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Der Bahnhof Leinefelde ist ein bedeutender Eisenbahnknotenpunkt sowie wichtigster Bahnhof des Eichsfeldes. Er liegt im Stadtteil Leinefelde der thüringischen Stadt Leinefelde-Worbis im Landkreis Eichsfeld. In ihm kreuzen sich die Bahnstrecken Halle–Kassel und Gotha–Leinefelde sowie die mittlerweile stillgelegten Strecken Leinefelde–Wulften und Leinefelde–Treysa. Letztere Strecke war Teil der Kanonenbahn BerlinMetz.

Leinefelde
Empfangsgebäude
Daten
Lage im Netz Trennungsbahnhof
Bahnsteiggleise 5
Abkürzung UL
IBNR 8010203
Kategorie 3
Eröffnung 9. Juli 1867
Profil auf Bahnhof.de Leinefelde
Lage
Stadt/Gemeinde Leinefelde-Worbis
Ort/Ortsteil Leinefelde
Land Thüringen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 23′ 20″ N, 10° 19′ 47″ OKoordinaten: 51° 23′ 20″ N, 10° 19′ 47″ O
Höhe (SO) 340 m ü. NHN
Eisenbahnstrecken

Bahnhöfe in Thüringen

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Bereits mit dem Bau der großen Rheinstraße Köln–Berlin, der heutigen Bundesstraße 80, im Jahre 1826 und der Reichsstraße von Mühlhausen nach Duderstadt, der heutigen Bundesstraße 247, im Jahre 1834 begann die Entwicklung Leinefeldes zum Straßen-Verkehrsknotenpunkt.

Mit dem Bau der Bahnstrecke Halle–Nordhausen–Leinefelde–Eichenberg–Kassel/Göttingen im Jahre 1867 wurde Leinefelde auch auf dem Schienenweg angebunden. Am 9. Juli 1867 wurde der Streckenabschnitt NordhausenEichenberg offiziell eröffnet.[3] Als der Ort wenige Jahre später mit der Bahnstrecke Gotha–Leinefelde noch eine zweite Eisenbahnhauptbahnstrecke erhielt, wurde der Bahnhof schließlich auch Eisenbahn-Verkehrsknotenpunkt sowie zum „Zentralbahnhof des Eichsfeldes“ ernannt.[4]

Die Kanonenbahn BerlinMetz, die u. a. auch durch Leinefelde führte, wurde 1880 durch einen Bahnanschluss von Leinefelde nach Eschwege in Hessen fertiggestellt.

Ab 1897 war Leinefelde zudem Ausgangspunkt der Bahnstrecke Leinefelde–Wulften, die Leinefelde, Breitenbach, Worbis und Wintzingerode über Duderstadt mit der Südharzstrecke verband. Ab 1945 durch die innerdeutsche Grenze zwischen Teistungen und Duderstadt unterbrochen, wurde die Strecke bis 2001 schrittweise stillgelegt und bis 2005 schließlich abgebaut.

Die Kanonenbahn wurde durch die Innerdeutsche Grenze zwischen Schwebda (Hessen) und Geismar (Thüringen) unterbrochen, womit die Bedeutung des hessischen Streckenabschnittes stark sank. Bis 1994 wurde der Personenverkehr schrittweise eingestellt, wenig später wurde dieser Streckenteil stillgelegt.

 
Blick auf das elektronische Stellwerk, im Vordergrund die Kopfgleise 6 und 10; auf dem Umfahrungsgleis dazwischen ist eine Abellio-Triebwagen abgestellt

Die Bahnstrecke Halle–Hann. Münden wurde als Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 6 bis 1994 zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert. Dabei wurde im Bahnhof Leinefelde ein elektronisches Stellwerk als eines der ersten in Thüringen eingerichtet, das seitdem auch die Streckenabschnitte Heilbad HeiligenstadtGernrode und Leinefelde–Bad Langensalza steuert.

Das Reisezentrum schloss im Februar 2019 und wurde durch ein Video-Reisezentrum ersetzt.[5][6]

BahnsteigeBearbeiten

 
Gleisplan des Bahnhofs Leinefelde

Die Bahnsteige sind durch Aufzüge barrierefrei erreichbar.

Gleis Länge in m[7] Höhe in cm[7]
1 306 55
2 200 55
3 306 55
6 180 55
10 140 34

Das Gleis am Hausbahnsteig ist entsprechend der Bezeichnung im Stellwerk Gleis 2 als durchgehendes Hauptgleis Kassel–Halle. Daneben am Mittelbahnsteig liegt das Gegengleis als Nummer 1, das Überholgleis am selben Bahnsteig ist Nummer 3; nördlich schließen sich die Gütergleise an. Die Stumpfgleise östlich des Empfangsgebäudes haben die Nummer 6 und 10. Die Nutzlänge der Bahnsteige wurde mit Ausnahme der Bahnsteige 1 und 3 reduziert.[8]

VerkehrsanbindungBearbeiten

Vom Fahrplanwechsel 2009/2010 am 13. Dezember 2009 bis zum Fahrplanwechsel 2014/2015 verkehrte jeden Freitag der Intercity Kyffhäuser von Frankfurt am Main über Kassel-Wilhelmshöhe und Halle (Saale) nach Leipzig, welcher auch in Leinefelde hielt. Die Rückleistung von Leipzig nach Frankfurt erfolgte sonntags. Dies war wöchentlich der einzige hier haltende Fernverkehrszug.

Im Fahrplanjahr 2019 wird der Bahnhof Leinefelde von folgenden Linien bedient:

Linie Linienverlauf Takt (min) EVU
RE 1 GöttingenLeinefelde – Gotha – ErfurtJena-GöschwitzGeraGößnitzGlauchau (Sachs) 120 DB Regio Südost
RE 2 Kassel-WilhelmshöheEichenbergLeinefeldeMühlhausen (Thür) – Bad Langensalza – Erfurt 120 DB Regio Südost
RE 9 Kassel-Wilhelmshöhe – Eichenberg – LeinefeldeNordhausenSangerhausenHalle (Saale) 120 Abellio
RE 19 Leinefelde – Nordhausen – Berga-Kelbra – Sangerhausen – Lutherstadt Eisleben – Halle (Saale) 120 Abellio
RB 51 Heilbad Heiligenstadt – Leinefelde – Bleicherode Ost – Nordhausen 120 Abellio
RB 52 Leinefelde – Mühlhausen (Thür) – Bad Langensalza – Erfurt 120 DB Regio Südost

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bahnhof Leinefelde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Heinz Schomann: Eisenbahn in Hessen. Eisenbahnbauten und -strecken 1839–1939. In: Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Kulturdenkmäler in Hessen. Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Drei Bände im Schuber. Band 2.1. Theiss Verlag, Stuttgart 2005, ISBN 3-8062-1917-6, S. 545 (Strecke 034).
  2. Stadtgeschichte. Stadt Leinefelde-Worbis, abgerufen am 19. November 2017.
  3. DB-Reisezentrum im Bahnhof Leinefelde macht dicht. In: eichsfelder-nachrichten.de. 20. Januar 2019, abgerufen am 22. Januar 2019.
  4. Video-Reisezentrum in Leinefelde eröffnet. In: deutschebahn.com. 8. Februar 2019, abgerufen am 9. Februar 2019.
  5. a b Stationsausstattung Leinefelde. DB Station&Service, abgerufen am 22. Januar 2019.
  6. Bahnsteiginformationen zum Bahnhof Leinefelde auf deutschebahn.com (Memento vom 6. April 2016 im Internet Archive)