Hauptmenü öffnen

Bahnstrecke Arnstadt–Saalfeld

Hauptbahnstrecke in Thüringen
Arnstadt Hbf–Saalfeld (Saale)
Strecke der Bahnstrecke Arnstadt–Saalfeld
Streckennummer:6299
Kursbuchstrecke (DB):561
Streckenlänge:47,8 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Höchstgeschwindigkeit:100 km/h
Strecke – geradeaus
von Erfurt
Bahnhof, Station
0,0 Arnstadt Hbf
   
nach Ichtershausen
   
nach Schweinfurt
Brücke über Wasserlauf (mittel)
Gera
Planfreie Kreuzung – unten
4,7 Neubaustrecke Ebensfeld–Erfurt
Straßenbrücke
4,8 Bundesautobahn 71
Haltepunkt, Haltestelle
5,6 Marlishausen
   
10,9 Niederwillingen (bis 1928 Roda-Niederwillingen)
Brücke über Wasserlauf (mittel)
Wipfra
Haltepunkt, Haltestelle
12,2 Niederwillingen
   
Bundesstraße 87
   
Ilmtalviadukt
Bahnhof, Station
15,9 Stadtilm
Straßenbrücke
Bundesstraße 90
Haltepunkt, Haltestelle
20,9 Singen (Thür)
Haltepunkt, Haltestelle
25,8 Paulinzella
   
von Katzhütte
Bahnhof, Station
31,1 Rottenbach
Brücke (mittel)
Bundesstraße 88
   
34,3 Quittelsdorf (bis 2011, bis 1954 Leutnitz)
Brücke über Wasserlauf (mittel)
Schwarza
Bahnhof, Station
39,1 Bad Blankenburg (Thüringerw)
   
nach Rudolstadt
Brücke (mittel)
Bundesstraße 85
   
42,8 Wöhlsdorf (bis 1954)
Brücke über Wasserlauf (mittel)
Saale
Straßenbrücke
Bundesstraße 85, Bundesstraße 281
   
von Jena und von Gera
Straßenbrücke
Bundesstraße 85
Bahnhof, Station
47,81 Saalfeld (Saale)
Strecke – geradeaus
nach Probstzella

Die Bahnstrecke Arnstadt–Saalfeld ist eine eingleisige, nicht elektrifizierte Hauptbahnstrecke in Thüringen, die den Raum Erfurt mit dem Raum Saalfeld verbindet. Sie wird bei der Deutschen Bahn als Kursbuchstrecke 561 geführt, ist 48 Kilometer lang und wird im angenäherten Stundentakt abwechselnd von Regionalexpress- und Regionalbahnzügen bedient.

Inhaltsverzeichnis

StreckenverlaufBearbeiten

 
Arnstadt Hbf
 
Ilmtalviadukt in Stadtilm

Die Bahnstrecke zweigt im Hauptbahnhof Arnstadt von der Bahnstrecke Neudietendorf–Ritschenhausen ab. Anschließend führt sie in östlicher Richtung aus dem Geratal vorbei an dem Ort Dornheim nach Marlishausen. Dort befindet sich der nächste Halt. In Marlishausen knickt sie in südliche Richtung ins Wipfratal ein, in dem sie bis zum nächsten Halt in Niederwillingen verläuft. Von hier aus führt sie über einen Höhenrücken zum Ilmtal, das in Stadtilm mit einem mächtigen denkmalgeschützten Viadukt gequert wird. Am Hang oberhalb des Tales liegt beim Stadtteil Oberilm auch der Bahnhof der Stadt. Weiter südlich führt die Strecke durch die hügeligen Landschaften der Saale-Ilm-Platte, wo auch der Bahnhof Singen liegt, bevor sie sich hinab ins Rottenbachtal schlängelt. Dort schwenkt die Bahnlinie wieder in östliche Richtung um und erreicht den Bahnhof Paulinzella. Anschließend führt sie hinab ins Tal der Rinne mit nächster Bahnstation Rottenbach. Hier zweigt nach Süden die Schwarzatalbahn nach Katzhütte ab. In östlicher Richtung folgt der Bahnhof Quittelsdorf, bevor die Stadt Bad Blankenburg erreicht wird. Bis 2000 zweigte hier eine Strecke nach Rudolstadt ab, die inzwischen stillgelegt und abgebaut wurde. Ab Schwarza folgt die Strecke dem Saaletal bis zum Bahnhof Saalfeld. Dort trifft sie auf die Saalbahn und die Bahnstrecke Gera–Saalfeld–Probstzella. Hier bestand bis 2017 Anschluss an die ICE-Züge der Relation BerlinMünchen.

GeschichteBearbeiten

Die Bahnstrecke wurde am 18. Juni 1894 auf dem Abschnitt Arnstadt–Stadtilm und am 2. Dezember 1895 auf dem Abschnitt Stadtilm–Saalfeld eröffnet. Damals führte sie durch drei deutsche Teilstaaten: zwischen Arnstadt und Niederwillingen durch Schwarzburg-Sondershausen, zwischen Niederwillingen und Bad Blankenburg durch Schwarzburg-Rudolstadt sowie zwischen Bad Blankenburg und Saalfeld durch Sachsen-Meiningen. Anfangs wurde beim Bau darauf geachtet, Platz für ein zweites Gleis freizulassen. Allerdings blieb es nur bei einem Gleis. Die Strecke stellte die kürzeste Verbindung zwischen Erfurt und Saalfeld dar, sodass sich der Verkehr dort gut entwickelte.

ZugbetriebBearbeiten

Vor dem Zweiten Weltkrieg verkehrten zwei Eilzugpaare auf der Strecke. Diese führten Kurswagen nach Berlin und München. Aus der anderen Richtung fuhr ein solcher Zug von Saalfeld kommend und ging in Neudietendorf auf einen Schnellzug nach Erfurt über.

Seit Juni 2012 wird der Personenverkehr auf der Strecke von der Erfurter Bahn unter der Marke Elster Saale Bahn betrieben. Die stündlichen Regionalbahnen Erfurt–Arnstadt–Saalfeld verkehren seit Dezember 2017 bis Arnstadt vereinigt mit den Regionalbahnen Erfurt–Arnstadt–Ilmenau der Süd-Thüringen-Bahn, wodurch der zweistündliche Umstieg in Richtung Erfurt entfiel. Mit Ausnahme von Paulinzella[1] werden alle Halte stündlich bedient, die Haltepunkte Marlishausen, Niederwillingen, Singen und Paulinzella sind Bedarfshalte. In Tagesrandlagen verkehren einzelne Expresszüge. Es kommen durchgängig Fahrzeuge vom Typ Regio-Shuttle zum Einsatz.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bahnstrecke Arnstadt–Saalfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Henry Trefz: Bedarfshalt Paulinzella: Wer wusste wann von der Ausdünnung? In: Ostthüringer Zeitung. 9. Dezember 2017, abgerufen am 7. Dezember 2018.