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Bahnstrecke Bremerhaven–Cuxhaven

Eingleisige, nicht elektrifizierte Bahnstrecke im Norden Niesersachsens
Bremerhaven–Cuxhaven
Streckennummer (DB):1740 (Brhv Hbf–Brhv-Speckenbüttel)
1310 (Brhv-Speckenbüttel–Cuxhaven)
Kursbuchstrecke (DB):125
Streckenlänge:44,1 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse:CE
Stromsystem:15 kV 16,7 Hz ~
Bundesland: Bremen, Niedersachsen
Strecke – geradeaus
von Bremen
Bahnhof, Station
184,3 Bremerhaven Hbf seit 1914
   
Geeste
Bahnhof, Station
187,8 Bremerhaven-Lehe
Bahnhof ohne Personenverkehr
189,2 Bremerhaven-Lehe Abstellbahnhof
   
190,4 Bremerhaven-Speckenbüttel
   
nach Bad Bederkesa
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Speckenbüttel (früher Speckenbüttel Vbf)
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Columbuskaje / Stadtbremisches Überseehafengebiet
Kilometer-Wechsel
190,7 Streckenwechsel 1740 / 1310
   
Ländergrenze Bremen / Niedersachsen
   
Grauwallkanal
   
195,6 Imsum
Haltepunkt, Haltestelle
199,4 Wremen
   
202,5 Mulsum
Bahnhof, Station
205,4 Dorum
   
209,8 Cappel-Midlum
   
213,3 Spieka
Bahnhof, Station
216,2 Nordholz
   
zur Kaserne Altenwalde
   
222,3 Altenwalde
   
von Hamburg
Kopfbahnhof – Streckenende
228,4 Cuxhaven

Die Bahnstrecke Bremerhaven–Cuxhaven ist eine dieselbetriebene, eingleisige Nebenbahn im Elbe-Weser-Dreieck. Sie dient heute fast nur noch dem Personenverkehr und hat überregionale Bedeutung für den Ferienverkehr, wird jedoch nur im Nahverkehr bedient. Sie ist von Bremerhaven Hauptbahnhof bis Cuxhaven 44 km lang, die eigentliche Nebenbahn vom Abzweig in Bremerhaven-Speckenbüttel bis Cuxhaven etwa 36 km. Von Bremerhaven Hbf bis zum Abzweig Speckenbüttel und von dort weiter zum Rangierbahnhof Speckenbüttel ist die Strecke elektrifiziert.

StreckeBearbeiten

Der Lauf der meisten Züge beginnt in Bremerhaven Hauptbahnhof. Über Bremerhaven-Lehe bis zum ehemaligen Bahnhof Speckenbüttel fahren die Züge über die elektrifizierte Hauptstrecke zum Bremerhavener Rangierbahnhof, in Speckenbüttel beginnt die eigentliche Strecke. Von hier bis kurz vor Nordholz verläuft die Bahn über Wremen und Dorum durch die Marsch des Landes Wursten. Von Nordholz bis Altenwalde wird der GeestrückenHohe Lieth“ mit einigen Einschnitten gequert. Die Strecke trifft in Cuxhaven-Groden auf die Niederelbebahn und wird zusammen mit ihr in den Kopfbahnhof Cuxhaven geführt.

BahnhöfeBearbeiten

Seit der Betriebsübernahme durch die Nordseebahn wurden die Bahnhöfe Bremerhaven-Lehe, Wremen, Nordholz und Cuxhaven umfangreich modernisiert, wobei der Bahnhof Nordholz im Zuge des Umbaus zu einem eingleisigen Haltepunkt zurückgebaut wurde; dadurch bestand jahrelang nur noch in Dorum eine Möglichkeit für Zugbegegnungen, die Strecke war werktags durch den Personenverkehr voll ausgelastet. Dorum wurde 2014 umgebaut. Der Wiederaufbau eines zweiten Gleises in Nordholz, jedoch ohne Bahnsteig, erfolgte im September 2014. Im November 2014 wurde dieses Kreuzungsgleis feierlich eingeweiht, ohne dass die DB und der teilnehmende Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, der Cuxhavener Bundestagsabgeordnete Enak Ferlemann (CDU), darauf hinwiesen, dass hier im Wesentlichen nur der alte Zustand wiederhergestellt wurde.[1] Gleichzeitig wurden Dorum und Nordholz auf elektronische Stellwerkstechnik umgerüstet. Der Bremerhavener Hauptbahnhof wurde bis 2011 modernisiert. Das Cuxhavener Empfangsgebäude wird zurzeit grundlegend modernisiert.

Ehemalige StationenBearbeiten

 
Ehemaliges Bahnhofsgebäude Speckenbüttel

Bis 1991 wurde außerdem in Altenwalde, Spieka, Cappel-Midlum und Mulsum gehalten. Schon 1975 war der Haltepunkt in Imsum aufgegeben worden. Der Bahnhof Bremerhaven-Speckenbüttel wurde im Jahr 2001 stillgelegt.

Der Halt in Cappel-Midlum wurde 1992 nach erheblichen Protesten vor Ort wieder bedient. Die Zahl der Fahrgäste war aber wenige Monate nach der Wiedereröffnung noch geringer als vor der Schließung. Daraufhin ließ die Bundesbahn den Halt beim nächsten Fahrplanwechsel endgültig schließen. Der Bahnsteig wurde wenig später entfernt.

Betrieb und GeschichteBearbeiten

Die Strecke von Cuxhaven nach Wesermünde (Lehe) – damalige Benennung des heutigen Bahnhofes Bremerhaven-Lehe – wurde am 1. Juni 1896 eröffnet.[2]

FahrplanBearbeiten

Werktags außer samstags besteht von 5:00 Uhr bis 23:00 Uhr ein durchgehender Stundentakt. Auch am Wochenende wird seit dem Fahrplanwechsel 2011 / 2012 im Stundentakt gefahren. Auf ihrer Fahrt hält die Regionalbahn in Bremerhaven Hbf, Bremerhaven-Lehe, Wremen, Dorum (Wesermünde), Nordholz und Cuxhaven.

Ehemaliger FernverkehrBearbeiten

 
D-Zug im Bahnhof Cuxhaven (1993)

Bis 2001 bestand Fernverkehr auf der Strecke; danach wurden die letzten Interregio nach Luxemburg und Saarbrücken aufgegeben. Schon zuvor waren Kurswagenverbindungen nach Aachen oder Stuttgart eingestellt worden.

Betrieb und FahrzeugeinsatzBearbeiten

Der Personennahverkehr wurde vom 14. Dezember 2003 bis Dezember 2011 von der Nordseebahn, einer Kooperation der DB Regio AG und der Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH (EVB), erbracht.

Nach einer Ausschreibung gemeinsam mit der Bahnstrecke Bremerhaven–Buxtehude („Weser-Elbe-Netz“) durch die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) im Jahr 2010 hat die EVB den Zuschlag für beide Strecken erhalten. Seit dem 11. Dezember 2011 wird der Verkehr von ihr durchgeführt.

Zum Einsatz kommen hier fünf Dieseltriebwagen des Typs LINT 41 in den Farben blau, gelb und weiß, die aus dem Fahrzeugpool der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG) gemietet werden. Die Züge haben die dreißig bis vierzig Jahre alten Triebwagen der Baureihen 614 und 624 abgelöst. Seit Mitte September 2018 fahren auch zwei mit Wasserstoff betankte iLint-Wasserstoffzüge auf der Strecke.[3]

GüterverkehrBearbeiten

 
Bremerhaven Abstellbahnhof Lehe

Da längere Einheiten sich auf der Strecke nicht begegnen konnten, war Güterverkehr nur nachts möglich. Im Herbst 2014 wurde deshalb am Bahnhof Nordholz ein Ausweichgleis reaktiviert und auf 1000 m verlängert. Dieses ermöglicht, dass auch am Tage jetzt Güterverkehr auf der eingleisigen Strecke stattfinden kann. Somit muss der Güterverkehr ins Bremer Umland nicht mehr über den Großbereich Hamburg abgewickelt werden.

ZukunftBearbeiten

Der Neubau eines Haltepunktes in Altenwalde/Franzenburg scheiterte im ersten Anlauf daran, dass die Stadt Cuxhaven die geforderte Kostenbeteiligung abgelehnt hat. Am 28. März 2019 wurde zwischen Land Niedersachsen, LNVG und DB vereinbart, dass in Altenwalde und in Cappel-Midlum (alternativ Spieka) wieder Haltepunkte eingerichtet werden sollen.[4]

Es wird erwogen, den 1991 geschlossenen und 2001 rückgebauten Bahnhof Bremerhaven-Speckenbüttel neu zu errichten.[5]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. UNTERM STRICH: Bahnbrechende Planung Deutsche Bahn legt abgerissenes Ausweichgleis wieder an auf badische-zeitung.de
  2. Handbuch der deutschen Eisenbahnstrecken, Dumjahn, 1984
  3. Weltpremiere: Der erste Wasserstoffzug ist ab Buxtehude unterwegs, kreiszeitung-wochenblatt.de, 18. September 2018.
  4. Reaktivierung von Stationen. Abgerufen am 30. März 2019.
  5. Bahnhof für Speckenbüttel? (Memento vom 9. September 2012 im Webarchiv archive.today)