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Bahnhof Nürnberg-Stein

Bahnhof in Deutschland

Der Bahnhof Nürnberg-Stein liegt an der Bahnstrecke Nürnberg–Crailsheim und befindet sich im Westen Nürnbergs zwischen den Stadtteilen Gebersdorf und Röthenbach bei Schweinau. Er ist in die Bahnhofskategorie 5 eingeteilt und verfügte vor dem Umbau 2009–2010 über fünf Bahnsteiggleise, seitdem nur noch über drei. 2011 wurden nur die Gleise 2/3 für den Personenverkehr genutzt, 2017 sind es die Gleise 2 und 5. Der nicht mehr genutzte, aber noch vorhandene Hausbahnsteig (Gleis 1) war 165 m lang und 38 cm hoch, der Bahnsteig 2 (Gleise 2 und 3) ist 140 m lang und 76 cm hoch, der ehemalige Bahnsteig 3 (Gleise 5 und 6) war 197 m lang und 38 cm hoch. Der Bahnsteig wurde ebenfalls auf 76 cm erhöht und zu einem Seitenbahnsteig (Gleis 5) umgebaut. Der Bahnhof wird von der S-Bahn-Linie S4 (Nürnberg – Dombühl) sowie zweier Frühverbindungen der Regionalbahnlinie R7 (Nürnberg – Schnelldorf) bedient. Für Pendler stehen 9 PKW- und 30 Fahrradstellplätze zur Verfügung.[2]

Nürnberg-Stein
Empfangsgebäude
Empfangsgebäude
Daten
Betriebsstellenart Bahnhof
Lage im Netz Trennungsbahnhof
Bahnsteiggleise 3
Abkürzung NNST
IBNR 8004486
Kategorie 3
Eröffnung 15. Mai 1875
Webadresse Stationssteckbrief der BEG
Profil auf Bahnhof.de Nuernberg-Stein
Lage
Stadt/Gemeinde Nürnberg
Ort/Ortsteil Röthenbach bei Schweinau
Land Bayern
Staat Deutschland
Koordinaten 49° 25′ 32″ N, 11° 1′ 5″ OKoordinaten: 49° 25′ 32″ N, 11° 1′ 5″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Bayern

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Eröffnet wurde der Bahnhof sowohl für den Personen- als auch den Güterverkehr am 15. Mai 1875 durch die Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen zusammen mit dem Abschnitt Nürnberg – Ansbach der späteren Bahnstrecke Nürnberg–Crailsheim. Sein ursprünglicher Name Stein (b. Nürnberg) wurde zum Sommerfahrplan 1939 in Nürnberg-Stein geändert.[3] Zum Knotenbahnhof wurde er mit der Inbetriebnahme der vom Bahnhof abzweigenden Gleisverbindung zur Ringbahn am 1. Oktober 1898 und der Eröffnung der Bibertbahn nach Dietenhofen am 22. Mai 1914. Bereits 1913 wurde das Großkraftwerk Franken I eröffnet, das von Anfang an einen Gleisanschluss besaß. Dadurch stieg das Güteraufkommen in den folgenden Jahren stark an und erreichte 1964 mit 621.000 Tonnen Kohle seinen Höchststand, ehe es nach Umstellung des Kraftwerks auf Gas- und Ölfeuerung wieder zu sinken begann. Am 26. September 1986 erfolgte die endgültige Einstellung des Personenverkehrs auf der Bibertbahn, deren Trasse im Jahr 2007 bis auf die Bahnhofsausfahrt fast vollständig demontiert wurde. Im Jahr 1993 wurde der Bahnsteigtunnel zum neu entstandenen Südwestpark hin geöffnet.[4] Eine Aufwertung erhielt der Bahnhof mit der Ende 2010 in Betrieb gegangenen S-Bahn nach Ansbach, wofür der Bahnsteig 2 ab dem Jahr 2009 barrierefrei umgebaut[5][6], und zusammen mit der Beendigung der Streckenbauarbeiten am 14. September 2010 wieder in Betrieb genommen wurde. Mit Eröffnung der S-Bahn-Linie war die Umbenennung des Bahnhofs in Nürnberg-Südwestpark vorgesehen, die jedoch aus Kostengründen vorerst nicht umgesetzt wird.[7]

Im Rahmen des Sofortprogramms Seehafen-Hinterlandverkehr wurde durch Maßnahmen im Wert von sechs Millionen Euro die Durchfahrgeschwindigkeit an Gleis 5 auf 120 km/h angehoben.[8][9]

VerbindungsübersichtBearbeiten

Linie Strecke Taktfrequenz
  Nürnberg HauptbahnhofNürnberg-SchweinauNürnberg-Stein – Unterasbach – Oberasbach – Anwanden – Roßtal – Roßtal-Wegbrücke – Raitersaich – Heilsbronn – Petersaurach Nord – Wicklesgreuth – Sachsen – Ansbach – Leutershausen-Wiedersbach – Dombühl 20 min

BilderBearbeiten

ErwähnenswertesBearbeiten

Neben dem Bahnhof steht der Salonwagen DB VT 10 551i. Dies war ein für den Leichtmetall-Triebzug VT 10 551 nachträglich bestellter und von Wegmann in Kassel gebauter Salonwagen. Er wurde nach seiner Außerdienststellung von den Nürnberger Eisenbahnfreunden gekauft, auf ein Gleisjoch gestellt und wird als Clubheim genutzt.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

QuellenBearbeiten

  1. Fließtext vom Artikel Liste der Bahnhöfe in Nürnberg (Stand: 6. August 2017 um 18:34) in diesen Artikel verschoben.
  2. Peter Ramsenthaler: Lokalbahn Nürnberg- Unternbibert-Rügland : Von der Frankenmetropole in den Rangau. H-und-L-Publ.-Souvenirs-Verlag Bleiweis, Schweinfurt 1996, ISBN 3-928786-48-2, Seite 29.
  3. Vom Stangenwald zum Vorzeige-Viertel. In: Nürnberger Nachrichten. 7. Oktober 2010, abgerufen am 17. November 2010.
  4. DB-Konzern (Hrsg.): Ausbau S-Bahnnetz Nürnberg 2008/2009 (Memento vom 6. Dezember 2008 im Internet Archive) (PDF; 79 kB). Faktenblatt (Stand: 11. November 2008).
  5. DB ProjektBau GmbH (Hrsg.): Ausbau der S-Bahn Nürnberg–Ansbach@1@2Vorlage:Toter Link/bauarbeiten.bahn.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.. Info-Faltblatt (Stand: 7. November 2008).
  6. Reinhard Schmolzi: „Name verwirrt nur“. In: Nürnberger Nachrichten. 7. Juli 2010, abgerufen am 12. November 2010.
  7. Deutsche Bahn AG (Hrsg.): Sofortprogramm Seehafen-Hinterlandverkehr verbessert Bahn-Infrastruktur in Bayern. Presseinformation vom 22. Januar 2014.
  8. Fließtext vom Artikel Liste der Bahnhöfe in Nürnberg (Stand: 6. August 2017 um 18:34) in diesen Artikel verschoben.