 2017 wurde die Haltestelle Veselí nad Moravou-Milokošť neu eröffnet. Die neue Zugangsstelle erhielt einen 100 Meter langen Bahnsteig mit einer Systemhöhe von 550 Millimetern über Schienenoberkante.[9]

LiteraturBearbeiten

  • Victor Freiherr von Röll: Enzyklopädie des Eisenbahnwesens, Zweite, vollständig neu bearbeitete Auflage 1912–1923[10]
  • Geschichte der Eisenbahnen der österreichisch-ungarischen Monarchie. Band: 1–4. Karl Prochaska, Wien 1898, DNB 982095198.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Zdeněk Hudec u. a.: Atlas drah České republiky 2006–2007. 2. Auflage. Verlag Pavel Malkus, Praha 2006, ISBN 80-87047-00-1.
  2. Reichsgesetzblatt für die im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder vom 25. November 1884
  3. Geschichte der Eisenbahnen der österreichisch-ungarischen Monarchie. Band 1, Karl Prochaska, Wien 1898 S. 298
  4. Kundmachung des Handelsministeriums vom 17. November 1888
  5. Mojmír Krejčiřík: Po stopách našich železnic. NADAS, Prag 1991, ISBN 80-7030-061-2, S. 267.
  6. http://csd1918.wz.cz/1918s124.jpg Kursbuch Winter 1918/19 Strecke 218
  7. „Několik tratí v ČR se změní na regionální tratě“ auf www.zelpage.cz
  8. Karte M02 mit Stand vom 12. November 2013 (Memento vom 5. Juli 2016 im Internet Archive) und Karte M02 mit Stand vom 2. November 2015 (Memento vom 19. November 2017 im Internet Archive)
  9. Pressemitteilung der SŽDC vom 8. Dezember 2017
  10. Online-Ausgabe