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Bahnhof Buchholz (Nordheide)

Bahnhof in Niedersachsen

GeschichteBearbeiten

Der Bahnhof wurde am 1. Juni 1874 eröffnet als Bahnhof an der Strecke Bremen–Harburg eröffnet. Wenig später wurde Richtung Osten die Strecke nach Lüneburg eröffnet, aus Buchholz wurde ein Abzweigbahnhof in Form eines Keilbahnhofes. Am 30. September 1901 kam die Strecke nach Soltau hinzu, 1902 die Strecke nach Bremervörde, beide Strecken münden aus Westen in den Bahnhof ein, wobei letztere sowohl die Bahnstrecke Hamburg–Bremen als auch die Strecke nach Soltau auf je einer Brücke überquerte. Diese Brücken führten auch zur Einstellung der Strecke nach Bremervörde 1968, weil die Elektrifizierung der Hamburg–Bremer Strecke eine neue Brücke erforderlich gemacht hätte. Die Brücke über die Heidebahn ist heute (2018) noch erhalten, aber nicht mehr benutzt. Die Strecke nach Lüneburg wurde 1977 bis Jesteburg zu einer Zufahrt zum Rangierbahnhof Maschen ausgebaut, der Personenverkehr Richtung Lüneburg endete 1981, der restliche Güterverkehr über Jesteburg hinaus 1994.

Seit dem Fahrplanwechsel 2018 bietet die erixx GmbH mit der Heidebahn an Wochenenden einen Zweistundentakt bis Hamburg-Harburg an.

Eingesetztes RollmaterialBearbeiten

Bis ins Jahr 2000 waren auf der schnellen Regionalexpress-Verbindung Hamburg-AltonaBremen Hbf ebenso wie auf der Regionalbahn Hamburg-HarburgTostedt modernisierte wie unmodernisierte n-Wagen mit einer Elektrolokomotive durch die DB Regio im Einsatz. Erstere wurde bereits im Jahre 2000 auf klimatisierte Doppelstockwagen des Herstellers Bombardier umgestellt, auf der Regionalbahn konnten sich die n-Wagen bis ins Jahr 2007 halten.

Seit dem Fahrplanwechsel 2003 bzw. dem Fahrplanwechsel 2007 übernimmt die Metronom Eisenbahngesellschaft mbH aus Uelzen die Leistungen des RE Hamburg – Bremen und der RB Hamburg – Tostedt mit Fahrzeugen aus dem Fahrzeugpool der Landesnahverkehrsgesellschaft. Bis Ende 2011 bediente die DB Regio noch stündlich den Bahnhof Buchholz mit Dieseltriebwagen der Baureihe 628.4 auf der Relation Buchholz – Soltau (Han)Bennemühlen, ehe dann auch zum Fahrplanwechsel 2011 die erixx GmbH hier den Betrieb übernahm.

BedienungBearbeiten

Der Bahnhof wird derzeit nicht im Schienenpersonenfernverkehr bedient. Im Schienenpersonennahverkehr halten die folgenden Linien:

Linie Linienverlauf Takt EVU Rollmaterial
RE 4 Hamburg – Hamburg-Harburg – Buchholz – Tostedt – Rotenburg – Bremen stündlich metronom Baureihe 146.1 + 7 Doppelstockwagen
RB 41 Hamburg – Hamburg-Harburg – Buchholz – Tostedt – Rotenburg – Bremen stündlich metronom Baureihe 146.2 + 5–6 Doppelstockwagen
RB 38 Heidebahn Hannover – Walsrode – Soltau – Schneverdingen – Buchholz (– Hamburg-Harburg) stündlich (bis Harburg am WE zweistündlich) erixx LINT 41 (Baureihe 648)

Zusätzlich zu diesen Regelleistungen kommen morgens in der Hauptverkehrszeit RE4- und RB41-Verstärker nach Hamburg Hbf, und nachmittags bzw. abends in der Hauptverkehrszeit aus Hamburg, teilweise auch weiter nach Tostedt und Rotenburg (Wümme).

Die Garnituren des RE4 bestehen in der Regel aus 7 klimatisierten Bombardier Doppelstockwagen, auf der RB41 werden meistens 6 in eine Garnitur eingereiht. Gezogen bzw. geschoben werden diese Leistungen von Elektrolokomotiven der Baureihe 146.1 oder 146.2.

Auf der RB38 nach Hannover werden in der Nebenverkehrszeit ein Triebwagen und in der Hauptverkehrszeit 2 Triebwagen der Baureihe 648 eingesetzt.

BahnanlagenBearbeiten

Der Bahnhof Buchholz (Nordheide) ist ein Keilbahnhof, in welchem die Güterumgehungsbahn aus Maschen auf die wichtige Bahnstrecke Hamburg – Wanne Eickel trifft. Neben dem Hausbahnsteig, welcher an Gleis 1 liegt, sowie am Südende auch an Gleis 11, gibt es noch westlich von Gleis 1 den Mittelbahnsteig mit den Gleisen 3 und 6. Dieser kann über zwei Treppenaufgänge, einem am nördlichen und einem am südlichen Bahnhofsende erreicht werden.

Westlich von Gleis 6 befindet sich das Überholungsgleis 7, welches an einem stillgelegten Mittelbahnsteig liegt. Dieser kann allerdings noch über den südlichen Fußgängerübergang betreten werden.

Östlich von Gleis 11 befinden sich die zwei Gleise der Bahnstrecke aus Maschen und zwei Abstellgleise für die Züge der Regionalbahnlinie 38 nach Soltau.

Südlich der Bahnsteige ist noch aus alten Zeiten ein großes Gleisvorfeld verblieben, wobei ein Großteil der Anlagen bereits stillgelegt und teilweise auch abgerissen ist. Der Lokschuppen des alten Bahnbetriebswerk ist noch erhalten, verkommt aber immer mehr.

Ebenfalls im Gleisvorfeld befindet sich aktuell noch ein Stellwerk der DB Netz AG.

WeblinksBearbeiten