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Der BMW M6 GT3 ist ein von BMW Motorsport nach dem FIA-GT3-Reglement aufgebauter Rennwagen. Basisfahrzeug ist der BMW M6 (F13).

BMW
BMW M6 GT3 auf dem Adelaide Parklands Circuit bei der 2016 Australian GT Championship
BMW M6 GT3 auf dem Adelaide Parklands Circuit bei der 2016 Australian GT Championship
M6 GT3
Produktionszeitraum: seit 2016
Klasse: Rennwagen
Rennserie Gruppe GT3
Karosserieversionen: Coupé
Motoren: Ottomotor:
4,4 Liter (bis zu 585 PS)
Länge: 4944 mm
Breite: 2046 mm
Höhe:
Radstand: 2901 mm
Leergewicht: unter 1300 kg
Vorgängermodell BMW Z4 GT3
BMW M6 GT3 bei der Premiere auf der IAA 2015

Inhaltsverzeichnis

EntwicklungBearbeiten

Der BMW M6 GT3 löste den seit 2010 eingesetzten Z4 GT3 als Rennwagen für den Kundensport der Gruppe GT3 ab.[1] Mit dem M6 als Basisfahrzeug wollte BMW die Hauptkritikpunkte des Vorgängers ausmerzen. Der Roadster BMW Z4 war kleiner als die Fahrzeuge der Konkurrenten und der kurze Radstand sorgte für ein schwieriges Fahrverhalten. Außerdem war die Serienversion des Z4 mit nicht mehr als sechs Zylindern erhältlich, was für den Renneinsatz als zu gering erachtet wurde.

Mangels eines kleineren Coupes mit V8 im Modellprogramm, musste BMW auf den großen und schweren M6 (F13) setzen, was weitreichende Änderungen nach sich zog. Der Wagen wurde von 1925 kg Gewicht im Serienzustand auf 1300 kg für den Renneinsatz abgespeckt, die Sitzposition nach hinten und mittig versetzt und das Getriebe wanderte als Transaxlegetriebe an die Hinterachse für eine bessere Gewichtsverteilung. Dazu kommen umfangreiche aerodynamische Änderungen und weitere Anpassungen an den Rennbetrieb.

FahrzeugkonzeptBearbeiten

KarosserieBearbeiten

Selbsttragende Stahlkarosserie mit eingeschweißter Sicherheitszelle nach FIA-Norm. Die Außenhaut besteht aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff zum Erfüllen der Richtlinien für GT3-Fahrzeuge.[2]

MotorBearbeiten

Der Rennmotor des BMW M6 GT3 basiert auf dem 4,4-Liter-Serienmotor mit einem M-TwinPower-Turbolader, wie im BMW M6 Coupé. Ölversorgung und Ladeluftkühlung wurden modifiziert.[2]

AntriebBearbeiten

Die Kraft überträgt eine hydraulisch betätigte 4-Scheiben-Sinterkupplung und ein Transaxle-Getriebe an die Hinterachse. Die Gänge werden mit Schaltwippen am Lenkrad gewechselt. Die Sperrwirkung des Hinterachsdifferentials ist einstellbar.[2]

BremsenBearbeiten

Der M6 GT3 hat an der Vorderachse 6-Kolben Festsattelbremsen und 4-Kolben-Festsattelbremsen an der Hinterachse.[2]

ElektronikBearbeiten

In den M6 GT3 sind verschiedene elektronische Fahrhilfen wie ein Renn-Antiblockiersystem und eine Antriebsschlupfregelung (ASC) eingebaut. Im Gegensatz zum Vorgänger hat der M6 GT3 kein elektronisches Stabilitätsprogramm (DSC). Im Cockpit sind ein Multifunktionslenkrad und ein Farbdisplay mit optionaler Loggerfunktion vorhanden.[2]

RenneinsatzBearbeiten

Der BMW M6 GT3 kam ab Januar 2016 in verschiedenen Rennserien weltweit zum Einsatz. Bereits im ersten Jahr konnten Siege in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring[3] und dem 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps gefeiert werden, beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring musste man sich jedoch der Konkurrenz von Mercedes geschlagen geben.

Am 18. November 2018 gewann Augusto Farfus auf einem BMW M6 GT3 von Schnitzer Motorsport den FIA GT Worldcup auf dem Guia Circuit in Macau.[4]

Art CarBearbeiten

Die chinesische Künstlerin Cao Fei gestaltete einen carbonschwarzen M6 GT3 als BMW Art Car. Die nichtreflektierende Farbe ermöglicht das Zusammenspiel mit digitaler Technik (herunterladbare App, App Store unter „BMW Art Car #18“).[5]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. GT-Serien: BMW stellt neuen M6 GT3 auf der Frankfurter IAA vor In: motorsport-total.com, 15. September 2015, abgerufen am 13. August 2017.
  2. a b c d e BMW M6 GT3 GTLM In: bmw-motorsport.com, abgerufen am 13. August 2017.
  3. First win for the new BMW M6 GT3 In: bmwblog.com, 15. Mai 2016, abgerufen am 13. August 2017.
  4. https://cdn.macau.grandprix.gov.mo/attachment/2018-11/b8dac5a10c3ab29042dccacd3f56f89b.pdf
  5. Cao Fei kreiert erstes digitales BMW Art Car. In: bmw-motorsport.com, 31. Mai 2017, abgerufen am 13. August 2017.