Hauptmenü öffnen

Arnold Huber

italienischer Rennrodler und Bobfahrer

Arnold Huber (* 11. September 1967 in Bruneck) ist ein ehemaliger Rennrodler und Bobfahrer aus Italien. Er gehört zur Rodler- und Bobfamilie Huber aus Südtirol.

LebenBearbeiten

 
WM Sieg 1991
 
Viererbob im Eiskanal
 
Fackellauf Torin 2006 – Bruneck Altstadt

Arnold Huber ist Sohn von Emil Huber und Emma Gruber. Er wurde im Bergdorf Hörschwang oberhalb vom Montal im „Bad Badl“ geboren. Er hat weitere sechs Geschwister: Adelheid, Norbert (ehemaliger erfolgreicher Sportler und Hotelier), Günther (ehemaliger erfolgreicher Sportler und Carabinieri), Ingrid, Wilfried (erfolgreicher Sportler und Carabinieri) und Dietmar.

Mit acht Jahren bestritt Arnold Huber sein erstes Rennen auf der Naturbahn. Dabei konnte er das erste Rennen in der Jugendklasse für sich entscheiden. Es folgten einige größere Erfolge auf der Naturbahn bei den Italienmeisterschaften, Fisi-Rennen sowie bei den Jugend-Weltspielen „giochi della gioventù“.

Mit 16 Jahren im Jahre 1984, wechselt Huber nach Anfrage des Trainers Peter Plaikner nach den Brüdern Norbert und Günther auch auf die Kunstbahn. Im selben Jahr qualifizierte er sich für die Junioren-Weltmeisterschaften im Einsitzer in Bludenz (AUT), wo er den neunten Platz belegte. Im Doppelsitzerwettbewerb durfte das Duo H. Moroder/A. Huber nach einer Entscheidung des damaligen Trainers aufgrund von zu großem Verletzungsrisiko nicht teilnehmen. Im selben Jahr verunglückte dann sein Trainer Peter Plaikner tödlich bei einem Verkehrsunfall.

In den folgenden Jahren nach erfolgreichen Rennen wurde er in die Sportgruppe der Forstwache aufgenommen. Im Herbst 1987 wechselte er zur Sportgruppe der Carabinieri. 1988 wurde er zur Ausbildung der Carabinieri einberufen und konnte nur zwei Rennen bestreiten.

1991 gab es einige Unstimmigkeiten durch das Wechseln Trainerstabes und dadurch wurden einige Athleten teils bei Rennen nicht mehr nominiert. 1995 wechselte Huber zur Bobmannschaft als Pilot im Zweier- und Viererbob. 1997 verletzte sich Huber bei einem Rennen und musste für die restliche Saison und 1998 pausieren.

Trotz seiner langen Sportlerkarriere von 1984 bis 2002 konnte Huber nur einmal an Olympischen Spielen teilnehmen, wo er 1994 den vierten Platz belegte. Bei Rennrodel-Weltmeisterschaften war er viermal am Start und belegte einen ersten, einen zweiten und zwei dritte Plätze.

Im Jahre 2002 beendete er die sportliche Laufbahn. Für den italienischen Wintersportverband arbeitet er heute als Trainer und fördert die Frauenbobmannschaft der Olympiasiegerinnen Weißensteiner/Buletti/Isacco, die Talente der Juniorenmannschaft und der A-Mannschaft der italienischen Herren.

 
Startphase – Zweierbob
 
Zweierbob im Eiskanal

ResultateBearbeiten

1984

  • 9. Platz Junioren-Weltmeisterschaften in Bludenz (AUT)
  • 5. Platz Weltcup in Oberdorf (GER)
  • 1. Platz International Cup in Olang (ITA)
  • 7. Platz Weltcup in Lake Placid (USA)

1985–1987

  • 3. Platz Weltmeisterschaften in Königssee (GER)
  • 1. Platz Amerikan Cup in Lake Placid (USA)
  • 2. Platz „Grossen Preis“ in Igls(AUT)
  • 1. Platz International Cup in Olang (ITA)
  • 3 × 1. Platz bei den Italienmeisterschaften
  • 4 × 1. Platz bei Weltcuprennen
  • 2 × 2. Platz bei Weltcuprennen

1989

  • 1. Platz Skandinaviencup
  • 2. Platz Weltcup

1990

  • 2. Platz Weltmeisterschaften in Calgary (CAN)
  • 3. Platz Europameisterschaften in Igls (AUT)
  • 1. Platz „Grossen Preis“ in Igls (AUT)
  • 3 × 2. Platz bei Weltcuprennen
  • 4. Platz Weltcup

1991

  • 1. Platz Weltmeisterschaften Einsitzer in Winterberg (GER)
  • 2 × 3. Platz bei Weltcuprennen

1992–1994

  • 4. Platz Olympischen Spiele in Lillehammer (NOR)
  • 2. + 3. Platz im Weltcup
  • Wechsel zur Bobmannschaft

1995 bis 2001

  • 4. + 5. Platz Europameisterschaft
  • 2. + 3. + 4. Platz Europa Cup

WeblinksBearbeiten

  • Arnold Huber in der Datenbank von Sports-Reference (englisch)