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August Kampf

deutscher kaiserlicher Hoffotograf
August Kampf im Einsatz

August Kampf (* 1836; † 1914) war ein Aachener Maler und kaiserlicher Hof-Fotograf des 19. Jahrhunderts. Er betätigte sich als Personen- und Architektur-Porträtist.

Inhaltsverzeichnis

Leben und WirkenBearbeiten

 
August Kampf Inserat 1863. Lousberg Belvedere

August Kampf, Sohn von Karl Kampf, Bandwirker und Zeugdrucker in Elberfeld und der Elisabeth Althoff[1], war der Vater der Maler Arthur von Kampf und Eugen Kampf. August Kampf erstellte Cartes-de-Visite, Fotografien im Kabinettformat und kolorierte Werke. Dabei setzte er reale Dekoration mit in Szene. Die Fotografen jener Zeit verfügten über Requisiten, die sie wie einen Bühnenaufbau zu ihren Fotografien arrangierten.

August Kampf präsentierte sich als Fotograf des Deutschen Reiches mit dem Wappen-Adler auf seinen Revers. Er führte sein Atelier 1863 in der Comphausbadstraße 25 und ab 1864 im Nachbarhaus Nummer 27[2], wo zehn Jahre zuvor Jacob Wothly als Fotograf und Maler tätig war. Im Aachener Adressbuch 1863 warb er in seinem Inserat für „Aufnahmen zu jeder Tageszeit.“

Weitere Informationen über den Fotografen August Kampf liefern die Aufdrucke der Revers seiner Cartes-de-Visite. August Kampf war „Hof-Photograph Seiner Majestät und Kaisers von Deutschland und Königs von Preußen“. Die Medaille der Gewerbeausstellung in Düsseldorf aus dem Jahr 1880 und eine weitere Medaille zur Weltausstellung 1873 in Wien gehören zu seinem Verdienst. Das Motto der Ausstellung in Wien, wo Kampf in der Rotunde des Industriepalastes seinen Stand hatte, lautete: „Kultur und Erziehung“. Während der Exposition brach die Cholera in Wien aus und 13 Touristen erkrankten. Trotzdem wurden rauschende Bälle zelebriert.

In Aachen expandierte Kampf später in die Theaterstraße Nr. 3[3], wo zu jener Zeit sowie auf dem benachbarten Theaterplatz die Fotoateliers von Carl Billotte, August Classens, Adolph Erkelenz und Eugen Westendorp kulminierten.

WerkeBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Rudolf Dünnwald: Aachener Architektur im 19. Jahrhundert. Friedrich Ark Stadtbaumeister 1839-1876. Aachener Beiträge für Baugeschichte und Heimatkunst. Bd. 6 i. A. d. Aachener Geschichtsvereins hrsg. v. Bernhard Poll, Aachen, Verlag Aachener Geschichtsverein, 1974.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Otto Zirk: Kampf, Arthur von. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 11, Duncker & Humblot, Berlin 1977, ISBN 3-428-00192-3, S. 90 f. (Digitalisat).
  2. Angaben zum Fotostudio
  3. Kampf war 1877/78 in beiden Häusern wohnend und als Eigentümer eingetragen. In der Comphausbadstraße als Fotograf und in der Theaterstraße als Hof-Fotograf. Adressbuch Aachen. 1877/78; 1879.