Attila Valter

ungarischer Radrennfahrer

Attila Valter (* 12. Juni 1998 in Budapest) ist ein ungarischer Radrennfahrer, der vorrangig Rennen im Straßenradsport bestreitet.

Attila Valter
Attila Valter (2023)
Attila Valter (2023)
Zur Person
UCI-Id 10009820727
Geburtsdatum 12. Juni 1998 (26 Jahre)
Geburtsort Budapest
Nation Ungarn Ungarn
Disziplin Straße
Körpergröße 185 cm
Renngewicht 65 kg
Zum Team
Aktuelles Team Visma-Lease a Bike
Funktion Fahrer
Internationale Team(s)
2018
2019
2020
2021–2022
2023–
Pannon Cycling Team
CCC Development Team
CCC Team
Groupama-FDJ
Jumbo-Visma
Wichtigste Erfolge
Gesamtwertung Ungarn-Rundfahrt – 2020
Letzte Aktualisierung: 7. November 2023

Sportlicher Werdegang

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Der Vater von Attila Valter, Tibor, war ebenfalls Radsportler und ist zudem als Trainer tätig. Der Sohn begann mit dem Mountainbiken; sein Traum war es, in dieser Disziplin bei Olympischen Spielen zu starten. Er musste jedoch erkennen, dass in Ungarn die Möglichkeiten den Mountainbikesport auszuüben, eingeschränkt sind. Deshalb wechselte er zum Straßenradsport.[1]

2016 wurde Attila Valter ungarischer Junioren-Meister im Mountainbike-Cross Country. 2018 erhielt er seinen ersten Vertrag beim ungarischen UCI Continental Team Pannon Cycling. Im selben Jahr wurde er ungarischer U23-Meister im Straßenrennen und im Einzelzeitfahren.

2019 wechselte Valter zum CCC Development Team. Er entschied jeweils eine Etappe der Istrian Spring Trophy und der Tour de l’Avenir für sich sowie den Grand Prix Cycliste de Gemenc I. Ebenfalls 2019 wurde er ungarischer Meister im Einzelzeitfahren der Elite. Im Folgejahr stieg er vom Farmteam zum UCI WorldTeam CCC auf, für das er die Ungarn-Rundfahrt, nachdem er im Jahr zuvor den dritten Platz in der Gesamtwertung belegt hatte. 2020 startete Valter bei seiner ersten Grand Tour und belegte beim Giro d’Italia Platz 27 in der Gesamtwertung. Im Herbst gewann er eine Etappe der Ungarn-Rundfahrt.

2021 und 2022 fuhr Valter für Groupama-FDJ, als erster Ungar in diesem Team während dessen 24-jährigen Bestehens.[1] Er bestritt in diesem Jahr erneut den Giro d’Italia. Auf der 6. Etappe belegte er Platz zwölf und übernahm anschließend die Gesamtführung. Damit war er der erste Ungar, der die Maglia Rosa errang. Er musste diese Führung im Gesamtklassement nach der 9. Etappe an Egan Bernal abgeben. Er startete bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio im Straßenrennen, das er jedoch nicht beenden konnte. 2022 wurde er Vierter des UCI-WorldTour-Rennens Strade Bianche und erstmals nationaler Meister im Straßenrennen.

Zur Saison 2023 schloss sich Valter dem Team Jumbo-Visma an und wurde Fünfter bei Strade Bianche, bei der Tour of Norway belegte er den vierten Platz in der Gesamtwertung. Im Juni sicherte er sich beide Titel bei den nationalen Meisterschaften. Bei der Vuelta a España 2023 gehörte er zur Mannschaft von Jumbo-Visma, die den Dreifacherfolg mit Sepp Kuss als Sieger herausfuhr.

2016
  •   Ungarischer Junioren-Meister – MTB-Cross-Country
2018
  •   Ungarischer U23-Meister – Straßenrennen, Einzelzeitfahren
2019
2020
2022
  •   Ungarischer Meister – Straßenrennen
2023
  •   Ungarischer Meister – Einzelzeitfahren, Straßenrennen
  • Mannschaftszeitfahren Burgos-Rundfahrt

2024

  •   Ungarischer Meister – Straßenrennen

Grand Tour-Platzierungen

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Commons: Attila Valter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. a b "In Hungary I almost had no one to look up to". In: equipecycliste-groupama-fdj.fr. 5. März 2021, abgerufen am 13. Mai 2021 (englisch).