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Artaserse (Hasse)

Oper von Johann Adolph Hasse
Werkdaten
Titel: Artaserse
Titelseite des Librettos von 1730

Titelseite des Librettos von 1730

Form: Opera seria
Originalsprache: Italienisch
Musik: Johann Adolph Hasse
Libretto: Pietro Metastasio
Uraufführung: 11. Februar 1730
Ort der Uraufführung: Teatro San Giovanni Grisostomo, Venedig
Spieldauer: ca. 3 Stunden
Ort und Zeit der Handlung: Susa, Hauptstadt des persischen Reichs, 465 v. Chr.
Personen
  • Artaserse, Prinz und später König von Persien, Freund von Arbace, Liebhaber der Semira (Tenor)
  • Mandane, Schwester von Artaserse, Geliebte des Arbace (Sopran)
  • Artabano, Befehlshaber der königlichen Garde, Vater von Arbace und Semira (Sopran)
  • Arbace, Freund von Artaserse, Liebhaber der Mandane (Sopran)
  • Semira, Schwester von Arbace, Geliebte des Artaserse (Alt)
  • Megabise, Armee-General und Vertrauter des Artabano (Sopran)

Artaserse ist eine Opera seria in drei Akten des Komponisten Johann Adolph Hasse nach dem Libretto Artaserse von Pietro Metastasio. Artaserse ist die italienische Form des Namens des persischen Großkönigs Artaxerxes I.

Inhaltsverzeichnis

Handlung und LibrettoBearbeiten

WerkgeschichteBearbeiten

Die Premiere erfolgte am 11. Februar 1730 im Teatro San Giovanni Grisostomo in Venedig. Die männliche Hauptrolle des Prinzen Arbace sang der berühmte Kastrat Farinelli. Die übrigen Interpreten waren Filippo Giorgi (Artaserse), Francesca Cuzzoni (Mandane), Nicolò Grimaldi (Artabano), Maria Maddalena Pieri (Semira) und Castore Antonio Castori (Megabise).[1]

Es folgten viele weitere Aufführungen in anderen italienischen Städten, darunter die einer überarbeiteten Fassung 1734 im Teatro San Giovanni Crisostomo in Venedig. Im April 1738 wurde die Oper im Theater am Tummelplatz in Graz (deutsch von F. J. Pircker) gespielt, 1738 in Madrid, 1740 in Ljubljana. Am 9. September 1740 überarbeitete Hasse sie für das Hoftheater in Dresden.[1] Eine weitgehend neue Vertonung, in der nur wenige der alten Arien erhalten blieben, wurde am 20. Januar 1760 im Teatro San Carlo in Neapel aufgeführt. Diese wurde am 3. August 1760 auch im Königlich-Polnischen Opernhaus in Warschau gespielt.[2]

Am 29. Oktober 1734 wurde Artaserse in London von der mit Händels Opernunternehmen konkurrierenden Opera of the Nobility als Pasticcio aufgeführt, das heißt teilweise mit Musik anderer Komponisten, in diesem Fall von Attilio Ariosti, Nicola Antonio Porpora und Farinellis Bruder Riccardo Broschi.[3] Das Titelblatt des Librettos[1] und einige andere Quellen nennen als Aufführungsort das King’s Theatre am Haymarket.[4]

1748 wurde die Oper anlässlich der Eröffnung des Markgräflichen Opernhauses in Bayreuth aufgeführt.[5]

Aufnahmen und Aufführungen in neuerer ZeitBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Artaserse (Hasse) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Artaserse (Johann Adolf Hasse) im Corago-Informationssystem der Universität Bologna, abgerufen am 2. August 2016.
  2. Roland Dieter Schmidt-Hensel: »La musica è del Signor Hasse detto il Sassone…« Johann Adolf Hasses ›Opere serie‹ der Jahre 1730 bis 1745. Quellen, Fassungen, Aufführungen. Teil I: Darstellung. V&R unipress 2009, ISBN 978-3-89971-441-8, v. a. S. 92, 95 und 226.
  3. a b c d Artaserse (Johann Adolf Hasse) bei operabaroque.fr, abgerufen am 2. August 2016.
  4. Paul Henry Lang: George Frideric Handel. Courier Corporation, 2012, S. 250 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. Vorhang auf im Markgräflichen Opernhaus in: Nordbayerischer Kurier vom 11. April 2018, S. 16.
  6. Peter Jungblut: Wilhelmines markgräfliches Hundeleben. In: BR-Klassik, 13. April 2018, abgerufen am 13. April 2018.
  7. Stephan Mösch: Mit Mut zur Lücke. In: Opernwelt, Juni 2018.
  8. Sandra Bowdler: Hasse’s Artaserse receives its Australian première. Rezension der Aufführung der Pinchgut Opera 2018 auf bachtrack.com, 1. Dezember 2018, abgerufen am 14. Januar 2019.