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Das schweizerische Unternehmen Argor-Heraeus ist eine Affinerie, die Edelmetalle in Barren giesst. Neben klassischen Barren stellt das Unternehmen auch Münzbarren, Kinebarren, geprägte Barren sowie Münzen und Medaillen her. Die Produktionsfähigkeit des Unternehmens beträgt 800 Tonnen Gold pro Jahr (Stand 2016).[1]

GeschichteBearbeiten

Das Unternehmen wurde 1951 unter dem Namen Argor SA mit Sitz in Chiasso gegründet. 1953 ging es auf die UBS-Bank und 1986 in das Gemeinschaftsunternehmen Argor-Heraeus SA über, an dem die UBS und das deutsche Unternehmen Heraeus beteiligt waren. 1988 wurde der Unternehmenssitz nach Mendrisio verlegt. In den Folgejahren beteiligten sich die deutsche Commerzbank und die Münze Österreich an dem Unternehmen.[2]

Zu Beginn der 2010er-Jahre sah sich Argor-Heraeus Vorwürfen ausgesetzt, in den 2000er-Jahren Konfliktgold verarbeitet zu haben.[3] Die schweizerische Bundesanwaltschaft leitete daraufhin ein Ermittlungsverfahren ein,[4] das jedoch im März 2015 eingestellt wurde.[5][1][6]

Medienberichten zufolge stand das Unternehmen 2016 zum Verkauf.[7][8]

Im April 2017 übernahm Heraeus sämtliche Anteile am Unternehmen, das weiterhin als Argor-Heraeus firmiert.[9][10][11]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Roberto Stefano: Schweizer Goldschmelzer gehen diskret vor. In: Handelszeitung. 7. Juni 2016, abgerufen am 4. Juli 2017.
  2. Geschichte. Argor-Heraeus, abgerufen am 3. Juli 2017.
  3. Gerald Hosp: Vorwürfe gegen Goldraffinerien: Jedes Goldkorn zählt. In: Neue Zürcher Zeitung. 7. März 2014, abgerufen am 4. Juli 2017.
  4. Davide Scruzzi: Mehr Licht im Goldhandel. In: Neue Zürcher Zeitung. 6. November 2013, abgerufen am 4. Juli 2017.
  5. Argor-Heraeus’ official stance. (PDF; 17KB) (Nicht mehr online verfügbar.) Argor-Heraeus, 14. April 2015, archiviert vom Original am 15. April 2016; abgerufen am 4. Juli 2017 (Pressemitteilung).   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.argor.com
  6. Carlos Hanimann: Die Bundesanwaltschaft und der Goldhandel: «Politische Justiz zum Schutz wirtschaftlicher Interessen». In: WOZ Die Wochenzeitung. 24. Dezember 2015, abgerufen am 4. Juli 2017.
  7. Goldschmelzer Argor-Heraeus steht offenbar zum Verkauf. In: cash.ch. 11. November 2016, abgerufen am 3. Juli 2017.
  8. Swiss metals refiner Argor-Heraeus up for sale: sources. In: Reuters. 11. November 2016, abgerufen am 3. Juli 2017 (englisch).
  9. Heraeus übernimmt Schweizer Edelmetallverarbeiter Argor-Heraeus. (Nicht mehr online verfügbar.) Heraeus, 3. April 2017, archiviert vom Original am 26. Oktober 2017; abgerufen am 3. Juli 2017 (Pressemitteilung).   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.heraeus.com
  10. Argor‐Heraeus hat mit Heraeus einen neuen Eigentümer. (PDF; 63KB) (Nicht mehr online verfügbar.) Argor-Heraeus, 3. April 2017, archiviert vom Original am 10. Oktober 2017; abgerufen am 3. Juli 2017 (Pressemitteilung).   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.argor.com
  11. Heraeus übernimmt Schweizer Edelmetallverarbeiter Argor. In: Reuters. 3. April 2017, abgerufen am 3. Juli 2017.