Hauptmenü öffnen

Das Autobahndreieck Neuss-Süd (Abkürzung: AD Neuss-Süd) ist ein in Trompetenform angelegtes Autobahndreieck in Nordrhein-Westfalen in der Metropolregion Rhein-Ruhr. Es verbindet die Bundesautobahn 46 (DüsseldorfWuppertal) mit der Bundesautobahn 57 (Goch-Köln; Trans-Niederrhein-Magistrale; E 31).[1]

Autobahndreieck Neuss-Süd
A46 A57 E31
Lage
Land: Deutschland
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinaten: 51° 9′ 16″ N, 6° 45′ 9″ OKoordinaten: 51° 9′ 16″ N, 6° 45′ 9″ O
Basisdaten
Bauart: linksgeführte Trompete
Brücken: 1 (Autobahn)

GeografieBearbeiten

Das Autobahndreieck liegt auf dem Stadtgebiet von Neuss. Nächstgelegene Stadtteile sind Norf, Uedesheim und Allerheiligen. Es befindet sich etwa 6,2 km südöstlich von Neuss-Zentrum (Landestheater), etwa 7,4 km südwestlich von Düsseldorf (Graf-Adolf-Platz), 25 km südlich von Krefeld und etwa 28 km nordwestlich von Köln (Domplatte). Unmittelbar westlich des Kreuzes beginnt eine gemeinsame Streckenführung der A 46 und der A 57 bis zum Kreuz Neuss-West.

Das Autobahndreieck Neuss-Süd trägt auf der A 46 die Anschlussstellennummer 21, auf der A 57 die Nummer 24.

GeschichteBearbeiten

Das Autobahndreieck Neuss-Süd entstand 1983[2] durch die Anbindung der A 46 an die dort bereits seit der ersten Hälfte der 1960er Jahre[3][4][5] entlangführenden A 57.

Bauform und AusbauzustandBearbeiten

Die Autobahn 57 ist im Bereich des Autobahndreiecks sechsspurig ausgebaut, geht jedoch direkt nach dem Ende des Autobahndreiecks in Richtung Süden in einen vierspurigen Abschnitt über.[6] Eine Erweiterung dieses Abschnitts um je eine zusätzliche Fahrspur pro Richtung ist im Bundesverkehrswegeplan als vordringlicher Bedarf eingetragen und befindet sich momentan im Planfeststellungsverfahren.[7][8] Auch die Fahrbahn der Autobahn 46 ist bis kurz vor dem Kreuz sechsspurig ausgebaut, bis sie sich in diesem aufteilt.[9]

Das Autobahndreieck wurde als provisorische linksgeführte Trompete angelegt, wobei sich das Ohr im südöstlichen Quadranten befindet. Das Autobahndreieck ist sehr groß dimensioniert, da zwischen den Verbindungsrampen A 57 Köln–A 46 Wuppertal und A 46 Wuppertal–A 57 Krefeld gegenüber dem restlichen Dreieck sehr große Flächen freigehalten wurden. Dies erklärt sich dadurch, dass es ursprünglich ein Autobahnkreuz in Kleeblattform werden sollte, da die A 46 ursprünglich südlicher durch Neuss trassiert werden sollte. Dies ist sich auch daran erkennbar, dass das Ohr der Trompete ähnlich wie das Ohr eines Kleeblatts erst recht spät, nachdem die beim Dreieck einmündende Autobahn überquert wurde, in die Hauptfahrbahn einmündet. Da diese Planungen verworfen wurden, verläuft die A 46 zwischen Neuss-Süd und Neuss-West auf der A 57.

VerkehrsaufkommenBearbeiten

Das Kreuz wurde im Jahr 2015 täglich von rund 120.000 Fahrzeugen befahren.

Von Nach Durchschnittliche
tägliche Verkehrsstärke
Anteil
Schwerlastverkehr[10][11][12]
2005 2010 2015 2005 2010 2015
AD Neuss-Süd AS Neuss-Uedesheim (A 46) 59.900 59.000 69.600 12,6 % 10,6 % 11,3 %
AS Neuss-Norf (A 57) AD Neuss-Süd 91.800 89.900 93.900 13,0 % 10,6 % 11,6 %
AD Neuss-Süd AS Dormagen (A 57) 68.800 69.100 75.300 10,7 % 08,8 % 13,8 %

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. AD Neuss-Süd. (Nicht mehr online verfügbar.) Autobahnkreuze & Autobahndreiecke in Deutschland, 2015, ehemals im Original; abgerufen am 19. August 2015.@1@2Vorlage:Toter Link/www.autobahnkreuze-online.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. Autobahn 46. Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 18. August 2015: „Über das Kreuz Hilden hinaus wurde die A 46 durch den Düsseldorfer Süden und über den Rhein (Fleher Brücke) bis nach Neuss-Süd gebaut, wo sie an die A57 anschließt. Diese Erweiterung der A 46 wurde in den Jahren 1979 bis 1983 fertig gestellt.“
  3. Autobahn 57. Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 18. August 2015: „Die vorhandene B9 zwischen Neuss und Köln wurde 1966 durch die vierspurige EB9 (Ersatz-Bundesstraße) ersetzt, die damit den ersten Teil der späteren Autobahn darstellte.“
  4. SHELL-Strassenzustandskarte 3 - Rhein-Ruhr (Frühjahr 1959) 1:500.000. In: Landkartenarchiv DE. Michael Ritz, abgerufen am 18. August 2015 (1959 ist die Straße noch nicht auf der Karte zu finden.).
  5. Neusser Stadtplan 1965. M 1 : 15 000. (Nicht mehr online verfügbar.) Stadt Neuss, archiviert vom Original am 22. Dezember 2015; abgerufen am 18. August 2015 (1965 ist der Abschnitt der Autobahn, auf den sich hier bezogen wird, bereits auf der Karte auffindbar, wie trotz der großen Unschärfe erkennbar ist.).   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.neuss.de
  6. vgl. Luftbild der A 57 südlich des Autobahndreiecks in Bing Maps (Zugriff am 18. August 2015)
  7. A 57. GOCH - KAMP-LINTFORT - KREFELD - NEUSS - DORMAGEN - KÖLN. In: Autobahnatlas online. Patrick Scholl, abgerufen am 18. August 2015.
  8. Autobahn 57 - Hauptschlagader am Niederrhein. Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 18. August 2015: „Der 9,1 Kilometer lange Abschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Neuss-Süd und der Anschlussstelle Dormagen befindet sich im Planfeststellungsverfahren.“
  9. vgl. Luftbild der A 46 östlich des Autobahndreiecks in Google Maps (Zugriff am 18. August 2015)
  10. Manuelle Straßenverkehrszählung 2005. (PDF) Ergebnisse auf Bundesautobahnen. BASt Statistik, 2005, abgerufen am 28. November 2017.
  11. Manuelle Straßenverkehrszählung 2010. (PDF) Ergebnisse auf Bundesautobahnen. (Nicht mehr online verfügbar.) BASt Statistik, 2010, ehemals im Original; abgerufen am 28. November 2017.@1@2Vorlage:Toter Link/www.bast.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  12. Manuelle Straßenverkehrszählung 2015. (PDF) Ergebnisse auf Bundesautobahnen. BASt Statistik, 2015, abgerufen am 28. November 2017.