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Bahnhof Berlin-Biesdorf

Bahnhof der S-Bahn Berlin

Der Bahnhof Berlin-Biesdorf ist ein S-Bahn-Haltepunkt im Berliner Ortsteil Biesdorf im Bezirk Marzahn-Hellersdorf an der Ostbahn, der von der S-Bahn-Linie S 5 bedient wird.

Berlin-Biesdorf
Bahnhof Biesdorf im Dezember 2010
Bahnhof Biesdorf im Dezember 2010
Daten
Betriebsstellenart Haltepunkt
Bahnsteiggleise 2
Abkürzung BBDF
IBNR 8089055
Kategorie 4
Eröffnung 1. August 1885
Profil auf Bahnhof.de Biesdorf
Lage
Stadt/Gemeinde Berlin
Ort/Ortsteil Biesdorf
Land Berlin
Staat Deutschland
Koordinaten 52° 30′ 47″ N, 13° 33′ 20″ OKoordinaten: 52° 30′ 47″ N, 13° 33′ 20″ O
Höhe (SO) 52 m
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Berlin

LageBearbeiten

Die Station liegt nördlich des alten Dorfkerns von Biesdorf am Streckenkilometer 8,6 der Ostbahn. An der Westseite der Anlagen kreuzt die Oberfeldstraße die Bahntrasse (für Autos kein Bahnübergang). Richtung Norden schließt sich das Wohngebiet Biesdorf-Nord an.

Der Haltepunkt Berlin-Biesdorf liegt in der Tarifzone Berlin B des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg.

GeschichteBearbeiten

Der S-Bahnhof wurde am 1. August 1885, 18 Jahre nach dem Bau der Ostbahn, eröffnet. Die zwei damals erbauten Bahnsteige befinden sich noch ziemlich genau dort, wo sie seinerzeit angelegt wurden. Die Eröffnung der Strecke und des Bahnhofs waren von großer Bedeutung, da so die Einwohnerzahlen in Biesdorf und benachbarten Gemeinden anstiegen und dadurch ein wirtschaftliches Wachstum möglich wurde. Nach der Eröffnung des S-Bahnhofs Mahlsdorf war dies eine stark frequentierte Strecke. Deshalb war der Bahnhof Biesdorf einer der ersten, der am 6. November 1928 auf elektrischen Betrieb umgestellt wurde.

 
Fußgängerbrücke, rechts daneben der Aufzug

Für sichere Zugänge ohne Querung der Gleise über die Oberfeldstraße baute die Deutsche Reichsbahn im Jahr 1942 eine hölzerne Fußgängerbrücke. 1968 wurde die Brücke durch eine Stahlbrücke ersetzt. Wegen Kriegsschäden war der komplette Bahnhof von April bis Juli 1945 geschlossen.

Eine Besonderheit auf der Oberfeldstraße war von 1956 bis 1973 bis zur Einstellung des O-Busbetriebs die niveaugleiche Kreuzung der Trasse des O-Busses der Linie 37 mit den Gleisen. Im Jahr 1984 wurde der Bahnübergang endgültig für den Autoverkehr geschlossen. Über den damals gerade fertiggestellten, etwa 500 Meter östlich gelegenen Blumberger Damm kann seitdem die Bahntrasse auf einer Brücke überquert werden.

Im Zusammenhang mit umfangreichen Wohnungsbaumaßnahmen in den östlichen Stadtbezirken hatte die Reichsbahn das Gleisnetz um den Biesdorfer Bahnhof in den 1980er Jahren vollständig neu strukturiert. Etwa einen Kilometer westlich entstand das Biesdorfer Kreuz, in dessen Zentrum ein See in Dreiecksform angelegt wurde.

Die S-Bahn Berlin wird seit der Wende durch die S-Bahn Berlin GmbH, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn (DB), betrieben. Diese kümmerte sich um die Sanierung aller Strecken, unter anderem wurden Ende 1992 bis Anfang 1993 sämtliche Gleise zwischen den Bahnsteigen in Biesdorf erneuert.

Zwischen Juli 2010 und Mitte 2011 ließ die Deutsche Bahn Aufzüge installieren, um den Bahnhof barrierefrei zu gestalten.[1]

AnlagenBearbeiten

 
Fußgängerbrücke mit Aufzügen

Der Bahnhof besitzt zwei Außenbahnsteige. Der nördliche Bahnsteig für die stadteinwärts fahrenden Züge ist direkt von der nördlich anschließenden Umgebung zu erreichen, der südliche ist nur über eine Fußgängerbrücke zugänglich. An ihn schließt sich das Ferngleis der Ostbahn an. Zwei Aufzüge von beiden Bahnsteigen führen auf die Fußgängerbrücke.

AnbindungBearbeiten

Linie Verlauf Takt
  Westkreuz – Charlottenburg – Savignyplatz – Zoologischer Garten – Tiergarten – Bellevue – Hauptbahnhof – Friedrichstraße – Hackescher Markt – Alexanderplatz – Jannowitzbrücke – Ostbahnhof – Warschauer Straße – Ostkreuz – Nöldnerplatz – Lichtenberg – Friedrichsfelde Ost – Biesdorf – Wuhletal – Kaulsdorf – Mahlsdorf – Birkenstein – Hoppegarten – Neuenhagen – Fredersdorf – Petershagen Nord – Strausberg – Hegermühle – Strausberg Stadt – Strausberg Nord 10 min
(im Tagesverkehr) 20 min
(Schwachverkehrszeiten)

Auf der nördlichen Seite des Bahnhofs gibt es eine Buswendeschleife mit zwei Bussteigen, die von den Bussen der Linie 192 in Richtung S-Bahnhof Friedrichsfelde Ost bzw. S-Bahnhof Marzahn genutzt wird.

LiteraturBearbeiten

  • Jürgen Meyer-Kronthaler, Wolfgang Kramer (Hrsg.): Berlins S-Bahnhöfe – Ein dreiviertel Jahrhundert. Be.bra, 1998, ISBN 3-930863-25-1, S. 36/37.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bahnhof Berlin-Biesdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Biesdorfer Bahnsteige barrierefrei erreichbar. (Nicht mehr online verfügbar.) S-Bahn Berlin, 10. Februar 2011, archiviert vom Original am 19. August 2014; abgerufen am 17. August 2014.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.s-bahn-berlin.de