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Bahnhof Düsseldorf-Eller

Bahnhof in Deutschland

Der Bahnhof Düsseldorf-Eller liegt etwa 7 Kilometer südöstlich des Düsseldorfer Hauptbahnhofs im Düsseldorfer Stadtteil Eller. Er befindet sich an der Bahnstrecke Troisdorf – Mülheim-Speldorf. Im Bahnhof zweigt die Bahnstrecke Düsseldorf Hbf – Düsseldorf-Eller ab. Der Bahnhof gehört zur Bahnhofskategorie 5 und ist darüber hinaus Haltestelle mehrerer Buslinien.

Düsseldorf-Eller
Bahnhof Düsseldorf-Eller
Bahnhof Düsseldorf-Eller
Daten
Lage im Netz Trennungsbahnhof
Bahnsteiggleise 2[1]
Abkürzung KDE
IBNR 8001587
Kategorie 5[2]
Eröffnung 18. November 1874
Profil auf Bahnhof.de Duesseldorf-Eller
Lage
Stadt/Gemeinde Düsseldorf
Ort/Ortsteil Eller
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 12′ 7″ N, 6° 50′ 18″ OKoordinaten: 51° 12′ 7″ N, 6° 50′ 18″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen

Am 1. April 1985 wurde das ehemalige Empfangsgebäude des Bahnhofs in die Denkmalliste der Stadt in der Kategorie Technische Denkmäler eingetragen.[4]

Lage und AufbauBearbeiten

Der Bahnhof liegt in nordöstlicher Randlage des Düsseldorfer Stadtteils Eller. Er hat vier Durchgangsgleise. Die nördlichen Gleise 4 und 5 sind die Durchgangsgleise der Güterzuglinie Troisdorf – Opladen – Hilden – Düsseldorf-Eller – Mülheim-Speldorf und haben keinen Bahnsteig. Das mittige Gleis dient der Einfädelung der seit 1980 bestehenden eingleisigen Strecke Abzw. Sturm - Eller in die Verbindung Troisdorf–Mülheim-Speldorf. Die südlichen Gleise 1 und 2 liegen an der von S-Bahn-Zügen der Linien S1 und S7 befahrenen Bahnstrecke Düsseldorf – Solingen. Zwischen diesen beiden Gleisen befindet sich ein Mittelbahnsteig mit Zugängen zur Vennhauser Allee. Der Bahnsteig ist durch nachträgliche Anpassung inzwischen barrierefrei erreichbar.[5]

Das Stellwerk des Bahnhofs, ein Relaisstellwerk der Bauform Sp Dr S60, wurde am 1. April 1979 in Betrieb genommen und befindet sich auf der Südseite des Bahnhofs östlich des ehemaligen Bahnhofsgebäudes in Höhe des Bahnsteiges. Bis zu dessen Inbetriebnahme gab es zwei mechanische Stellwerke am Westkopf und am Ostkopf, die sofort nach Inbetriebnahme des Relaisstellwerks abgebrochen wurden.[6] Das Stellwerk am Westkopf war auch für die Schließung des Bahnübergangs Vennhauser Allee zuständig.

GeschichteBearbeiten

Die Bahnstrecke Troisdorf – Opladen – Hilden – Düsseldorf-Eller – Mülheim-Speldorf und mit ihr der Bahnhof Eller wurde von der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft am 18. November 1874 eröffnet.[7] Zuvor waren seit dem 20. Dezember 1845 die Bahnhöfe Bahnhof Benrath und der erste Düsseldorfer Bahnhof an der Stammstrecke der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft die Bahnstationen für Eller, da der Bahnhof Reisholz erst 1899 in Betrieb ging. Die Strecken der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft und der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft verlaufen weitgehend parallel, was eine Folge der Konkurrenz privater Eisenbahngesellschaften im 19. Jahrhundert war. Im Zuge von Bismarcks Verstaatlichungspolitik wurden sowohl die Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft als auch die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft mit Wirkung vom 1. April 1881 verstaatlicht. Die einheitliche Betriebsführung durch den Staat führte dazu, dass die durch Eller führende Bahnstrecke Troisdorf – Mülheim-Speldorf primär zu einer wichtigen Güterzugachse mit unbedeutendem und später ganz eingestelltem Personenverkehr wurde.

Am 1. Oktober 1891 wurde zusammen mit dem ersten Düsseldorfer Hauptbahnhof auch eine neue Bahnstrecke von dort zum Bahnhof Eller eröffnet, so dass eine durchgehende Bahnverbindung zwischen Düsseldorf Hbf und Hilden über Eller bestand.[8] Mit der Inbetriebnahme der Bahnstrecke Hilden – Ohligs-Wald (später Solingen-Ohligs, heute Solingen Hbf) am 3. Januar 1894 wurde diese über Ohligs-Wald zum damaligen Solinger Hauptbahnhof verlängert.[9] Mit der Inbetriebnahme der Müngstener Brücke am 15. Juli 1897 erfolgte eine weitere Verlängerung über Remscheid bis Lennep.[10]

Der elektrische Betrieb auf beiden Strecken wurde zum Fahrplanwechsel am 27. Mai 1962 aufgenommen.[11][12] Die meisten Züge des Personenverkehrs fuhren aber noch bis zur Inbetriebnahme der Linie S7 mit Dieseltriebfahrzeugen, da die Strecke von Hilden nach Solingen-Ohligs (heute Solingen Hbf) noch nicht elektrifiziert war. Lediglich die Nahverkehrszüge von Düsseldorf Hbf über Hilden nach Opladen, die nur Mo–Fr 3 mal täglich verkehrten, wurden elektrisch betrieben. Ebenfalls mussten die Züge der Linie Düsseldorf HbfRemscheid-LennepWuppertal-Vohwinkel noch bis zum 30. Juli 1979 im Abschnitt Düsseldorf-Eller – Hilden die stark belastete Güterzuglinie Troisdorf – Opladen – Hilden – Düsseldorf-Eller – Mülheim-Speldorf mit benutzen, was häufig zu Verspätungen führte.

Im Zuge der baulichen Vorbereitung des S-Bahn-Betriebes auf der Linie S7 Düsseldorf FlughafenDüsseldorf HbfSolingen-Ohligs, die am 28. September 1980 in Betrieb ging, wurde der Abschnitt Abzw. Sturm (in der Nähe des Haltepunktes Düsseldorf-Eller Mitte) – Düsseldorf-Eller auf 3 Gleise (Inbetriebnahme 1980[13]) und der Abschnitt Düsseldorf-Eller – Hilden auf 4 Gleise (Inbetriebnahme 30. Juli 1979[14]) erweitert, so dass die Züge des Personenverkehrs seitdem ungestört vom Güterverkehr verkehren können. Weitere Baumaßnahmen betrafen die Beseitigung des Bahnübergangs Vennhauser Allee und dessen Ersatz durch eine Straßenunterführung mit Bushaltestellen sowie den Bau eines Mittelbahnsteiges der von der Unterführung der Vennhauser Allee erreicht werden kann. Zuvor hielten die Züge in Richtung Hilden am Hausbahnsteig vor dem damals noch durch die DB genutzten Bahnhofsgebäude und in Richtung Düsseldorf Hbf an einem schmalen Zwischenbahnsteig, der nur vom Hausbahnsteig aus durch Überschreiten des Gleises in Richtung Hilden erreicht werden konnte. Zeitgleich mit der Betriebsaufnahme der S7 bis Solingen-Ohligs erfolgte am 28. September 1980 auch die Inbetriebnahme des elektrischen Betriebes zwischen Hilden und Solingen-Ohligs.[15]

Mit der Inbetriebnahme des S-Bahn-Verkehrs am 28. September 1980 wurde der Bahnhof zunächst durch die Linie S7 Düsseldorf FlughafenDüsseldorf HbfHildenSolingen-Ohligs bedient, in den nachfolgenden Jahren in der Hauptverkehrszeit ergänzt durch einzelne Fahrten der Linie S1 Dortmund HbfDuisburg HbfDüsseldorf Hbf die über Düsseldorf Hbf hinaus verlängert wurden bis/ab Hilden oder Solingen-Ohligs. Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2009 wurde das Netz der S-Bahn Rhein-Ruhr überarbeitet. Die S7 entfiel, ihre Aufgaben wurden von zwei anderen S-Bahn-Linien übernommen. Ihr Nordast (Düsseldorf-Flughafen TerminalDüsseldorf Hbf) fiel der S11 und ihr Südast (Düsseldorf HbfSolingen Hbf) fiel der S1 zu. Seitdem wird der Bahnhof Düsseldorf-Eller von der Linie S1 bedient. Die Liniennummer S7 wird seit dem 15. Dezember 2013 für die dieselbetriebene Linie Solingen HbfRemscheid-LennepWuppertal Hbf verwendet, deren Züge montags bis freitags in der Hauptverkehrszeit je Richtung zwei Mal bis und ab Düsseldorf Hbf verkehren, in Düsseldorf-Eller aber nur am Haltepunkt Düsseldorf-Eller Mitte und nicht im Bahnhof Düsseldorf-Eller halten.

BahnhofsgebäudeBearbeiten

Das Bahnhofsgebäude wurde 1872 als Ziegelbau errichtet. 1909 wurde ein Wartesaal angebaut. Mit der Inbetriebnahme des heutigen – ohne Überschreitung von Gleisen erreichbaren – Mittelbahnsteiges im Jahr 1979 wurde das Gebäude nicht mehr für Bahnzwecke genutzt, sondern Künstlern als Ateliers zur Verfügung gestellt. 1982 fand die erste öffentliche Ausstellung statt, gefolgt von über 100 weiteren Ausstellungen, an denen mehr als 400 Künstler teilnahmen. 1986 wurde der Freundeskreis Kulturbahnhof Eller e.V. gegründet.[16]

LinienBearbeiten

Zurzeit wird der Bahnhof von einer S-Bahn-Linie, einer Metrobuslinie und vier Buslinien angefahren.

Linie Verlauf Takt
S 1 Solingen Hbf   SG-Vogelpark Hilden Süd Hilden D-Eller   D-Eller Mitte   D-Oberbilk   D-Volksgarten Düsseldorf Hbf     D-Wehrhahn   D-Zoo D-Derendorf D-Unterrath   D-Flughafen   Angermund DU-Rahm DU-Großenbaum DU-Buchholz DU-Schlenk – Duisburg Hbf     MH-Styrum Mülheim (Ruhr) Hbf     E-Frohnhausen Essen West Essen Hbf     E-Steele E-Steele Ost E-Eiberg Wattenscheid-Höntrop BO-Ehrenfeld Bochum Hbf     BO-Langendreer West – BO-Langendreer DO-Kley DO-Oespel U DO-Universität U DO-Dorstfeld Süd – DO-Dorstfeld Dortmund Hbf     20 min
M 1 StockumFreiligrathplatz   – Falkenweg – Unterrath, Eckenerstraße – D-Unterrath   – D-Rath Mitte     – Rather Broich   – Grafenberg, Burgmüllerstraße     – Gerresheim, Torfbruchstraße – D-Gerresheim     – Knuppertsbrück – VennhausenSiedlung Freiheit – D-Eller   – Eller, Vennhauser Allee   – D-Reisholz     – Benrath, Forststraße – Urdenbacher Allee   – D-Benrath    
keine weiteren Haltestellen; Mo–Fr 7–21 Uhr und Sa 9–21 Uhr alle 20 min
20 min
722 Stadthalle1 – Messe Congress Center2 – Messe, Osteingang – Messe Ost/Stockumer Kirchstr.   – Stockum, Am Hain ← Birkhahnweg – Nordfriedhof   – Victoriaplatz/Klever Straße   – Pempelfort, Venloer Str. – Marienhospital – Schloss Jägerhof – Pempelfort, Adlerstraße – Pempelforter Straße   – Stadtmitte, Worringer Platz – Düsseldorf Hbf       – Oberbilk, Flügelstraße – Ellerstraße   – Lierenfeld, Schlesische Straße  3 – Lierenfeld, Posener Straße – Vennhausen, Gubener Straße – In den Kötten – Vennhausen, Siedlung Freiheit   – D-Eller     – Eller, Vennhauser Allee     4
Abschnitt 1–2 nur bei Veranstaltungen; Abschnitt 2–3: Mo–Sa 6–19 Uhr alle 20 min; Abschnitt 3–4: Mo–Sa ganztägig und So 9–13 alle 20 min, So 6–8 Uhr alle 30 min, So 13–19 Uhr alle 15 min; weitere Haltestellen auf dem gesamten Linienweg; alle Umsteigehaltestellen sind aber aufgeführt.
20 min
730 (Merkur Spiel-Arena/Messe Nord  1 ←) Freiligrathplatz     2 – Falkenweg   – Unterrath, Eckenerstraße   – D-Unterrath     – Unterrath, Kirche D-Rath Mitte     – Rather Broich     – Mörsenbroicher Weg     – Grafenberg, Staufenplatz – Ostparksiedlung – Gerresheim, Torfbruchstraße   – Morper Straße – D-Gerresheim     – Knuppertsbrück   – VennhausenSiedlung Freiheit   – D-Eller     – Eller, Vennhauser Allee     – Hassels, Am Schönenkamp – D-Reisholz     – Hassels, Kirche – Forststraße   – Urdenbacher Allee     D-Benrath         3 ( – Koblenzer Straße (Haydnstraße) – UrdenbachTübinger Straße – Josef-Kürten-Platz4)
Verkehrt von 2 nach 1 nur vor Großveranstaltungen in der Arena
10 min
(20 min)
735 BilkSüdpark   1 – Universität Mensa – Universität Mitte   – Universität Süd – Universität Südost   – Wersten, Otto-Hahn-Straße2 – Ohmweg – Dechenweg – Ickerswarder Straße   – Eller, Friedhof – D-Eller Süd   – Alt Eller   – Vennhauser Allee     3 – Eller     – VennhausenSiedlung Freiheit   – Unterbach, Strandbad Nord – Unterbach, Am Zault – Erkrath-Unterfeldhaus, Neuenhausplatz4
Abschnitt 2–4 Mo–Fr 6–20 Uhr alle 20 min; Abschnitt 3–4 Mo–Fr 20–21 Uhr, Sa 6–21 Uhr alle 30 min, Mo–Sa 21–23 Uhr, So 7–23 Uhr alle 60 min; weitere Haltestellen nur im Abschnitt 2–4
20 min
736 Kirchplatz     – Bilker Allee/Friedrichstraße (D-Bilk      , 200–300 m) – Morsestraße – Friedrichstadt   – Oberbilker Markt   – Lierenfeld, Langenberger Straße – Ronsdorfer Straße   – Lierenfeld, Posener Straße – Vennhausen, Gubener Straße – In den Kötten – VennhausenSiedlung Freiheit   – Am Ellerforst – Eller     60 min

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

WeblinksBearbeiten