Arcachon

französische Gemeinde

Arcachon (okzitan.: Arcaishon) ist eine französische Stadt mit 11.284 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) im Département Gironde in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie ist die Unterpräfektur des gleichnamigen Arrondissement und gehört zum Kanton La Teste-de-Buch.

Arcachon
Wappen von Arcachon
Arcachon (Frankreich)
Arcachon
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Gironde
Arrondissement Arcachon
Kanton La Teste-de-Buch
Gemeindeverband Bassin d’Arcachon Sud-Pôle Atlantique
Koordinaten 44° 40′ N, 1° 10′ WKoordinaten: 44° 40′ N, 1° 10′ W
Höhe 0–45 m
Fläche 7,56 km2
Einwohner 11.284 (1. Januar 2017)
Bevölkerungsdichte 1.493 Einw./km2
Postleitzahl 33120
INSEE-Code
Website http://www.ville-arcachon.fr/

Luftbild von Arcachon
Satellitenfoto von Arcachon

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

2017 schätzte das französische Institut für Statistik INSEE die Einwohnerzahl von Arcachon auf ca. 11.284.[1]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2011 2017
Einwohner 14.862 14.986 13.892 13.293 11.770 11.454 12.153 10.776 11.284

GeografieBearbeiten

Der Badeort an der Biskaya liegt im Regionalen Naturpark Landes de Gascogne am südlichen Ufer des Bassin d’Arcachon etwa 60 Kilometer südwestlich von Bordeaux.

Südlich der Villenvororte Le Pilat Plage und Pyla sur Mer (welche administrativ schon zur Nachbargemeinde La Teste-de-Buch gehören) an der Beckenausfahrt zum Atlantik befindet sich die höchste Düne Europas, die Dune du Pilat mit etwa 110 m Höhe, einer Länge von 2,7 Kilometern und einer Fußbreite von rund 500 m.

GeschichteBearbeiten

Arcachon war lange Zeit nur ein bedeutungsloses Fischerdorf. Die Entwicklung zum Luxusbadeort fand im 19. Jahrhundert statt. Bedeutenden Anteil daran hatten die aus Bordeaux stammenden Brüder Émile Pereire und Isaac Pereire, die als Großinvestoren auftraten. Das 1853 errichtete Strandcasino, nach seinem Erbauer auch Château Deganne genannt, sowie das 1977 nach langem Niedergang abgebrannte Maurische Casino waren Wahrzeichen dieser Blütezeit.[2] 1856–1860 entstand auch die Basilika Notre-Dame neben der historischen Seemannskapelle.

WirtschaftBearbeiten

Die Stadt und ihr Becken sind bekannt für Austernzucht. Austern und andere Meeresfrüchte sind auch prominent auf den Speisekarten der örtlichen Gastronomie vertreten. Viele Restaurants und Bars sind direkt an der Strandpromenade angesiedelt. Das Tourismusbüro in Arcachon empfängt jedes Jahr 150.000 Menschen.[3]

VerkehrBearbeiten

Die Stadt wurde schon 1841 durch die Bahnstrecke Lamothe–Arcachon an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Von 1911 bis 1930 verkehrte hier auch die elektrische Straßenbahn Tramway Arcachon von sieben Kilometern Länge; sie besaß fünf Triebwagen und drei Beiwagen. Zwischen 1913 und 1948 war auch die Standseilbahn Arcachon in Betrieb.

BauwerkeBearbeiten

StädtepartnerschaftenBearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Le Patrimoine des Communes de la Gironde. Flohic Éditions, Band 1, Paris 2001, ISBN 2-84234-125-2, S. 43–53.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Populations légales 2017 − Commune de Jauldes (16168) | Insee. Abgerufen am 2. März 2020.
  2. Arcachon : pourquoi le casino mauresque a-t-il brûlé en 1977 ? Abgerufen am 10. Februar 2020 (fr-FR).
  3. Le tourisme de loisirs à Arcachon. Abgerufen am 10. Februar 2020 (fr-FR).

WeblinksBearbeiten

Commons: Arcachon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien