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Der Bachtelweiher (früher auch Dolderweiher) ist ein Teich in der Gemarkung Sankt Mang in Kempten (Allgäu), der vom Bachtelbach von Ost nach West durchflossen wird. Der Teich hat eine Länge von 300 m, eine Breite von 160 m und eine maximale Wassertiefe von 3,8 m.[1] Die Einöde Bachtelmühle liegt rund 550 Meter westlich am Bachtelbach.

Bachtelweiher
Blick Richtung Bachtelweiher und Allgäuer Alpen 18052015 (Foto Hilarmont) (2).JPG
Bachtelweiher unterhalb des Lenzfrieder Höhenrückens mit Blick auf die Allgäuer Alpen im Hintergrund.
Geographische Lage Bayern
Zuflüsse Bachtelbach
Abfluss Bachtelbach → Iller
Daten
Koordinaten 47° 43′ 12″ N, 10° 20′ 53″ OKoordinaten: 47° 43′ 12″ N, 10° 20′ 53″ O
Bachtelweiher (Kempten (Allgäu))
Bachtelweiher
Höhe über Meeresspiegel 707 m ü. NN
Fläche 4,6 ha
Länge 300 m
Breite 160 m
Maximale Tiefe 3,8 m

Der Teich wurde im 13. Jahrhundert von der Kemptener Fürstabtei als Fischgewässer angelegt.

Durch den Bau einer Eisenbahnlinie in den Jahren 1852 bis 1853 von Kempten nach München wurde der Teich von einem Damm im Norden durchschnitten, über den seitdem die Eisenbahnlinie führt.[2] Der Weiher diente auch damals der Fischzucht und zum Betrieb der Bachtelmühle. Im Jahr 1951 wurde am Teich eine Badeanstalt errichtet; heute ist davon noch eine Treppenanlage neben der Liegewiese im Westen vorhanden.[3][4] Um den Bachtelweiher führt ein stark frequentierter Rundweg, der auch mit Rollstühlen befahren werden kann. Westlich des Teichs gibt es seit Jahrzehnten den Bachtelweiher-Garten mit Minigolfanlage, Kinderspiellandschaft, Streichelzoo, Biergarten und ganzjähriger Gastronomie.

Der Bachtelweiher war aufgrund der intensiv genutzten Wiesen rundherum der am höchsten mit Nährstoffen belastete Stehgewässer im Allgäu. Zur Verbesserung der Wasserqualität legte die Stadt auf Anraten des BUND im Jahr 1998 oberhalb des Teichs eine Flutmulde an und renaturierte den Bachtelbach. Im Norden des Teichs befinden sich große Schilfflächen. Fraßspuren von Bibern an Bäumen und Sträuchern werden beobachtet.[5]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Nicki Miller: Allgäuer Badeseen & Weiher. AVA Verlag Allgäu, Kempten 2002, ISBN 3-936208-29-8, S. 34.
  2. Urlaub im Allgäu - Bachtelweiher (Memento des Originals vom 30. Juni 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dein-urlaub-im-allgaeu.de, abgerufen am 19. Februar 2013
  3. Heinrich Uhlig: Sankt Mang. Geschichte einer Allgäuer Gemeinde. Verlag des Heimatpflegers von Schwaben, Kempten (Allgäu) 1955, S. 362.
  4. Der Bachtelweiher (Kempten im Oberallgäu), abgerufen am 19. Februar 2013
  5. Bund Naturschutz in Bayern e.V.: Bachtelweiher, abgerufen am 19. Februar 2013

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bachtelweiher – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien