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BMW i

Submarke von BMW für elektrische oder teilelektrische Automobilantriebe

BMW i ist eine 2010 gegründete Submarke des Automobilherstellers BMW, unter der seit 2013[1] elektrische bzw. teilelektrische Modelle des Automobilherstellers angeboten werden. Bisher wurden zwei Konzeptfahrzeuge in den Markt als Serienfahrzeuge eingeführt, der BMW i3 und der BMW i8; diesen liegen Nachhaltigkeitsanforderungen zugrunde.[2] Vier weitere Konzepte, der i1, der i4, der i5 und der i9 wurden angekündigt. Die BMW i-Modelle entstehen im BMW-Werk Leipzig.[3][4][5] Das Werk soll zum Kompetenzzentrum Elektromobilität im BMW-Konzern ausgebaut werden.

BMW i
Inhaber

Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft

Einführungsjahr 2010
Produkte Automobile
Märkte weltweit
Website www.bmw-i.de

Zusätzlich werden bei BMW i alle Mobilitäts-Dienste des BMW-Konzerns gebündelt. Dazu zählen z. B. DriveNow, ParkNow und BMW i Ventures.

Im April 2016 entschied man sich dazu, dass BMW i sich künftig verstärkt auf autonom fahrende Fahrzeuge spezialisieren wird.[6][7]

2017 zeigte BMW i dann auf der IAA die Studie Vision dynamics in der Größe des 3er-BMWs, die als i4 ab 2021 gebaut werden soll.[8]

2018 wurde auf der Auto China in Beijing und auf der Mondial de l’Automobile in Paris der rein elektrisch angetriebene BMW Concept iX3 auf Basis des X3 gezeigt, was die Einführung der fünften Generation der E-Antriebstechnologie beinhaltet. Darüber hinaus soll der Elektromotor ohne seltene Erden auskommen. Die Fahrzeugarchitekturen von BMW sollen zukünftig auch elektrische Antriebe verwenden können; rein elektrische BMWs sollen dann BMW i heißen.[9] Weiter wurde auf der Mondial de l’Automobile die SUV-Studie iNext vorgestellt. Auch hier soll das Serienmodell 2021 erscheinen.[10]

Auf der IAA 2019 wurde ein X5 mit Brennstoffzelle als i Hydrogen Next vorgestellt. 2022 soll das Fahrzeug in Kleinserie gebaut werden.[11] Seit 2015 testet BMW den Brennstoffzellenantrieb in einer Versuchsflotte des 5er GT.[12][13]

VorgeschichteBearbeiten

Das Project i war ein Entwicklungsprojekt von BMW mit dem Ziel, leichtgewichtige und umweltfreundliche Elektroautos für den städtischen Verkehr zu entwickeln. Damit sollten unter anderem die zukünftigen Mobilitätsbedürfnisse von Großstadtbewohnern erfüllt werden.[14] Seit 2008 gab es eine Beauftragte für Nachhaltigkeit.[2]

Das „Project i“ bestand aus drei Phasen. In einer ersten Phase wurde der Mini E im Feldversuch getestet. Als zweite Phase folgte 2012 ein Testversuch mit dem ActiveE, in dessen Entwicklung erste Ergebnisse der ersten Phase verarbeitet wurden. Die letzte Phase war die Entwicklung des i3 und i8.[15]

Modelle in SerieBearbeiten

BMW i3Bearbeiten

 
BMW i3 (seit 2013)

Der BMW i3 ist ein rein elektrisch betriebenes Stadtauto. Er erzeugt eine Leistung von 125 kW und verfügt über ein Drehmoment von 250 Nm.[16] Zusätzlich kann ein optionaler Verbrennungsmotor (Ottomotor) als Reichweitenverlängerer dienen.

2017 wurde eine Modellpflege durchgeführt und die Modellvariante BMW i3s präsentiert.[17]

BMW i8Bearbeiten

 
BMW i8 (seit 2014)

Der BMW i8 ist ein Sportwagen mit Hybridantrieb. An der Vorderachse befindet sich der Elektroantrieb mit 96 kW (131 PS). Die Hinterachse wird von einem abgasturbogeladenen 1,5-Liter-Dreizylinder-Ottomotor mit 170 kW (231 PS) Höchstleistung und bis zu 320 Nm Drehmoment angetrieben.[18]

Der geschlossenen Version wurde ein Roadster zur Seite gestellt, der seit Mai 2018 erhältlich ist.[5]

BMW i AgentenBearbeiten

Der Vertrieb der BMW i Produkte und Dienstleistungen erfolgte bis 2018 über einen Multivertriebskanal, d. h. dass es neben den 47 BMW i Agenten (Deutschland) eine Online-Vertriebsplattform gab. Ab Januar 2018 wurde die i Reihe in die normale BMW-Vertriebsplattform integriert, was einen Wegfall der Vertriebsagenten zur Folge hatte.

WeblinksBearbeiten

  Commons: BMW i – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Mega City Vehicle: BMW gründet eigene Marke für Stromer-Flotte, vom 22. März 2012.
  2. a b spiegel.de vom 24. Juni 2014, "In manchen Gesprächen sind die Fetzen geflogen", abgerufen am 10. November 2018.
  3. Kompetenzatlas – Elektromobilität Sachsen, S. 22.
  4. Martina Göres: Die Ankunft des neuen Ampelkönigs. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18. Oktober 2013, abgerufen 19. Oktober 2018
  5. a b automobil-produktion.de BMW startet Serienproduktion des i8 Roadster. 5. März 2018, abgerufen am 11. Oktober 2018.
  6. BMW revamps 'i' electric car division to focus on self-driving tech. In: Automotive News. Abgerufen am 6. Juni 2016.(englisch)
  7. motor-talk.de, BMW i5 oder i4: Patentbilder zu neuem i-Modell, abgerufen am 13. Oktober 2018.
  8. auto-motor-und-sport.de vom 6. März 2018, Elektro-3er mit 500 Kilometer Reichweite, abgerufen am 12. Oktober 2018.
  9. Information zum iX3 bei 7er-forum.com vom 25. April 2018, abgerufen am 11. Oktober 2018.
  10. auto-motor-und-sport.de vom 16. September 2018, Der künftige i5 fährt 750 Kilometer elektrisch, abgerufen am 13. Oktober 2018.
  11. auto-motor-und-sport.de vom 10. September 2019, Wasserstoff-X5 kommt in drei Jahren, abgerufen am 21. September 2019.
  12. Welt.de vom 3. Juli 2015: Was BMW mit dem Wasserstoffauto vorhat, abgerufen am 21. September 2019.
  13. elektroauto-news.net vom 16. September 2019, Wasserstoffauto BMW i Hydrogen NEXT auf der IAA, abgerufen am 21. September 2019.
  14. Phil Patton: Envisioning a Small Electric BMW for the World’s Very Big Cities. New York Times, 3. Juli 2010, archiviert vom Original am 9. Juli 2010; abgerufen am 3. Juli 2010.
  15. Mini Says Half of Last Year's Mini E Lessees Renewed for Another Year. Edmunds.com, 12. Mai 2010, archiviert vom Original am 18. Mai 2010; abgerufen am 12. Juni 2010.
  16. BMW i3 Technische Daten (Memento vom 15. April 2015 im Internet Archive)
  17. Andreas Wehner / Jens Scheiner: BMW i3: Facelift für den Stromer. In: automobil-industrie.vogel.de. 30. August 2017, abgerufen am 11. Oktober 2018.
  18. BMW i8: Antrieb & Effizienz (Memento vom 9. April 2015 im Internet Archive)