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Audierne
Gwaien
Wappen von Audierne
Audierne (Frankreich)
Audierne
Region Bretagne
Département Finistère
Arrondissement Quimper
Kanton Douarnenez
Gemeindeverband Cap Sizun-Pointe du Raz
Koordinaten 48° 1′ N, 4° 33′ WKoordinaten: 48° 1′ N, 4° 33′ W
Höhe 0–67 m
Fläche 18,37 km2
Einwohner 3.684 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 201 Einw./km2
Postleitzahl 29770
INSEE-Code
Website http://www.audierne.fr/

Hafen von Audierne

Audierne (bretonisch Gwaien) ist eine Gemeinde in der Cornouaille, im Westen Frankreichs im Département Finistère in der Region Bretagne. Auf einer Fläche von 18,37 km² leben 3684 Einwohner (Stand 1. Januar 2016). Audierne liegt auf einer Halbinsel an der Mündung des Goyen und ist ein Fischerort mit langem Sandstrand. Vom Hafen des Stadtteils Esquibien kann man mit dem Boot zur Île de Sein fahren.

Goyen.

Der ehemals bedeutsame Fischereihafen ist heute im Wesentlichen ein Yachthafen. Von der Fischerei übriggeblieben ist eine Austernaufzuchtstation, in der man die Delikatesse erstehen kann. Entlang des Hafens erstreckt sich der Hauptgeschäftsbereich des Städtchens mit einem ziemlich kompletten Handelsangebot, mit Cafés, Bars und Restaurants, Creperien, Boutiquen, Immobilienmaklern und Ferienhausagenturen, dem Rathaus, dem Fremdenverkehrsbüro, dem Haltepunkt der regionalen Buslinien u. v. m. Samstagvormittag ist hier ein Wochenmarkt Treffpunkt von Einheimischen und Touristen.

GliederungBearbeiten

Ortsteil ehemaliger
INSEE-Code
Fläche
(km²)
Höhenlage
(m)
Einwohnerzahl
(2016)[1]
Dichte
(Einw. je km²)
Audierne (Verwaltungssitz)00 29003 02,95 0–67 2.100 711,9
Esquibien 29052 15,42 0–79 1.584 102,7

GeschichteBearbeiten

In Audierne befand sich ab Anfang 1939 in einer ehemaligen Sardinenfabrik ein Internierungslager, in dem ursprünglich Soldaten der republikanischen spanischen Armee und der Internationalen Brigaden festgesetzt wurden. Ihnen folgten mit Beginn des Zweiten Weltkrieges als "suspekt" verdächtigte Nicht-Franzosen, in der übergroßen Mehrzahl erklärte Nazi-Gegner. Zu ihnen gehörten in einer zweiten Internierungswelle 1940 u. a. Leonhard Frank, Soma Morgenstern, Jakob Altmaier und Balder Olden. Ihnen gelang unter dramatischen Bedingungen die Flucht vor der heranrückenden Wehrmacht und der ihr folgenden Gestapo.

Am 1. Januar 2016 wurde die Gemeinde Esquibien eingegliedert.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Gemeinde Einwohnerzahlen (Census)
1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2008 2011 2013 2016
Audierne 3.782 3.794 3.517 3.033 2.746 2.471 2.321 2.319 2.153 2.159 2.100
Esquibien00 2.011 1.855 1.957 1.970 1.911 1.611 1.556 1.600 1.598 1.593 1.584
Audierne 5.793 5.649 5.474 5.003 4.657 4.082 3.877 3.919 3.751 3.752 3.684
Quelle: Cassini und INSEE

Die (Gesamt-)Einwohnerzahlen der Gemeinde Audierne wurden durch Addition der bis Ende 2015 selbständigen Gemeinden ermittelt.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Le Patrimoine des Communes du Finistère. Flohic Editions, Band 2, Paris 1998, ISBN 2-84234-039-6, S. 1133–1137.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Audierne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Einwohnerzahlen rückwirkend zum 1. Januar 2016