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Büttelborn

hessische Gemeinde im Kreis Groß-Gerau
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Büttelborn
Büttelborn
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Büttelborn hervorgehoben
Koordinaten: 49° 54′ N, 8° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Kreis: Groß-Gerau
Höhe: 91 m ü. NHN
Fläche: 30,01 km2
Einwohner: 14.694 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 490 Einwohner je km2
Postleitzahl: 64572
Vorwahl: 06152
Kfz-Kennzeichen: GG
Gemeindeschlüssel: 06 4 33 003
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Mainzer Straße 13
64572 Büttelborn
Website: www.buettelborn.de
Bürgermeister: Andreas Rotzinger (CDU)
Lage der Gemeinde Büttelborn im Kreis Groß-Gerau
Ginsheim-GustavsburgBischofsheim (Mainspitze)Rüsselsheim am MainRaunheimKelsterbachTreburNauheimMörfelden-WalldorfRiedstadtGroß-GerauBüttelbornStockstadt am RheinBiebesheim am RheinGernsheimWiesbadenMain-Taunus-KreisFrankfurt am MainRheinland-PfalzKreis BergstraßeLandkreis OffenbachDarmstadtLandkreis Darmstadt-DieburgKarte
Über dieses Bild
Alte Ortsmitte

Büttelborn (im lokalen Dialekt: Biddelborn) ist eine Gemeinde mit etwa 15.000 Einwohnern im südlichen Rhein-Main-Gebiet. Sie gehört dem südhessischen Kreis Groß-Gerau an, liegt am nördlichen Rande des Hessischen Rieds in direkter Nachbarschaft zur Kreisstadt Groß-Gerau und ca. 12 km westlich von Darmstadt.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Lage und FlächennutzungBearbeiten

Naturräumlich liegt Büttelborn am Rande des nördlichen hessischen Rieds in der Oberrheinischen Tiefebene, genauer an der Grenze zwischen dem nördlichen Oberrheintiefland und dem Rhein-Main-Tiefland. Die räumliche Nähe zu den Großstädten des Rhein-Main-Gebietes und die verkehrsgünstige Lage machen es zu einer attraktiven Wohngemeinde. Die nächstgrößeren Städte sind Darmstadt (12 km östlich), Mainz (25 km), Wiesbaden (30 km nordwestlich) und Frankfurt am Main (30 km nordöstlich) sowie Mannheim (50 km südlich).

Von der Gemarkungsfläche mit einer Gesamtgröße von 3001 ha werden 1741 ha landwirtschaftlich genutzt, 571 ha bestehen aus Wald, 334 ha aus Gebäuden und Freiflächen und 239 ha werden als Verkehrsflächen verwendet.[2]

Gemeindegliederung und NachbargemeindenBearbeiten

Die Gemeinde gliedert sich in die Ortsteile Büttelborn (5.829 Einwohner), Klein-Gerau (3849 Einwohner) und Worfelden (4536 Einwohner).[3] (Stand: 31. Dezember 2011)

Das Gemeindegebiet grenzt im Westen an die Kreisstadt Groß-Gerau, im Norden an die Stadt Mörfelden-Walldorf (beide Landkreis Groß-Gerau), im Osten an die Stadt Weiterstadt und im Süden an die Stadt Griesheim (beide Landkreis Darmstadt-Dieburg).

KlimaBearbeiten

Das Klima im Gemeindegebiet ist relativ mild, trocken und sonnig. Die mittlere Tagesmitteltemperatur lag in den Jahren 1901 bis 2000 zwischen 10,1 und 11,0 °C, davon im Frühjahr und Herbst zwischen 9,1 und 10,0 °C, im Sommer zwischen 18,1 und 19,0 °C und im Winter zwischen 0 und 1 °C. Die Niederschlagsmenge ist ebenfalls relativ gering; sie lag im Mittel in den Jahren 1901 bis 2000 bei ca. 650 mm. Das führte bei der Wasserbilanz (Differenz zwischen Niederschlagsmenge und Verdunstung) zu einem etwa ausgeglichenen Wert, wobei sie in der westlichen Gemeindehälfte leicht negativ (−99 bis 0 mm) und in der östlichen Gemeindehälfte leicht positiv (0 bis 100 mm) war. Die mittlere Sonnenscheindauer ist dagegen relativ hoch und lag im Mittel zwischen 1951 und 2000 bei 1601 bis 1650 Stunden, im südlichen Gemeindegebiet sogar bis zu 1700 Stunden.[4]

GeschichteBearbeiten

Das Gebiet des heutigen Büttelborn ist bereits seit der Jungsteinzeit vor etwa 4.000 Jahren besiedelt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort unter dem Namen Butelbrunne im Jahr 1211. Ab dem Jahr 1257 ist die Herrschaft der Grafen von Katzenelnbogen über den Ort belegt. Mit dem Erlöschen dieses Hauses kam Büttelborn im Jahr 1479 an die Landgrafschaft Hessen. Lebten vor dem Dreißigjährigen Kriege etwa 500 Einwohner in Büttelborn, so waren es nach dessen Ende im Jahr 1648 nur noch 50.[5]

Die erstinstanzliche Gerichtsbarkeit war während der Zugehörigkeit zu Hessen von 1821 bis 1879 das Landgericht Großgerau und ist seit 1879 das daraus hervorgegangene Amtsgericht Groß-Gerau.[6]

Im Jahr 1858 hatte Büttelborn erstmals mehr als 1000 Einwohner und wurde als „Weißkrautgemeinde“ bekannt, was dazu führte, dass 1887 eine Sauerkrautfabrik erbaut wurde die 35 Jahre lang Bestand hatte. Die Bevölkerung war zu dieser Zeit immer noch stark landwirtschaftlich geprägt.

Nach der Machtergreifung Hitlers wurden auch in Büttelborn der frei gewählte Gemeinderat durch von der NSDAP bestimmte Personen ersetzt und Straßennamen im Sinne der NS-Ideologie umbenannt. Von den 33 jüdischen Familien, die 1933 in Büttelborn wohnten, konnten sich nur Personen, die der jüngeren Generation angehören, dem Holocaust durch rechtzeitige Flucht entziehen. Nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs kehrten zwar viele aus den umliegenden Großstädten evakuierte Menschen dorthin zurück, durch die Aufnahme von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen wuchs die Büttelborner Bevölkerung aber weiter an.[5]

GebietsreformBearbeiten

Am 1. Januar 1977 wurde Büttelborn im Zuge der Gebietsreform in Hessen kraft Landesgesetz mit den Nachbargemeinden Klein-Gerau und Worfelden unter dem Namen Büttelborn zu einer neuen Gemeinde zusammengeschlossen.[7][8] Sitz der Verwaltung ist Büttelborn. Ortsbezirke nach der Hessischen Gemeindeordnung wurden nicht errichtet.

Kirche und ReligionBearbeiten

Der erste Beleg für das Vorhandensein einer Kirche stammt aus dem Jahr 1358 als eine „capelle“ erwähnt wurde. In den historischen Dokumenten gibt es aus dem Jahr 1557 den Hinweis auf eine „St. Jost Kapelle vor dem Ort“. Als Kirchenpatron wurde 1557 „Jacob“ erwähnt. Das Kirchenpatronat hatten 1523 die Landgrafschaft Hessen und davor die Grafen von Katzenelnbogen inne.[6]

Die heutige evangelische Kirche wurde anstelle der spätgotischen Vorgängerkirche vom Ende des 15. Jahrhunderts erbaut. Das Langhaus wurde von 1728 bis 1729 unter der Leitung von Friedrich Sonnemann errichtet.

Territorialgeschichte und VerwaltungBearbeiten

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Büttelborn lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[6][9]

BevölkerungBearbeiten

EinwohnerstrukturBearbeiten

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Büttelborn 13.597 Einwohner. Darunter waren 1181 (8,7 %) Ausländer von denen 549 aus dem EU-Ausland, 421 aus anderen Europäischen Ländern und 211 aus anderen Staaten kamen.[10] Von den deutschen Einwohnern hatten 13,7 % einen Migrationshintergrund.[11] Die Einwohner lebten in 6141 Haushalten. Davon waren 2015 Singlehaushalte, 1836 Paare ohne Kinder und 1746 Paare mit Kindern, sowie 399 Alleinerziehende und 145 Wohngemeinschaften.[12] Bei der Altersstruktur waren 750 Einwohner unter 6 Jahre alt, 1336 zwischen 6 und 15 Jahre alt, 9343 zwischen 16 und 66 und 2186 über 67. Gegenüber 2009 ist eine leichte Zunahme der Bevölkerung um 1 % zu verzeichnen.[13]

Von den 13597 Einwohnern wohnen ca. 40 % in Büttelborn, 28 % in Klein-Gerau und 32 % in Worfelden. Es gibt 6811 Frauen und 6631 Männer, was einem Verhältnis von 1.027 weiblichen zu 1.000 männlichen Einwohnern entspricht.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

 Quelle: Historisches Ortslexikon[6]

Büttelborn: Einwohnerzahlen von 1791 bis 2015
Jahr  Einwohner
1791
  
573
1829
  
727
1834
  
760
1840
  
802
1846
  
896
1852
  
944
1858
  
1.003
1864
  
1.095
1871
  
1.124
1875
  
1.135
1885
  
1.298
1895
  
1.477
1905
  
1.592
1910
  
1.718
1925
  
1.991
1939
  
2.447
1946
  
2.564
1950
  
2.940
1956
  
3.055
1961
  
3.233
1967
  
3.762
1970
  
3.811
1972
  
4.009
1976
  
9.127
1984
  
10.647
1992
  
11.613
2000
  
13.300
2010
  
13.673
2011
  
13.597
2015
  
14.600
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [6]; 1791:[14]; 1972:[15]; 1976:[16]; 1984:[17]; 1992:[18]; 2000, 2015:[19]; 2010:[20]; Zensus 2011[21]
Die Zahlen ab 1976 enthalten die im Zuge der Gebietsreform in Hessen eingegliederten Orte.

ReligionszugehörigkeitBearbeiten

  • 1845: 783 lutheranische und 17 jüdische Einwohner[5]
  • 1961: 2607 evangelische (= 80,64 %), 409 katholische (= 12,65 %) Einwohner[6]
  • 1997: 6064 evangelische (= 45 %), 2817 katholische (= 21 %) Einwohner[22]
  • 2011: 5550 evangelische (= 40,8 %), 2440 katholische (= 17,9 %), 260 orthodoxe (= 1,9 %), 590 andersgläubig (= 4,3 %), 4620 religionslose (= 34,0 %) Einwohner[23]

ErwerbstätigkeitBearbeiten

  • 1845: 78 Ackerleute: 34 Gewerbetreibende; 60 Tagelöhner[5]
  • 1969: 38 Land- u.Forstwirtschaft, Fischerei; 377 Produzierendes Gewerbe; 224 Baugewerbe; 211 Handel; 378 Banken und Versicherungen, Dienstleistungen; 87 Sonstiges[22]

Die Gemeinde im Vergleich mit Landkreis, Regierungsbezirk Darmstadt und Hessen:[19]

Branche Jahr Gemeinde Landkreis Regierungsbezirk Hessen
Produzierendes Gewerbe 2000 28,8 % 43,8 % 27,0 % 30,6 %
2017 22,1 % 33,2 % 20,4 % 24,3 %
Handel, Gastgewerbe und Verkehr 2000 29,2 % 27,6 % 26,4 % 25,1 %
2017 40,7 % 27,9 % 24,7 % 23,8 %
Unternehmensdienstleistungen 2000 16,5 % 14,0 % 25,1 % 20,2 %
2017 13,7 % 19,9 % 31,6 % 26,1 %
Sonstige Dienstleistungen 2000 23,3 % 13,7 % 20,1 % 22,5 %
2017 18,2 % 18,6 % 23,0 % 25,4 %
Sonstiges (bzw. ohne Zuordnung) 2000 2,2 % 1,0 % 1,4 % 1,5 %
2017 5,3 % 0,5 % 0,3 % 0,4 %

ReligionBearbeiten

Bis vor dem Zweiten Weltkrieg war Büttelborn rein evangelisch. Durch den Zuzug von Flüchtlingen nach Kriegsende waren ca. 16 % der Bevölkerung katholisch. 1987 wurde eine katholische Kirche eingeweiht, die von der Pfarrgemeinde St. Nikolaus von der Flüe unterhalten wird.

Als kirchliche Verwaltungen sind heute für Büttelborn das katholische Dekanat Rüsselsheim des Bistums Mainz und das evangelische Dekanat Groß-Gerau-Rüsselsheim der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau zuständig.

Politik und VerwaltungBearbeiten

 
Das Rathaus in Büttelborn

Bei Bundestagswahlen zählt Büttelborn zum Wahlkreis 184 Groß-Gerau, bei Landtagswahlen zum Wahlkreis 48 Groß-Gerau II.

GemeindevertretungBearbeiten

Die Gemeindevertretung als oberstes politisches Gremium von Büttelborn wird alle fünf Jahre von den ca. 10.000 wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürgern in 10 Wahlbezirken gewählt.

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[24] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[25][26]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
   
Insgesamt 31 Sitze
  • SPD: 14
  • GLB: 6
  • CDU: 11
Wahl-
jahr
Wahl-
beteili-
gung
Es entfielen auf die Wahlvorschläge von
SPD CDU GLB[27] Insgesamt
% % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze
2016 45,6 45,9 14 35,3 11 18,8 6 100 31
2011 46,0 47,4 17 29,1 11 23,5 9 100 37
2006 47,9 55,6 21 31,0 11 13,3 5 100 37
2001 55,8 57,9 22 28,0 10 14,1 5 100 37
1997 67,7 57,7 21 25,9 10 16,5 6 100 37

Die Arbeit der Gemeindevertretung wird durch vier Ausschüsse unterstützt, in denen Themen vorbereitet werden, damit sie der Gemeindevertretung zur Abstimmung vorgelegt werden können. Die vier Ausschüsse sind:

  • der Haupt- und Finanzausschuss
  • der Bau-, Planungs- und Verkehrsausschuss
  • der Sport-, Kultur- und Sozialausschuss sowie
  • der Umwelt-, Energie-, Landwirtschafts- und Forstausschuss.

BürgermeisterBearbeiten

 
Andreas Rotzinger (2006)
Bürgermeister von Büttelborn
Amtszeit Name Person
?–1956–? Herr Führer[28]
1963–1982 Hans-Dieter Imhof[28][29]
1983–30. Mai 2013 Horst Gölzenleuchter SPD
01. Jun. 2013–2019 Andreas Rotzinger CDU
designiert Marcus Merkel SPD

Der designierte Bürgermeister ist Marcus Merkel. Der vom 1. Juni 2013 bis 2019 amtierende Bürgermeister Andreas Rotzinger[30] (CDU, * 20. September 1958 in Waldshut)[31] wurde am 13. Januar 2013 in einer Stichwahl mit 50,6 Prozent der Stimmen gewählt. Die Wahlbeteiligung betrug 43,8 Prozent. Er ist Nachfolger von Horst Gölzenleuchter[32] (SPD, * 8. April 1947 in Büttelborn), der als Diplomverwaltungswirt seit dem 8. Juni 1983 mehrmals mit großer Mehrheit wiedergewählt wurde und das Amt 30 Jahre innehatte.[33]

In der Bürgermeisterwahl am 28. Oktober 2018 gewann Marcus Merkel mit 57, 3 % der Stimmen gegen den bisherigen Bürgermeister Andreas Rotzinger (CDU / 42,7 %). Die Wahlbeteiligung lag bei dieser Wahl bei 67 %.[34]

Verwaltung und FinanzenBearbeiten

Die Verwaltung der Gesamtgemeinde befindet sich im Ortsteil Büttelborn in der Mainzer Straße. In den gemeindlichen Einrichtungen (Verwaltung, Kindertagesstätten, Bauhof) sind insgesamt 144 Menschen beschäftigt. Die Gemeinde betreibt sieben Kindertagesstätten, drei Jugendzentren, ein Seniorenheim, ein Bürgerhaus und zwei Sporthallen. Die jährlichen Gesamtausgaben liegen bei knapp 20 Millionen Euro, davon ca. 6 Millionen für das Personal. Der Gesamtschuldenstand liegt per 31. Dezember 2017 bei ca. 12,2 Millionen Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 835 Euro je Einwohner entspricht. Damit liegt man deutlich unter dem Kreisdurchschnitt (4.803 Euro) und dem Landesdurchschnitt (2.827 Euro).[35]

FlaggeBearbeiten

Die Flagge wurde am 2. September 1988 durch das Hessische Innenministerium genehmigt.

„Auf weißer Flaggenbahn, begleitet von zwei roten Randstreifen, in der oberen Hälfte aufgelegt das Gemeindewappen.“[36]

Sehenswürdigkeiten und KulturBearbeiten

TheaterBearbeiten

Mit dem Café Extra in der Schulstraße verfügt Büttelborn über Hessens kleinste kommunale Bühne. Die Kleinkunstbühne hat seit ihrer Gründung im Jahr 1989 mehr als 500 Veranstaltungen aus den Bereichen Kabarett, Comedy, Varieté und Konzerte durchgeführt.[37]

VereineBearbeiten

  • Sport- und Kulturvereinigung 1904/46 e. V. (SKV Büttelborn)
  • Turnverein 1888 Büttelborn e. V. (TV Büttelborn)
  • SV 1912 Klein-Gerau e. V. (SV Klein-Gerau)
  • RMSV Klein-Gerau (Radsport)
  • Kerb Kloa-Gere e. V.
  • RC 1903 Worfelden (Radsport)
  • TSG Worfelden
  • Pool Billard Club PHOENIX Büttelborn e. V. (PBC Phoenix Büttelborn)
  • Blasorchester Büttelborn e. V.
  • Dancing Maniacs e. V. (Tanzsport)
  • Hubertus Schützengesellschaft (HSG)[38]
  • Heimat- & Geschichtsverein Büttelborn e.V.
  • MGV Liederkranz Büttelborn 1863 e.V.

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

  • Seit 1948 veranstalten die Büttelborner Carneval Abteilung (BCA) und der Kulturring Büttelborn jedes Jahr im Februar die Fastnachtsveranstaltungen in der Gemeinde. Neben mehreren Prunksitzungen wird seit 1951 auch ein Fastnachtsumzug am Rosensonntag durchgeführt.
  • Zwischen April und Juni finden die so genannten Spargelfesttage mit wechselnden Veranstaltungen an verschiedenen Orten statt. An der „Spargelkerb“, die Ende Juni vor dem Johannistag stattfindet, wird seit 1950 von den „Kerweborsch vun de Tornhall“ jährlich die Spargelkönigin gekrönt.
  • In allen drei Ortsteilen wird alljährlich eine Kerb ausgerichtet: in Worfelden am letzten Wochenende im August, in Klein-Gerau am ersten Wochenende im September und in Büttelborn am dritten Wochenende im September. Die Büttelborner Kerb wird mindestens seit 1728 gefeiert. Früher gab es in Büttelborn mehrere Kerweborschgruppen, z. B. die Kerweborsch vom Schwanen, von der Linde und vom Schützenhof. Heute wird nur noch in und um die Turnhalle (seit 1949) („Biddelberner Kerb in de Tornhall“) und im Volkshaus (seit 1931) gefeiert. Aufgezogen wird die Kerb von den „Kerweborsch vun de Tornhall“ und den „Kerweborsch vum Volkshaus“.[39]
  • Am ersten Adventswochenende gibt es rund um das Rathaus in der Mainzer Straße in Büttelborn einen Adventsmarkt.[40]
  • Im Jahr 2016 haben Büttelborn selbst als auch die Ortsteile Klein-Gerau und Worfelden erstmalig an der alle 2 Jahre stattfindenden Aktion "Der Kreis rollt" teilgenommen. Viele Vereine und Institutionen beteiligten sich mit Ständen und Ausstellungen.[41][42]

KirchenBearbeiten

Evangelische Kirche Büttelborn
Die Worfelder Fachwerkkirche
  • Evangelische Kirchengemeinde Büttelborn (Kirchengebäude aus dem Jahr 1728)
  • Evangelische Kirchengemeinde Worfelden (Fachwerkkirche aus dem Jahr 1696; die Kirche enthält eine der ältesten Orgeln in Hessen von dem Bamberger Orgelbaumeister Adam Knauth aus dem Jahr 1623/24)[43]
  • Evangelische Kirchengemeinde Klein-Gerau
  • Katholische Pfarrgemeinde St. Nikolaus von der Flüe Büttelborn/Klein-Gerau/Dornheim/Berkach

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

WirtschaftsstrukturBearbeiten

Die Gemeinde verfügt über Gewerbeflächen mit einer Gesamtgröße von ca. 30 Hektar. In allen drei Ortsteilen gibt es jeweils ein Gewerbegebiet, das größte davon in Büttelborn („Hessenring“).

Die landwirtschaftlich genutzte Fläche von ca. 1.792 Hektar wird von etwa 30 Betrieben bewirtschaftet. Auf dem fruchtbaren Boden des Rieds wird hauptsächlich Gemüse und Obst angebaut (Kartoffeln, Spargel, Weiß- und Rotkohl, Erdbeeren etc.).

VerkehrBearbeiten

Büttelborn besitzt eine Anschlussstelle an der Bundesautobahn 67 (Anschlussstelle Nr. 5), zudem führt die Bundesstraße 42 als Ortsumgehung unmittelbar am Ortsteil Büttelborn vorbei. Durch das Gemeindegebiet verlaufen außerdem die Landesstraßen L 3094 (nach Weiterstadt bis zur B 42) und L 3303 (nach Griesheim bis zur B 26) sowie die Kreisstraßen K 139 (zum Weiterstädter Ortsteil Schneppenhausen), K 160 (zum Groß-Gerauer Stadtteil Berkach/B 44) und K 164 (zur B 44 zwischen Groß-Gerau und Mörfelden-Walldorf).

Der Ortsteil Klein-Gerau hat einen Haltepunkt an der Rhein-Main-Bahn (Strecken-km 22,0). Mit der Regionalbahn lassen sich stündlich Wiesbaden (38 Minuten), Mainz (24), Darmstadt (9) und Aschaffenburg (59) erreichen. Zudem befindet sich in direkter Nachbarschaft zu Büttelborn der Bahnhof Groß Gerau-Dornberg der Riedbahn. Von dort fahren Regionalexpress-Züge ebenfalls stündlich in 25 Minuten nach Frankfurt am Main und in 45 Minuten nach Mannheim. Von Groß-Gerau-Dornberg verkehrt auch die Linie S7 der S-Bahn Rhein-Main im 30-Minuten-Takt zum Frankfurter Hauptbahnhof. Zudem gibt es mehrere Busverbindungen nach Groß-Gerau und Darmstadt sowie in weitere Orte des Kreises Groß-Gerau.

Schulen und KindergärtenBearbeiten

In der Gemeinde gibt es drei Grundschulen, die Pestalozzi-Schule in Büttelborn, die Erich-Kästner-Schule in Klein-Gerau (ca. 130 Schülerinnen und Schüler) und die Grundschule Worfelden. Weiterführende Schulen befinden sich in Groß-Gerau und Darmstadt.

In Klein-Gerau und Worfelden gibt es jeweils zwei und in Büttelborn drei Kindergärten mit zusammen 698 Plätzen. Der größte von ihnen ist die direkt der Grundschule Worfelden gegenüberliegende Kindertagesstätte „Im Baumgarten“ mit 150 Plätzen.

Sport- und FreizeiteinrichtungenBearbeiten

Im Ortsteil Worfelden befindet sich der Golfplatz Bachgrund. Er verfügt über einen 18- und einen 9-Loch-Platz, einen weiteren 9-Loch-Übungsplatz mit Kurzbahnen und eine Driving-Range mit Flutlichtanlage. Der 18-Loch-Meisterschaftsplatz „Nessie“ hat eine Linkscourse-Charakteristik.

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Büttelborn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Aktuellster Bevölkerungsstand am 31.12.2017 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Hessische Gemeindestatistik 2011 (Stand 31. Dezember 2010; ZIP; 1,6 MB)
  3. Zahlen, Daten, Fakten der Gemeinde Büttelborn (abgerufen am 10. November 2012, Stand 31. Dezember 2011)
  4. Umweltatlas Hessen (Klima) (abgerufen am 10. November 2012)
  5. a b c d Ortsgeschichte im Internetauftritt der Gemeinde Büttelborn. Abgerufen im Juli 2018.
  6. a b c d e f Büttelborn, Landkreis Groß-Gerau. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 8. Juni 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  7. Der Hessische Minister des Inneren: Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Groß-Gerau (GVBl. II 314–32) vom 26. Juli 1974. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 22, S. 314, § 4 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,5 MB]).
  8. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 366.
  9. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Land Hessen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  10. Bevölkerung nach Staatsangehörigkeitsgruppen: Büttelborn. In: Zensus2011. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen im Mai 2015.
  11. Migrationshintergrund in %: Büttelborn. In: Zensus2011. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen im Mai 2015.
  12. Haushalte nach Familien: Büttelborn. In: Zensus2011. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen im Mai 2015.
  13. Alterstruktur: Büttelborn. In: Zensus2011. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen im Mai 2015.
  14. Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1791. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1791, S. 120 (online bei HathiTrust’s digital library).
  15. Der Hessische Minister des Inneren: Kommunalwahlen 1972; Maßgebliche Einwohnerzahlen der Gemeinden vom 4. August 1972. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 33, S. 1424, Punkt 1025 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 5,9 MB]).
  16. Der Hessische Minister des Inneren: Kommunalwahlen 1977; Maßgebliche Einwohnerzahlen der Gemeinden vom 15. Dezember 1976. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1976 Nr. 52, S. 2283, Punkt 1668 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 10,3 MB]).
  17. Der Hessische Minister des Inneren: Kommunalwahlen 1985; Maßgebliche Einwohnerzahlen der Gemeinden vom 30. Oktober 1984. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1984 Nr. 46, S. 2175, Punkt 1104 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 5,5 MB]).
  18. Der Hessische Minister des Inneren: Kommunalwahlen 1993; Maßgebliche Einwohnerzahlen der Gemeinden vom 21. Oktober 1992. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1992 Nr. 44, S. 2766, Punkt 935 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 6,1 MB]).
  19. a b Gemeindedatenblatt: Büttelborn. (PDF; 222 kB) In: Hessisches Gemeindelexikon. HA Hessen Agentur GmbH;
  20. Die Bevölkerung der hessischen Gemeinden am 30. Juni 2010. (PDF; 552 kB) Hessisches Statistisches Landesamt, S. 11, archiviert vom Original am 7. Februar 2018; abgerufen am 5. März 2018.
  21. Einwohnerzahlen: Büttelborn. In: Zensus2011. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen im Mai 2015.
  22. a b Zahlen und Daten. In: Webauftritt. Gemeinde Büttelborn, archiviert vom Original; abgerufen im April 2019.
  23. Religionszugehörigkeit: Büttelborn. In: Zensus2011. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen im Mai 2015.
  24. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016 Hessisches Statistisches Landesamt
  25. Hessisches Statistisches Landesamt: Wahlergebnisse 2011 und 2006
  26. Hessisches Statistisches Landesamt: Wahlergebnisse 2001 und 1997
  27. Grüne Liste Büttelborn (Wählergruppe)
  28. a b Die Geschichte der Feuerwehr Büttelborn. Freiwillige Feuerwehr Büttelborn, abgerufen am 31. Oktober 2018.
  29. Echo Zeitungen GmbH: Büttelborner Altbürgermeister Horst Gölzenleuchter feiert seinen 70. Geburtstag. Abgerufen am 31. Oktober 2018.
  30. Rotzinger gewinnt Bürgermeister-Stichwahl in Büttelborn In: Die Welt. Ausgabe vom 13. Januar 2013
  31. Ein Bürgermeister für alle! - Über mich. Andreas Rotzinger, 29. Dezember 2013, archiviert vom Original am 29. Dezember 2013; abgerufen am 8. März 2019.
  32. Private Webseite von Horst Gölzenleuchter. Archiviert vom Original am 4. September 2012; abgerufen am 23. November 2018.
  33. Direktwahlen in Büttelborn. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im März 2019.
  34. Echo Zeitungen GmbH: SPD feiert Sieg bei Bürgermeisterwahl in Büttelborn. Abgerufen am 31. Oktober 2018.
  35. Finanzen - Daten. (dort entsprechende Excel-Tabellen abrufbar). Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen am 7. Dezember 2018.
  36. Der Hessische Minister des Inneren: Genehmigung einer Flagge der Gemeinde Büttelborn, Landkreis Groß-Gerau vom 2. September 1988. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1988 Nr. 38, S. 2114, Punkt 897 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 2,9 MB]).
  37. Das Café Extra – die kleinste kommunale Kleinkunstbühne in Hessen, Abgerufen im Januar 2018.
  38. Internetpräsenz der Hubertus Schützengesellschaft
  39. Kerbegeschichte Büttelborn (abgerufen im November 2012)
  40. Adventsmarkt auf der Gemeindeseite von Büttelborn (abgerufen im November 2012)
  41. Autofrei ging‘s „Quer durchs Ried“ – Die dritte Auflage von „Der Kreis rollt“ war ein voller Erfolg. In: www.der-kreis-rollt.de. Kreisausschuss des Kreises Groß-Gerau, 29. Mai 2016, abgerufen am 4. Dezember 2018.
  42. Merkblatt mit allen Infos. FNP, 3. Mai 2016, abgerufen am 4. Dezember 2018.
  43. Evangelische kirchengemeinde Worfelden (Die älteste Orgel in Hessen) (abgerufen im November 2012)