Arno Ebert

deutscher Schauspieler und Hörspielsprecher

Arno Ebert (* 22. Juni 1899 in Weinheim[1]; † 10. März 1955 in München) war ein deutscher Schauspieler und Hörspielsprecher.

Leben und WirkenBearbeiten

Am TheaterBearbeiten

Über die künstlerische Ausbildung Arno Eberts ist derzeit nichts bekannt. Seit den 1920er Jahren spielte er an Bühnen in der deutschen Provinz. Verpflichtungen führten ihn bis 1945 an Spielstätten in Kaiserslautern, Oberhausen, Halberstadt, Baden-Baden, Aachen und Bielefeld. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte er an das Theater der Stadt Baden-Baden zurück und blieb dort bis 1951 Ensemblemitglied. Anschließend ließ Arno Ebert sich in München nieder, wo er jedoch kein festes Bühnenengagement mehr bekam und sich dort in seinen verbleibenden Lebensjahren ganz auf die Arbeit vor der Kamera konzentrierte.

Beim FilmBearbeiten

Seinen ersten Filmauftritt absolvierte Arno Ebert 1936 mit der Rolle eines Besuchers der Metropolitan Opera in Paul Martins Filmkomödie Glückskinder, in der Lilian Harvey und Willy Fritsch die Hauptrollen spielten. In Arthur Maria Rabenalts Filmkomödie Chemie und Liebe (1948) und dessen Horror-Science-Fiction-Film Alraune (1952) mit Hildegard Knef in der Titelrolle war Ebert in einer jeweils kleineren Rolle besetzt. In Rabenalts romantischem Musicalfilm Wir tanzen auf dem Regenbogen war er 1952 als Kriminalinspektor zu sehen. Wiederum mit Rabenalt als Regisseur drehte Ebert 1953 das romantische Musikdrama Der letzte Walzer, in dem Eva Bartok und Curd Jürgens an der Spitze der Besetzungsliste standen. Im selben Jahr war er erneut in einem Film von Rabenalt besetzt, in dem Filmdrama Der unsterbliche Lump. Karlheinz Böhm, mit dem er schon in Alraune zusammengearbeitet hatte, war ebenfalls wieder mit von der Partie. Eine weitere Zusammenarbeit mit Rabenalt und Karlheinz Böhm ergab sich in dem 1954 veröffentlichten Filmdrama Die Sonne von St. Moritz. Ein weiterer Film von 1954 war die Literaturverfilmung nach Erich Kästner Das fliegende Klassenzimmer, in der er den Kapitän und Ziehvater des von Peter Kraus gespielten Johnny Trotz verkörperte. Im selben Jahr war er noch in dem Kriminaldrama Das Bekenntnis der Ina Kahr zu sehen, in dem er erneut auf Curd Jürgens traf.

Im HörspielstudioBearbeiten

Seit 1946 sind bei der ARD-Hörspieldatenbank zahlreiche Datensätze nachgewiesen, bei denen Ebert als Hörspielsprecher geführt wird. Er war, bis auf wenige Ausnahmen, für den Südwestfunk (SWF) überwiegend in Haupt- und größeren Nebenrollen im Einsatz.

Karriereabschluss beim FernsehenBearbeiten

In seinen letzten Lebensmonaten konzentrierte sich der Wahl-Münchner ganz auf die Mitwirkung in Fernsehfilmproduktionen. In der Verfilmung von Tschechows Theaterstück Der Bär war Ebert 1955 neben Käte Jaenicke und Hanns Ernst Jäger in einer Hauptrolle als Diener Luká besetzt. Seine letzte Rolle spielte er 1955 in der Folge Inspektor Bucket klärt den Tulkinghorn-Mord auf aus der Fernsehserie Die Galerie der großen Detektive, die am 4. März 1955 ausgestrahlt wurde. Sechs Tage darauf starb Arno Ebert im Alter von nur 55 Jahren.

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

HörspieleBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 1: A–Heck. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1960, DNB 451560736, S. 329.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Arno Ebert im Landesarchiv Baden-Württemberg

WeblinksBearbeiten