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Bahnhof Offenbach (Main) Ost

zweitgrößter Bahnhof der hessischen Stadt Offenbach am Main

Offenbach (Main) Ost ist ein Bahnhofsteil des Offenbacher Hauptbahnhofs in der hessischen Stadt Offenbach am Main. Heute dient er ausschließlich dem S-Bahn-Verkehr.

Offenbach (Main) Ost
Offenbach (Main) Ost gesehen vom Bahnsteig 3 mit Linie S8 auf Gleis 2
Offenbach (Main) Ost gesehen vom Bahnsteig 3 mit Linie S8 auf Gleis 2
Daten
Lage im Netz Trennungsbahnhof
Bahnsteiggleise 3
Abkürzung FOO
IBNR 8004645
Kategorie 3
Eröffnung 15. November 1873
Profil auf Bahnhof.de Offenbach__Main__Ost
Lage
Stadt/Gemeinde Offenbach am Main
Land Hessen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 6′ 10″ N, 8° 47′ 4″ OKoordinaten: 50° 6′ 10″ N, 8° 47′ 4″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Hessen

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Der Offenbacher Ostbahnhof wurde am 15. November 1873 als Bahnhof an der Bebraer Bahn eröffnet. Am 30. Oktober 1896 wurde hier die Rodgaubahn (Bahnstrecke Offenbach–Reinheim) angeschlossen. Auf der Rodgaubahn verkehrt seit 2003 die S-Bahn-Linie S1 der S-Bahn Rhein-Main bis Rödermark-Ober-Roden, wo Anschluss an die 1905 eröffnete Dreieichbahn nach Dieburg besteht.

1929[Anm. 1] erhielt der Bahnhof ein neues Empfangsgebäude. Der kubische Backsteinbau war in Formen der frühen Moderne gestaltet und eines der wenigen Beispiele dieser Stilrichtung im Bahnhofsbau.[1] Es war ein Kulturdenkmal nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz. Im Zuge des Baus der Südmainischen S-Bahn wurde dieses Empfangsgebäude abgerissen.

Am 23. Mai 1995 wurde der City-Tunnel Offenbach und die parallel zur Bahnstrecke Hanau–Frankfurt verlaufende Strecke der Südmainische S-Bahn eröffnet. Seit dem verkehren in Offenbach (Main) Ost ausschließlich die S-Bahn-Linien S1, S2, S8 und S9

InfrastrukturBearbeiten

 
Bahnhof Offenbach (Main) Ost

Der Bahnhof verfügt über drei Bahnsteiggleise, die im S-Bahn-Verkehr regelmäßig genutzt werden. Die Ferngleise der Bahnstrecke Hanau–Frankfurt nördlich der S-Bahn-Gleise verfügen über keinen Bahnsteig und sind von den S-Bahn-Gleisen durch eine Schallschutzwand abgetrennt.

Am westlichen Bahnhofskopf führen zwei Gleise in den City-Tunnel Offenbach, ein Gleis führt zum Offenbacher Hauptbahnhof. Am östlichen Bahnhofskopf verzweigen sich die S-Bahn-Strecken niveaugleich in Richtung Hanau und Offenbach-Bieber. Zwischen den Gleisen der Strecke nach Hanau befindet sich eine Abstellanlage für S-Bahn-Züge, in der zahlreiche aus Frankfurt in Offenbach Ost endende Züge wenden.

Heutige SituationBearbeiten

SchienenverkehrBearbeiten

Der Bahnhof dient ausschließlich den S-Bahnen der Linien S1, S2, S8 und S9. Die Züge des Regional- und Fernverkehrs fahren ohne Halt durch den Bahnhof.

Alle S-Bahnen verkehren in einem Grundtakt von 30 Minuten. Zur Hauptverkehrszeit wird dieser Grundtakt auf einen 15-Minuten-Takt verdichtet. Da die S8 und S9 auf dem fast gleichen Linienweg verkehren, ist dort der Grundtakt generell 30 Minuten, wobei sich beide zu einem 15-Minuten-Takt ergänzen. Die S8 fährt nur zur Hauptverkehrszeit bis Hanau, ansonsten endet bzw. beginnt sie in Offenbach Ost. Die S1 beginnt vereinzelt in Offenbach Ost und fährt dann nur bis Frankfurt-Höchst oder Hochheim. Im Nachtverkehr von 02:00 bis 04:00 Uhr wird die Station ausschließlich durch die Linie S8 bedient.

Bis zum 13. Juni 2010 fuhren die Hauptverkehrszeitverstärkerzüge der S2 nach Offenbach (Main) Hauptbahnhof, seitdem nutzen auch diese den City-Tunnel Offenbach und den Frankfurter S-Bahn-Tunnel.

S-Bahn Rhein-Main
Vorherige Station Linie Nächste Station
Marktplatz
← Wiesbaden Hbf
  Offenbach-Bieber
Rödermark-Ober-Roden →
Marktplatz
← Niedernhausen
  Offenbach-Bieber
Dietzenbach Bahnhof →
Marktplatz
← Wiesbaden Hbf
  Mühlheim
Hanau Hbf →
Marktplatz
← Wiesbaden Hbf
  Mühlheim
Hanau Hbf →

BusverkehrBearbeiten

Der Ostbahnhof wird von Bussen der Offenbacher Verkehrsbetrieben bedient.

  •   (S) Kaiserlei Westseite – Goethering – Nordend – Theater/Messe – Hauptbahnhof – (S) OF-Ost – Bieber – Waldhof Markwaldstraße (– (S) OF-Waldhof – Waldhof Industriegebiet)
  •   Frankfurt-Prüfling – Frankfurt-Bornheim – (S) Kaiserlei Westseite – Stadtgrenze/August-Bebel-Ring – (S) Marktplatz – (S) OF-Ost – Neuer Friedhof – An den Eichen Eibenweg
  •   Wetterpark – (S) OF-Ost – (S) Marktplatz – Hauptbahnhof – Klinikum Offenbach – Caritas/Buchrainweiher
  •   (S) Kaiserlei Westseite – Lauterborn – Ketteler Krankenhaus – (S) OF-Ost – Bürgel – Rumpenheim – Waldheim Am Wiesengrund
  •   Stadtgrenze/August-Bebel-Ring – (S) Marktplatz – (S) OF-Ost – Neuer Friedhof – Waldheim – Mühlheim – Lämmerspiel – Hausen – Obertshausen Bahnhof – Obertshausen Haus Jona

ZukunftBearbeiten

Die Stadt Offenbach am Main strebte nach Inbetriebnahme der südmainischen S-Bahn an, den Hauptbahnhof und den Bahnhof Offenbach Ost funktional zusammenzulegen, um dort Bus-, S-Bahn-, Regional- und Fernverkehr zu verknüpfen. Diese Pläne wurden aber wieder verworfen, da die Deutsche Bahn auf die gute Erreichbarkeit Frankfurts von Offenbach aus und auf die gut ausgelastete Bahnstrecke Hanau–Frankfurt verwies.

Zwar würde der Umbau die ÖPNV-Situation in Offenbach verbessern, aber der Umbau wäre so aufwendig und teuer, sodass es günstiger wäre, den Offenbacher Hauptbahnhof zu modernisieren, statt den Bahnhof Offenbach Ost auszubauen.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bahnhof Offenbach (Main) Ost – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

AnmerkungenBearbeiten

  1. So: Grossart: Die Entwicklung der Eisenbahnhochbauten im Rhein-Main-Gebiet. In: Die Reichsbahn 16 (1940), S. 200–215 (212); Heinz Schomann: Eisenbahn in Hessen. Eisenbahngeschichte und -baugattungen 1839–1999 / Eisenbahnbauten und -strecken 1839–1939. In: Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Kulturdenkmäler in Hessen. Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Drei Bände im Schuber. Band 2.1. Theiss Verlag, Stuttgart 2005, ISBN 3-8062-1917-6, S. 343. nennt das Jahr 1925.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Heinz Schomann: Eisenbahn in Hessen. Eisenbahngeschichte und -baugattungen 1839–1999 / Eisenbahnbauten und -strecken 1839–1939. In: Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Kulturdenkmäler in Hessen. Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Drei Bände im Schuber. Band 2.1. Theiss Verlag, Stuttgart 2005, ISBN 3-8062-1917-6, S. 343.