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Atli Eðvaldsson

isländischer Fußballspieler

Atli Eðvaldsson (* 3. März 1957 in Reykjavík; † 2. September 2019[1]) war ein isländischer Fußballspieler und -trainer.

Atli Eðvaldsson
Personalia
Geburtstag 3. März 1957
Geburtsort ReykjavíkIsland
Sterbedatum 2. September 2019
Sterbeort Island
Position Mittelstürmer
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1974–1980 Valur Reykjavík
1980–1981 Borussia Dortmund 30 (11)
1981–1985 Fortuna Düsseldorf 122 (38)
1985–1988 Bayer 05 Uerdingen 72 (10)
1988–1989 Valur Reykjavík 23 0(6)
1989 TuRU Düsseldorf
1989–1990 Gençlerbirliği Ankara 23 0(4)
1990–1993 KR Reykjavík 65 (18)
1994 HK Kópavogur 11 0(1)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1974 Island U-19
1978 Island U-21
1976–1991 Island 70 0(8)
Stationen als Trainer
Jahre Station
1995–1996 ÍBV Vestmannaeyjar
1997 Fylkir Reykjavík
1998–1999 KR Reykjavík
1999–2003 Island
2005–2006 Þróttur Reykjavík
2009 Valur Reykjavík
2013 Reynir Sandgerði
2014 UMF Afturelding
2017–2018 Kristianstad FC
2018 Hamar
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Inhaltsverzeichnis

KarriereBearbeiten

Für die deutschen Vereine Borussia Dortmund, Bayer 05 Uerdingen und Fortuna Düsseldorf bestritt er insgesamt 224 Bundesligaspiele als Stürmer und erzielte dabei 59 Tore. Er absolvierte 70 Länderspiele für die isländische Nationalmannschaft.

Am 6. Juni 1983 gelang Atli beim Spiel von Fortuna Düsseldorf gegen Eintracht Frankfurt als erstem isländischen Fußballspieler ein Hattrick in der Bundesliga (Tore zum 3:0 in der 3., 10. und 36. Minute). Später erzielte er auch noch die Tore zum 4:1 (54. Minute) und 5:1-Endstand (82. Minute). Damit war er der erste Ausländer in der Fußball-Bundesliga, der fünf Tore in einem Spiel schoss.[1]

TrainerkarriereBearbeiten

Von 1995 bis 1999 war Atli Trainer der isländischen U-21, von 1999 bis 2003 trainierte er die isländische A-Nationalmannschaft.[2]

FamilieBearbeiten

Er hatte vier Kinder, zwei Mädchen und zwei Jungen. Seine Tochter Sif Atladóttir ist isländische Nationalspielerin, sein Sohn Emil Atlason schloss sich 2015 kurzzeitig dem Drittligisten Preußen Münster an. Sein sieben Jahre älterer Bruder Jóhannes Eðvaldsson spielte unter anderem für Celtic Glasgow.

Atli war Sohn des als Polizeichef von Tallinn vermutlich in Kriegsverbrechen verwickelten Evald Mikson, der in den 1930er Jahren mehrmals für die estnische Nationalmannschaft als Torhüter aufgelaufen war.

Am 2. September 2019 starb Atli infolge einer Krebserkrankung.[3]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Früherer Fortuna-Profi Edvaldsson mit 62 Jahren gestorben. In: RP Online. 2. September 2019, abgerufen am 3. September 2019.
  2. Er schoss fünf Tore in einem Spiel Fortuna Düsseldorf trauert um Stürmer-Legende, express.de, 2. September 2019
  3. Fünferpacker Edvaldsson verstorben. In: Sport1.de. 2. September 2019, abgerufen am 2. September 2019.
  Anmerkung: Isländer werden mit dem Vornamen oder mit Vor- und Nachnamen, jedoch nicht allein mit dem Nachnamen bezeichnet. Weiterführende Informationen finden sich unter Isländischer Personenname.