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Auslosung (Sport)

verschafft im Sport bei Turnieren eine zufällige Zuordnung von Spielern oder Mannschaften in Gruppen oder Begegnungen
Auslosung der Final Four der EHF Champions League 2015/16 durch den EHF-Generalsekretär Michael Wiederer

Mit einer Auslosung verschafft man im Sport bei Turnieren eine zufällige Zuordnung von Spielern oder Mannschaften in Gruppen oder Begegnungen. Den meisten Turnieren geht eine Auslosung voraus. Man unterscheidet Auslosungen mit und Auslosungen ohne Setzliste.

VorgangBearbeiten

Zur Auslosung schreibt man die Teilnehmernamen auf Karten, die entweder jeweils in einer Kugel platziert oder gefaltet werden, dass der Name von außen nicht erkennbar ist. Danach wird von einer sogenannten Losfee (oftmals einem Sportfunktionär oder einem Prominenten) nach gutem Mischen ein Los nach dem anderen aus dem Lostopf bzw. den Lostöpfen gezogen. Die Reihenfolge der gezogenen Turnierteilnehmer entscheidet über deren Position im Tableau.

Auslosung ohne SetzlisteBearbeiten

Ohne Setzliste ist jede Begegnung bzw. jede Gruppeneinteilung, die theoretisch möglich wäre, denkbar. Die Spieler oder Mannschaften werden nach dem Zufallsprinzip auf die Begegnungen oder Gruppen verteilt.

Auslosung mit SetzlisteBearbeiten

Da bei Auslosungen ohne Verwendung einer Setzliste der Fall eintreten kann, dass die besten beiden Teilnehmer schon sehr früh im Turnierverlauf aufeinandertreffen (und der objektiv zweitbeste Teilnehmer ggf. sehr früh ausscheidet), wird oft eine sog. Setzliste angewendet. Sie verhindert frühe Aufeinandertreffen von Favoriten.

Anhand eines möglichst objektiven Maßstabs (z. B. der Setzliste bei Fußball-Weltmeisterschaften) wird eine nach Stärken geordnete Reihung der Teilnehmer erreicht. Durch Ziehen der Lose aus verschiedenen, unterschiedlich starken Lostöpfen erreicht man, dass im K.O.-System immer stärkere gegen schwächere Spieler antreten, bzw. in Gruppenphasen immer eine starke, eine weniger starke ... bis hin zu einer schwachen Mannschaft/Spieler pro Gruppe vertreten ist.

Hauptziel bei der Verwendung von Setzlisten ist, zu verhindern, das schwache Mitbewerber aufgrund von Losglück nur gegen noch schwächere Gegner antreten, und dadurch im Turnierverlauf weit vordringen wogegen sich wesentlich stärkere Mannschaften sehr frühzeitig gegenseitig aus dem Wettbewerb kegeln könnten.