Autópálya M1

Autobahn M1 in Ungarn

Autópálya M1 (ungarisch für ,Autobahn M1‘) ist eine in Ost-West-Richtung verlaufende Autobahn in Ungarn und Teil der Europastraßen 60, 65 sowie 75. Sie beginnt im Westen der Landeshauptstadt Budapest und führt vorbei an Tatabánya, Győr und endet bei Hegyeshalom an der Staatsgrenze zu Österreich. Dort schließt sie an die Ost Autobahn (A4) an.

Vorlage:Infobox hochrangige Straße/Wartung/HU-M
M1-es autópálya in Ungarn
M1
 E60-HUN.svg E65-HUN.svg E75-HUN.svg
Karte
Verlauf der M 1
Basisdaten
Betreiber: Magyar Közút Nonprofit Zrt.
Gesamtlänge: 171 km

Megyék (Komitate):

Ausbauzustand: vierstreifig
(vor Budapest achtstreifig)
AutobahnM1.JPG
Ansicht nach Budapest in Richtung Tatabánya
Straßenverlauf
Autobahn Beginn Übergang aus F1 F7 gemeinsam mit M7
Anschlussstelle (6)  Budapest-Őrmező F1 F7
Anschlussstelle Budapest-Gazdagrét
Anschlussstelle (7)  Budaörs
Ortschaft Ende Ortsende Budapest
Komitat Pest
Anschlussstelle (9)  Budaörs-Centrum
Anschlussstelle (10)  Budaörs-kelet
Tankstelle Raststation Budaörsi pihenőhely (MOL)
Anschlussstelle (11)  Budaörs-nyugat
Knoten (12)  M7 E71 nach Balaton
Anschlussstelle (14)  Törökbálint Budakeszi
Anschlussstelle (15)  Tópark
Knoten (16)  Budapester Ring M0 E65 E75
Anschlussstelle (17)  Symbol: Rauf Biatorbágy F1
Anschlussstelle (21)  Biatorbágy, Páty
Tankstelle Raststation Sasfészek-tó pihenőhely (MOL)
Anschlussstelle (26)  Zsámbék, Herceghalom
Tankstelle Raststation (28)  Zsámbéki pihenőhely (MOL)
Komitat Fejér
Anschlussstelle (39)  Bicske, Nagyegyháza F1
Anschlussstelle (43)  Óbarok (nicht mit einer Tafel markiert)
Tankstelle Raststation Óbarok pihenőhely (OMV)
Anschlussstelle Szárliget
Komitat Komárom-Esztergom
Parkplatz (54)  Harkályos pihenőhely
Anschlussstelle (56)  Tatabánya-Óváros F1
Park Rast (57)  Turul pihenőhely
Anschlussstelle (61)  Tatabánya-Centrum F1
Anschlussstelle (64)  Tata
Tankstelle Raststation Remetségi pihenőhely (Shell)
Anschlussstelle (67)  Tata Környe
Park Rast (72)  Grébics pihenőhely
Park Rast (83)  Igmánd pihenőhely
Anschlussstelle (85)  Komárom, Kisbér F13
Anschlussstelle (94)  Bábolna
Tankstelle Raststation Concó pihenőhely (OMV)
Komitat Győr-Moson-Sopron
Anschlussstelle (101)  Nagyszentjános, Gönyű, Bőny
Knoten (107)  Győr-kelet M19
Anschlussstelle (112)  Győr-Győrszentiván F813
Anschlussstelle (115)  Győr-iparterület F81
Anschlussstelle (119)  Győr-Szabadhegy F82
Tankstelle Raststation Arrabona pihenőhely (MOL/OMV)
Anschlussstelle (123)  Győr-Ménfőcsanak F83
Fluss Raab- Brücke (355 m)
Knoten (129)  Győr-nyugat M85 F85 nach Sopron, Szombathely
Parkplatz mit WC (135)  Börcs pihenőhely
Anschlussstelle (142)  Lébény Mecsér
Parkplatz mit WC (144)  Lébény pihenőhely
Parkplatz mit WC (150)  Hanság pihenőhely
Parkplatz mit WC (158)  Lajta pihenőhely
Anschlussstelle (160)  Mosonmagyaróvár, Szombathely F86 E65
Tankstelle Raststation (162)  Mosoni pihenőhely (MOL)
Knoten (166)  M15 E65 E75 nach RajkaD2 Slowakei
Anschlussstelle (168)  Hegyeshalom-kelet F1
Anschlussstelle (171)  Hegyeshalom F16
EU-Grenzübergang Hegyeshalom (HU) – Nickelsdorf (AT)
Österreich Weiter auf A4 E60Wien

Die M1 stellt von Budapest die direkte Straßenverbindung mit den Hauptstädten von Österreich, Wien, und der Slowakei, Bratislava (via M15), her. Daher ist sie eine der wichtigsten Fernverkehrsstraßen in Ungarn.

Die Gesamtlänge der Straße beträgt 171 Kilometer.[1]

GeschichteBearbeiten

Staatlich gebaute SektionenBearbeiten

Der erste 12 km lange Abschnitt der Autobahn M7 wurde 1964 gebaut. Ab 1973 wurde in Törökbálint auf der Standspur die linke Spur gewertet und 1978 die richtige Spur in Betrieb genommen.

Von der Ausfahrt Tatabánya-Nord bis zur Ausfahrt Komárom wurde die linke Seite der Strecke 1975 fertiggestellt. Die Strecke zur Ausfahrt Győr-Ost (Kilometer 105) wurde 1977 dem Verkehr übergeben.

Der 1964 in Budaörs gebaute Abschnitt der M1 und gleichzeitig auch der M7, wurde von 1977 bis 1978 mit zwei Takten auf die heutige Breite erweitert.

Zwischen den Kilometern 12 und 16 wurde von 1979 bis 1981 die rechte Spur fertiggestellt. Im Jahr 1982 wurde die Autobahn zwischen Kilometer 38 und 66 auf die volle Breite der Straße ausgebaut. Im Jahr 1985 wurden die Abschnitte von Kilometer 25 bis 38, sowie 1987 von 16 bis 25 fertiggestellt. Im Jahr 1990 wurde auch die fehlende rechtsseitige Straße von Kilometer 66 bis 105 gebaut.

In Konzession gebaute SektionenBearbeiten

1991 erhielt Ungarn das Recht, die Weltausstellung von 1996 zu organisieren. Die Vereinbarung machte es notwendig, die Autobahn M1 so schnell wie möglich fertigzustellen. Aufgrund der sich abzeichnenden Wirtschaftskrise verfügte das Land jedoch nicht über die Ressourcen, die für den Bau der Straße erforderlich waren. Daher wurde eine Ausschreibung für private Investoren durchgeführt. Am 13. April 1993 unterzeichnete der Staat einen Vertrag mit dem Privatinvestor, der die Erste Ungarische Konzessionsautobahn Rt. Gegründet hatte. Die neue Gesellschaft hat das Recht erworben, die Fahrbahn 35 Jahre lang zu betreiben.

Im Jahr 1996 wurde die Autobahn vollständig fertiggestellt. Dies war der erste Autobahnabschnitt in Ungarn, wo Grünbrücken eingerichtet wurden.

StreckenfreigabenBearbeiten

Abschnitt Länge Inbetriebnahme
Budapest, Budaörsi út – Törökbálint
(Gemeinsamer abschnitt mit dem M7)
12,0 km 1964 (1. Fahrbahn)
1978–1979 (2. Fahrbahn)
Törökbálint – Budakeszi 4,0 km 1979 (teilweise 1. Fahrbahn)
1981 (vollständig 2. Fahrbahn)
Budakeszi – Zsámbék 9,0 km 1987
Zsámbék – Bicske 13,0 km 1985
Bicske – Tatabánya-Nord 28,0 km 1982
Tatabánya-Nord – Komárom 20,0 km 1975 (1. Fahrbahn)
1990 (2. Fahrbahn)
Komárom – Győr-Ost 19,0 km 1977 (1. Fahrbahn)
1990 (2. Fahrbahn)
Umfahrung Győr (Knoten Ost – West) 19,0 km 1994
Győr-West – Österreichische Grenze (Hegyeshalom) 42,0 km 1996

AutobahnmeistereienBearbeiten

Die Autobahn M1 wird von 3 Autobahnmeistereien unterhalten, welche von der Magyar Közút Nonprofit Zrt. betrieben werden.

  • Bicske, Im 38 Kilometer langen Abschnitt
  • Komárom, Im 85 Kilometer langen Abschnitt
  • Lébény, Im 142 Kilometer langen Abschnitt

Abschnitte als EuropastraßeBearbeiten

Folgende Europastraßen verlaufen entlang der Autópálya M1:

  • E 60: Österreichische Grenze–Autobahnkreuz M0
  • E 65: Autobahnkreuz M15–Dreieck Mosonmagyaróvár
  • E 75: Autobahnkreuz M15–Autobahnkreuz M0

VerkehrsaufkommenBearbeiten

Die Bedeutung der Schnellstraße hat seit dem Regimewechsel im 1990 zugenommen und ist heute Ungarns wichtigste westliche Verbindung. Abschnitte in der Nähe von Budapest gehören zu den verkehrsreichsten Straßen in Ungarn.

Durchschnittlicher täglicher Verkehr auf der Autobahn[2]

Abschnitt DTV
Budapest (Kreuz M7 – Kreuz M0) 91.943
Bicske (Zsámbék – Bicske) 75.545
Tatabánya (Tatabánya-Óváros – Tata) 75.274
Győr (Győr-Szabadhegy – Győr-Ménfőcsanak) 73.795
Hegyeshalom (Kreuz M15 – Hegyeshalom) 44.039

Gebührenpflichtige StreckenBearbeiten

Die M1 in Ungarn ist fast komplett gebührenpflichtig. Von Ausfahrt 7 bei Dreieck Egér út bis zur Grenze nach Österreich (Grenzstadt in Ungarn: Hegyeshalom-nyugat) ist die Strecke durchgehend gebührenpflichtig für PKW und LKW. Der Beginn in Budapest bis zur Ausfahrt 15 ist das einzige kleine Stückchen, das nicht gebührenpflichtig ist.

Siehe aus Maut in Ungarn

Komitat-VignetteBearbeiten

Seit dem 1. Januar 2015 kann die Autobahn M1 mit der landesweit gültigen oder abschnittsweise mit einer im jeweiligen Komitat geltenden elektronischen Vignette benutzt werden. Die komitatsweiten Vignetten gelten wie folgt:

Komitat Verwendbarer Abschnitt
  Pest vom Dreieck Egér út bis zur Ausfahrt Bicske (7 km – 39 km)
  Fejér von Herceghalom bis zur Ausfahrt Tatabánya-Óváros (27 km – 56 km)
  Komárom-Esztergom von Bicske bis zur Ausfahrt Győrszentiván (39 km – 112 km)
  Győr-Moson-Sopron von der Ausfahrt Bábolna bis zur Staatsgrenze bei Hegyeshalom, Grenzübergang nach Österreich (94 km – 171 km)

WeblinksBearbeiten

Commons: Autópálya M1 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Magyarország, autóatlasz 1:200.000, Honvédelmi Minisztérium Térképészeti Kht., ISBN 978-963-257-087-7.
  2. Forgalomszámlálás (Bericht der Anstalt für Straßenwesen.).