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Büro Fellner & Helmer

Architekturbüro in Wien
Hermann Helmer und Ferdinand Fellner

Das Architektur-Büro Fellner & Helmer (auch Atelier Fellner & Helmer) in Wien wurde 1873 von den Architekten Ferdinand Fellner d. J. (1847–1916) und Hermann Helmer (1849–1919) gegründet und bis 1919 betrieben.

ArbeitenBearbeiten

Das Architekturbüro war auf den Bau von Theatern spezialisiert – was schon durch die Arbeiten von Fellner I. initiiert war – und insgesamt am Bau von 48 Theatergebäuden in Europa beteiligt. Der Boom an Theaterbauten um 1900 förderte eine solche Spezialisierung, die in Großbritannien etwa durch das Büro Frank Matchams repräsentiert wurde. Maßgeblich war der Wunsch des Bürgertums nach eigenen Bühnen. Hinzu kamen verschärfte Sicherheitsbedingungen bezüglich des Feuerschutzes (Ringtheaterbrand 1881), die Umbauten notwendig machten. Besonders Helmer befasste sich intensiv mit Brandschutzvorkehrungen, Versuchen und Vorschriften und war in einer Reihe von Ausschüssen tätig. Die fast schon monopolartige Stellung der Architekten in Österreich-Ungarn lässt sich darauf zurückführen, dass die Bürogemeinschaft hohe Qualität bei niedrigen Kosten und schneller Durchführung, Zuverlässigkeit, Berechenbarkeit und Professionalität garantieren konnte. Ihr Baustil hat eine neue Epoche in der Architektur des 20. Jahrhunderts eingeleitet. Durch ihren Baustil schlugen sie neue Wege im Städtebau ein, weg von der streng italienischen Renaissance zur Wiederentdeckung des Barocks bis hin zum Jugendstil ihrer spätesten Bauten. In diesem Stil haben sie nicht nur Theater, sondern auch Kaufhäuser, Banken, Hotels, Palais, Landschlösser sowie Landhäuser und Villen gebaut, insgesamt sind mehr als 200 Bauten dokumentiert. Bei der Bautechnik wandten sie die neuesten bekannten Baumethoden an.

Trotz vieler Kriege und Brände sind fast alle Theater heute noch in Betrieb und dienen dem kulturellen Leben in vielen Städten Europas – ein Zeichen, wie zukunftsweisend die Wiener Architekten bereits im 19. Jahrhundert gebaut haben.

UnternehmensgeschichteBearbeiten

Nach seinem Studium trat Hermann Helmer um das Jahr 1871 herum in das Atelier des herzleidenden Ferdinand Fellner I. (1815–1871) ein, welcher schon seit 1866 von seinem Sohn Ferdinand Fellner II. tatkräftig unterstützt wurde. Dieser führte auch nach Tod des Vaters das Atelier weiter. Im Jahre 1873 gründeten dann Fellner II. und Helmer die Architektengemeinschaft Fellner & Helmer. In den ersten Jahren war Fellner vor allem für die Verhandlungen, die Bauleitung und die Besprechungen vor Ort zuständig, während Helmer im Büro arbeitete. Später wurden die Aufträge aufgeteilt und jeder Architekt hatte seinen eigenen Mitarbeiterstab. Die Arbeiten wurden jedoch immer in einheitlicher Gestaltungsweise geplant und liefen stets unter dem gemeinsamen Ateliernamen.

Im Atelier waren zeitweise bis zu 20 Architekten beschäftigt, um die Aufträge bewältigen zu können. Darunter befanden sich Franz Krauß, Rudolf Krausz, Ernst Gotthilf, Alexander Graf, Arthur Meinig und Alexander Neumann. Nach ihrem Studium traten auch die Söhne Ferdinand Fellner III. und Hermann Helmer jun. in das Atelier ein, wobei Fellner III. schon 1911 starb. Nach dem Tod von Fellner II. wurde das Büro von Helmer sen. weitergeführt und nach dessen Tod von Helmer jun. Nach dem Zerfall der Habsburgermonarchie kamen jedoch keine nennenswerten Aufträge mehr, und das Büro wurde schließlich aufgelöst.

Theater- und KonzertbautenBearbeiten

Foto   Baujahr Name Standort Beschreibung
    1870 Interimstheater Brünn
Brünn, Tschechien zerstört

Anmerkung: 1882 zerstört
    1871–1872 Wiener Stadttheater
Wien 1, Seilerstätte 9 zerstört

Anmerkung: 1884 zum Teil abgebrannt. 1888 ebenfalls von Fellner&Helmer zum Etablissement Ronacher ausgebaut
   
 
1871–1873 Kroatisches Nationaltheater Varazdin
  Wikidata
Ulica Augusta Cesarca 14, Varaždin
Standort
   
 
1871–1875 Theater-Hotel- und Redoutengebäude
  Wikidata
Temesvar, Siebenbürgen / Timișoara, Rumänien
Standort
verändert

Anmerkung: 1920 verändert. Lediglich die Seitenteile sind im Original
   
 
1874–1875 Volkstheater Budapest
  Wikidata
Budapest, Ungarn
Standort
zerstört

Anmerkung: Népszínház, 1965 abgerissen
   
 
1877 Stadttheater Augsburg
  Wikidata
Augsburg, Deutschland
Standort

Anmerkung: 1937 auf Initiative Hitlers umgebaut
   
 
1881–1882 Stadttheater Brünn / Mahen-Theater
  Wikidata
Brno, Tschechien
Standort

Anmerkung: erstes Theater Europas mit elektrischer Beleuchtung
   
 
1881–1883 Stadttheater Reichenberg
  Wikidata
Böhmen / Liberec, Tschechien
Standort

Anmerkung: Divadlo F. X. Šalda
   
 
1882–1883 Stadttheater Szegedin / Szeged
  Wikidata
Szeged, Ungarn
Standort
   
 
1883–1885 Stadttheater Fiume / Kroatisches Nationaltheater in Rijeka
  Wikidata
Rijeka, Kroatien
Standort
 BW  
 
1884–1886 Stadttheater Karlsbad
  Wikidata
Karlovy Vary, Tschechien
Standort

Anmerkung: Městské divadlo
   
 
1884–1887 Opernhaus Odessa / Teatr operi ta baletu / Stadttheater Odessa
  Wikidata
Odessa, Ukraine
Standort
   
 
1885–1886 Slowakisches Nationaltheater
  Wikidata
Pressburg (heute Bratislava), Slowakei
Standort

Anmerkung: Zweites Theater
   
 
1886–1887 Neues Deutsches Theater Prag / Staatsoper
  Wikidata
Legerova 75, Prag, Tschechien
Standort

Anmerkung: Státní opera Praha
 BW  
 
1887–1888 Etablissement Ronacher
ObjektID: 40863
  Wikidata
Wien 1, Seilerstätte 9
Standort

Anmerkung: Wiederaufbau des zum Teil abgebrannten Stadttheaters
    1888 Schlosstheater des Grafen Esterhazy
  Wikidata
Várszínház, Totis / Tata, Ungarn
Standort
zerstört

Anmerkung: 1913 abgerissen. Miklós Esterházy
 BW  
 
1888–1889 Volkstheater
ObjektID: 27224
  Wikidata
Wien 7, Museumsstraße 2A / Neustiftgasse / Burggasse
Standort

Anmerkung: früher Deutsches Volkstheater
   
 
1890–1891 Stadttheater Opernhaus Zürich
  Wikidata
Zürich, Schweiz
Standort
   
 
1891–1892 Theater unter den Linden Berlin / Komische Oper Berlin
  Wikidata
Berlin, Deutschland
Standort

Anmerkung: als „Theater Unter den Linden“, später „Metropol-Theater“. Außenbau im Zweiten Weltkrieg zerstört.
  1892 Pavillon zur Wiener Musik- und Theaterausstellung 1892
Wien 2 zerstört
   
 
1892–1893 Hoftheater Wiesbaden
  Wikidata
Wiesbaden, Deutschland
Standort
   
 
1893 Landestheater Salzburg
ObjektID: 60988
  Wikidata
Schwarzstraße 22, Salzburg
Standort
 BW  
 
1893–1894 Orfeum Somossy
  Wikidata
Budapest, Ungarn
Standort

Anmerkung: Fővárosi Operettszínház
   
 
1893–1895 Ton- und Kongresshalle Zürich
  Wikidata
Zürich, Schweiz
Standort
verändert
 BW  
 
1894 Restauration St. Annahof
ObjektID: 27666
  Wikidata
Wien 1, Annagasse 3-3a
Standort

Anmerkung: darüber Wohnungen
   
 
1894–1895 Nationaltheater Zagreb
  Wikidata
Agram / Zagreb, Kroatien
Standort

Anmerkung: Hrvatsko Narodno Kazalište
   
 
1894–1896 National- und Hoftheater Jassi
  Wikidata
Iași, Rumänien
Standort
 BW  
 
1895–1896 Lustspieltheater Budapest
  Wikidata
Budapest, Ungarn
Standort

Anmerkung: Vígszínház
   
 
1895–1896 Stadttheater Kecskemet
  Wikidata
Kecskemét, Ungarn
Standort

Anmerkung: Katona József Theatre
   
 
1896–1897 Konzerthaus Ravensburg
  Wikidata
Ravensburg, Deutschland
Standort
   
 
1894–1895 Kunstpavillon Zagreb
  Wikidata
Zagreb, Kroatien
Standort
 BW  
 
1899 Opernhaus Graz
ObjektID: 36079
  Wikidata
Graz
Standort
   
 
1898–1899 Stadttheater Arbeitertheater Berndorf
ObjektID: 53339
  Wikidata
Berndorf, Niederösterreich
Standort
 BW  
 
1899–1900 Stadttheater Großwardein
  Wikidata
Oradea, Rumänien
Standort
   
 
1899–1900 Deutsches Schauspielhaus Hamburg
  Wikidata
Hamburg, Deutschland
Standort
   
 
1901–1902 Stadttheater Fürth
  Wikidata
Fürth, Deutschland
Standort
 BW  
 
1901–1904 Medien-Kultur Haus
ObjektID: 112883
  Wikidata
Wels, Österreich
Standort
 BW  
 
1902 Theater an der Wien Umbau
ObjektID: 19846
  Wikidata
Wien 6, Linke Wienzeile 8
Standort

Anmerkung: früher Magdalenenstraße; 1960/61 Umgestaltung
   
 
1902 Theater im Schloss Ottensheim
ObjektID: 18337
  Wikidata
Ottensheim, Oberösterreich
Standort
zerstört

Anmerkung: geschlossen seit den 1930er Jahren nur Reste vorhanden
   
 
1903–1904 Wilama Horzycy / Stadttheater Thorn
  Wikidata
Toruń, Polen
Standort
 
 
1904 Umbau des Inneren des Hoftheaters Darmstadt
  Wikidata
Darmstadt, Deutschland
Standort
zerstört

Anmerkung: Heute befindet sich in dem Gebäude das Hessische Staatsarchiv Darmstadt
   
 
1904–1905 Stadttheater Czernowitz
  Wikidata
Bukowina / Cernovci, Ukraine
Standort
   
 
1889–1890 Theater Bielitz-Biala
  Wikidata
Bielsko-Biała, Polen
Standort

Anmerkung: Erbaut 1889–1890 durch Emil von Förster. 1904–1905 durch Helmer und Fellner umgebaut. Bielsko-Biała Teatr Polski
   
 
1904–1906 Nationaltheater Sofia Iwan Wasow
  Wikidata
Sofia, Bulgarien
Standort
   
 
1904–1906 Nationaltheater Klausenburg
  Wikidata
Cluj-Napoca (Siebenbürgen), Rumänien
Standort

Anmerkung: Nemzeti Színház
   
 
1906–1907 Stadttheater Gablonz an der Neiße
  Wikidata
Jablonec nad Nisou, Tschechien
Standort

Anmerkung: Městské divadlo
   
 
1906–1907 Stadttheater Gießen
  Wikidata
Gießen, Deutschland
Standort
   
 
1906–1909 Stadttheater Jungbunzlau
  Wikidata
Mladá Boleslav, Tschechien
Standort

Anmerkung: Mladá Boleslav
   
 
1908–1909 Stadttheater Baden
ObjektID: 53273
  Wikidata
Baden bei Wien, Österreich
Standort
   
 
1909–1910 Stadttheater Klagenfurt
ObjektID: 62048
  Wikidata
Klagenfurt, Kärnten
Standort

Anmerkung: 1996–1998 Zubau von Günther Domenig
   
 
1909–1910 Stadttheater Adama Mickiewicza Teschen
  Wikidata
Cieszyn, Polen
Standort
BW   1910 Landshut Schlosstheater
  Wikidata
Łańcut, Polen
Standort

Anmerkung: [1] Łańcut
   
 
1910–1913 Akademietheater und Hochschule für darstellende Kunst
ObjektID: 7682
  Wikidata
Wien 3, Lothringerstraße 18 / Lisztstraße 1
Standort

Anmerkung: mit Ludwig Baumann
   
 
1910–1913 Wiener Konzerthaus
ObjektID: 10715
  Wikidata
Wien 3, Lothringerstraße 20
Standort

Anmerkung: mit Ludwig Baumann

Weitere ProjekteBearbeiten

WienBearbeiten

Foto   Baujahr Name Standort Beschreibung
    1868 Atelier Fellner & Helmer
Servitengasse 7
Standort
   
 
1874–1878 Universitätssternwarte
ObjektID: 52311
  Wikidata
Wien 18, Türkenschanzstraße 17
Standort
   
 
1874–1880 Ehem. Sturany-Palais
ObjektID: 40849
  Wikidata
Wien 1, Schottenring 21
Standort
    1875 Wohnhaus
Wien 3, Landstraßer Hauptstraße 46
Standort

Anmerkung: Umbau
    1875 Wohn- und Geschäftshaus
Wien 8, Lange Gasse 35A
Standort
 BW  
 
1875–1876 Thonethaus
Wien 1, Kärntner Straße 12 / Kupferschmidgasse 2
Standort
 BW   1876 Wohn- und Geschäftshaus
Wien 8, Josefstädter Straße 13 / Lange Gasse 28
Standort
 BW  
 
1877 Wohn- und Geschäftshaus, Haus der Herzogin von Castries
ObjektID: 40832
  Wikidata
Wien 1, Rotenturmstraße 12
Standort
   
 
1879 Palais
  Wikidata
Wien 4, Prinz-Eugen-Straße 40
Standort

Anmerkung: heute Türkische Botschaft
    1879 Miethaus
Wien 3, Baumgasse 5
Standort
    1879–1880 Warenhaus A. Krammers Sohn
Wien 1, Stephansplatz 10 / Goldschmiedgasse 2
Standort

Anmerkung: nach Brand 1945 wieder instand gesetzt, Dekor abgeräumt
    1879–1881 Villa Rittershausen
ObjektID: 83448
  Wikidata
Wien 19, Hohe Warte 19
Standort

Anmerkung: Umbau zuletzt 2013
    1880 Bürgerpalais, Haus Biach
ObjektID: 21952
  Wikidata
Wien 4, Mayerhofgasse 20
Standort
    1880 Wohnhaus
Wien 4, Plößlgasse 5–7
Standort
   
 
1880 Wohn- und Geschäftshaus
ObjektID: 87472
  Wikidata
Wien 1, Goldschmiedgasse 6
Standort
 BW  
 
1881 Wohn- und Geschäftshaus
ObjektID: 90962
  Wikidata
Wien 1, Goldschmiedgasse 4
Standort
    1882 Mietpalais
Wien 4, Schwindgasse 6
Standort
  1882–1884 Wohn- und Geschäftshaus Thonethof
Wien 1, Rotenturmstraße 1–3 zerstört

Anmerkung: 1945 zerstört, 1964 Kennedy-Haus von G. Lippert und Hugo Mittag errichtet
    1884 Wohn- und Geschäftshaus
Wien 9, Währinger Straße 5–7
Standort
 BW  
 
1884–1885 Margaretenhof
ObjektID: 41083
  Wikidata
Wien 5, Margaretenplatz 4 / Margaretenhof 1–12 / Margaretenstraße 86
Standort
    1885–1886 Miethaus Ensemble Zeinlhofergasse
ObjektID: 6503
  Wikidata
Wien 5, Zeinlhofergasse 5
Standort
    1885–1886 Miethaus Ensemble Zeinlhofergasse
ObjektID: 6663
  Wikidata
Wien 5, Zeinlhofergasse 6
Standort
    1885–1886 Miethaus Ensemble Zeinlhofergasse
ObjektID: 6659
  Wikidata
Wien 5, Zeinlhofergasse 7
Standort
    1885–1886 Miethaus Ensemble Zeinlhofergasse
ObjektID: 6664
  Wikidata
Wien 5, Zeinlhofergasse 8
Standort
    1885–1886 Miethaus Ensemble Zeinlhofergasse
ObjektID: 6660
  Wikidata
Wien 5, Zeinlhofergasse 9
Standort
    1885–1886 Miethaus Ensemble Zeinlhofergasse
ObjektID: 6665
  Wikidata
Wien 5, Zeinlhofergasse 10
Standort
    1885–1886 Miethaus Ensemble Zeinlhofergasse
ObjektID: 6661
  Wikidata
Wien 5, Zeinlhofergasse 11
Standort
    1885–1886 Miethaus Ensemble Zeinlhofergasse
ObjektID: 6666
  Wikidata
Wien 5, Zeinlhofergasse 12
Standort
 BW  
 
1886 Miethaus
ObjektID: 76546
  Wikidata
Wien 1, Teinfaltstraße 7
Standort
 BW   1886 Miethaus
Wien 4, Rienösslgasse 1
Standort
 BW   1886 Miethaus
Wien 4, Rienösslgasse 3
Standort
   
 
1886 Warenhaus Rothberger
  Wikidata
Wien 1, Stephansplatz 9 und 11
Standort
zerstört

Anmerkung: 1938 zerstört
    1887 Miethaus
Wien 6, Amerlingstraße 9
Standort
   
 
1887 Stephaniewarte
ObjektID: 87010
  Wikidata
Wien 19, Kahlenberg
Standort
   
 
1888–1890 Palais Adolf Ritter von Schenk
ObjektID: 21987
  Wikidata
Wien 4, Theresianumgasse 21
Standort

Anmerkung: Spanische Botschaft
 BW   1889 Ehem. Palais Seybel
Wien 3, Reisnerstraße 50
Standort
   
 
1889–1890 Springer-Schlössl
ObjektID: 25658
  Wikidata
Wien 12, Tivoligasse 73
Standort

Anmerkung: heute Politische Akademie der ÖVP
   
 
1891 Ehem. Palais Schnapper-Weisweiler
ObjektID: 7757
  Wikidata
Wien 3, Salesianergasse 3a
Standort
    1891 Miethaus
Wien 4, Prinz-Eugen-Straße 70
Standort

Anmerkung: ehemals Heugasse
   
 
1891 Ehem. Palais Wessely
Wien 4, Argentinierstraße 23
Standort
    1891 Miethaus
Wien 4, Graf-Starhemberg-Gasse 26
Standort
    1891–1907 Miethäuser
Wien 8, Kochgasse 8
Standort
    1891–1907 Miethäuser
Wien 8, Kochgasse 10
Standort
    1891–1907 Miethäuser
Wien 8, Kochgasse 12
Standort

Anmerkung: Kochgasse 12 wurde von Hermann Helmer selbst genutzt.
    1891–1907 Miethäuser
Wien 8, Kochgasse 14
Standort
    1891–1907 Miethäuser
Wien 8, Kochgasse 16
Standort
 BW  
 
1892 Miethaus
Wien 1, Schottengasse 7
Standort
   
 
1892 Maria-Theresia-Frauen-Hospital
ObjektID: 51077
  Wikidata
Wien 8, Feldgasse 9
Standort

Anmerkung: heute Hygienisch-bakteriologische Untersuchungsanstalt der Stadt Wien
    1893 Miethaus
Wien 6, Webgasse 24
Standort
   
 
1894 Ehem. Palais Rothschild
  Wikidata
Wien 4, Prinz-Eugen-Straße 26
Standort

Anmerkung: heute Brasilianische Botschaft
    1894 Miethaus
Wien 6, Gumpendorferstraße 26 / Bienengasse 1
Standort
   
 
1894–1895 Palais Lanckoronski
  Wikidata
Wien 3, Jacquingasse 16–18
Standort
zerstört

Anmerkung: Palais Lanckoroński
    1894–1895 Villa Geitler
Wien 13, Lainzer Straße 43
Standort
    1895 Miethaus
Wien 4, Wiedner Hauptstraße 46
Standort
   
 
1896 Klubhaus Residenzhof
ObjektID: 27710
  Wikidata
Wien 1, Seilerstätte 16
Standort

Anmerkung: Wohnungen und Klubräume
   
 
1898 Ehem. Liesinger Brauhaus-Restauration
ObjektID: 18182
  Wikidata
Wien 23, Breitenfurterstraße 370
Standort
    1898–1899 Villa Forster
Wien 13, Adolfstorgasse 21
Standort
   
 
1902–1904 Gerngross
  Wikidata
Wien 7, Mariahilfer Straße 42–48
Standort
zerstört
   
 
1903–1904 Bezirksamt Liesing
ObjektID: 19036
  Wikidata
Wien 23, Perchtoldsdorfer Straße 2
Standort
    1904 Terramare-Schlössel
Wien 17, Heuberggasse 10 / Trimmelgasse 5
Standort
    1908 Miethaus
Wien 19, Pokornygasse 23
Standort
    1908–1910 Miethaus
Wien 8, Wickenburggasse 3
Standort
    1908–1910 Miethaus
Wien 8, Wickenburggasse 5
Standort
 BW  
 
1910–1912 Neurologisches Krankenhaus Rosenhügel
ObjektID: 130517
  Wikidata
Wien 13, Riedelgasse 5
Standort

Anmerkung: Direktionsvilla, Verwaltungsgebäude, Wirtschaftshof, Küche

Andere OrteBearbeiten

Foto   Baujahr Name Standort Beschreibung
    in den 1870er Jahren Palais Sanguszko Antoniny
Antoniny, heute Ukraine zerstört

Anmerkung: 1919 von den Bolschewiken zerstört
    1880 Waldhäuser Ernst Ledere
Dr.-Sigmund-Stransky-Straße 13, Bad Vöslau
Standort
   
 
1881–1883 Palais Karolyi-Csekonics
  Wikidata
Múzeum ut 17, Budapest
Standort

Anmerkung: Palais Lanckoroński
   
 
1885 Palais Modello
  Wikidata
Fiume (Rijeka), heute Kroatien
Standort

Anmerkung: Heute Stadtbücherei und italienisches Kulturzentrum
   
 
1885 Justizpalast Suceava
  Wikidata
Suceava, heute Rumänien
Standort
   
 
1890–1891 Friess Villa, Neues Schloss
  Wikidata
Zborovice, heute Tschechien
Standort
   
 
1890–1891 Schloss Pavlovice
  Wikidata
Pawlowitz (Pavlovice u Přerova), heute Tschechien
Standort

Anmerkung: Heute Altersheim Domov Alfréda Skeneho
    1891–1896 Hotel Waldeck
Smetanovy sady 75/1, Pilsen, heute Tschechien
Standort
    1892 Lausturm Sooß
Lausturm 1, Sooß
Standort

Anmerkung: In Auftrag gegeben von Schlumberger zum Gedenken der Ausrottung der Reblaus. Auch Weinbergschlösschen Schlumberger
   
 
1893–1895 Kaiserbad
  Wikidata
Karlsbad (Karlovy Vary), heute Tschechien
Standort
   
 
1896–1907 Grandhotel Pupp
  Wikidata
Karlsbad (Karlovy Vary), heute Tschechien
Standort
   
 
1897 Schloss Žinkovy
  Wikidata
Žinkovy, heute Tschechien
Standort
   
 
1898 Palais Jan Albin Goetz
  Wikidata
Brzesko, heute Polen
Standort
   
 
1898 Berghaus Hochschneeberg
  Wikidata

Standort
   
 
1898 Bank
Sitschowych Strilziw Uliza 9, Lemberg (Lwiw), heute Ukraine
Standort
   
 
1898 Casino Szlacheckie in Lemberg
  Wikidata
Lemberg (Lwiw), heute Ukraine
Standort
   
 
1898–1899 Staatstheater Mainz, Umbauten
  Wikidata
Mainz, Deutschland
Standort
    1899–1900 Hatschek-Villa
Linz, Auf der Gugl 3 zerstört
   
 
1899–1901 Hotel George
  Wikidata
Lemberg, heute Ukraine
Standort
  1899 Hotel Erzherzog Johann
Semmering, Bundesstraße 4
Standort
zerstört
   
 
1900 Parkkolonnaden
  Wikidata
Karlsbad (Karlovy Vary), heute Tschechien
Standort

Anmerkung: Tržní kolonáda
BW   1897 Hotel Schneeberghof
Wiener Neustädter Straße 24, Puchberg am Schneeberg
Standort
Früher Hotel Schneebergbahn. Nach wie vor Hotel, mit modernem Anbau
BW   1902 Villa Böhler
Mariazeller Strasse 30, Kapfenberg
Standort
   
 
1912–1913 Hotel Panhans
  Wikidata
Dependancen "Pension Waldesruhe" und "Fürstenhof", Semmering, Hochstraße 32 a/b, NÖ
Standort
 BW  
 
1912–1914 Kastner & Öhler
Graz, Sackstraße
Standort
  • zahlreiche Villenbauten und Schlösser: u. a. die Jagdschlösser von Baron Rothschild, Villa Wessely (v/o Füssel-Villa) in Tulln, Villa Schwarzenbach in Rüschlikon/Zürich

LiteraturBearbeiten

  • Ferdinand Fellner: Die Entwicklung des Theaterbaues in den letzten fünfzig Jahren. Ein Vortrag, gehalten am 26. November 1909 in der Zentralvereinigung der Architekten der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder in Wien. Im Selbstverlag des Verfassers, Wien 1909.
  • Fellner & Helmer: Sammelwerk der ausgeführten Bauten und Projekte in den Jahren 1870/1914. s. n., Wien 1914.
  • Alois Maria Wurm-Arnkreuz: Architekt Ferdinand Fellner und seine Bedeutung für den modernen Theaterbau. Verlag für Technik und Industrie, Wien u. a. 1919.
  • Hans-Christoph Hoffmann: Die Theaterbauten von Fellner und Helmer. (= Studien zur Kunst des neunzehnten Jahrhunderts 2). Prestel, München 1966, ISBN 3-7913-0128-4 (Zugleich: Darmstadt, Techn. Hochsch., Diss., 1966).
  • Siegfried Theiss: Fellner, Ferdinand. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 5, Duncker & Humblot, Berlin 1961, ISBN 3-428-00186-9, S. 74 f. (Digitalisat).
  • Hans-Christoph Hoffmann: Helmer, Hermann Gottlieb. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 8, Duncker & Humblot, Berlin 1969, ISBN 3-428-00189-3, S. 494 (Digitalisat).
  • Dieter Klein: Fellner & Helmer. Wiener Atelier mit Weltgeltung. In: Baukultur. Nr. 4, 1997, ISSN 0722-3099, S. 34–47.
  • Iskra Buschek: Fellner & Helmer. Die Architekten der Illusion. Theaterbau und Bühnenbild in Europa. Herausgegeben von Gerhard M. Dienes. Stadtmuseum, Graz 1999, ISBN 3-900764-21-2 (Anlässlich der Ausstellung „100 Jahre Grazer Oper“, Ausstellungskatalog mit Übersicht über alle Theaterbauten der Architekten).
  • Géza Hajós, Eckart Vancsa, Ulrike Steiner, Walter Brauneis, Ülküm Fürst: Die Kunstdenkmäler Wiens. Die Profanbauten des III., IV. und V. Bezirkes. Mit Einleitung über die topographische und kunsthistorische Entwicklung der Bezirke (= Österreichische Kunsttopographie 44). Schroll, Wien 1980, ISBN 3-7031-0470-8.
  • Felix Czeike, Helga Czeike: Historisches Lexikon Wien. In 6 Bänden. Kremayr & Scheriau, Wien u. a. 2004, ISBN 3-218-00740-2.
  • Joseph Schwaighofer: Zur Geschichte des Wiener Warenhauses. In: Wettbewerbe. Architekturjournal. Jg. 32, Nr. 267/268, 2008, ISSN 1015-4477, S. 36–41.
  • Igor Kovačevič, chief ed.: Beyond everydayness - Theatre architecture in Central Europe. National Theatre Prague, Prag 2010, ISBN 978-80-7258-364-5 (englisch).

FilmBearbeiten

  • Die Theaterbauer Helmer und Fellner – Räume für Träume. Dokumentation, Österreich, 2008, 26 Min., Regie: Ute Gebhardt, Produktion: NDR, WEGA film Wien, Inhaltsangabe von arte

WeblinksBearbeiten

  Commons: Büro Fellner & Helmer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. https://www.theatre-architecture.eu/en/db/?theatreId=231