Die Aquädukte auf Malta dienten der Wasserversorgung der Hauptorte auf Malta (Valletta) und Gozo (Victoria). Der poröse Globigerinen-Kalkstein, aus dem die Inseln des Archipels fast gänzlich bestehen, lässt die Niederschläge schnell versickern. Flüsse oder Seen gibt es deshalb keine.

In feuchten Wintern führen die Wieds (maltesische Bezeichnung der Trockentäler) für einige Zeit Wasser. Geologisch bedingt existieren auf Malta zwei Grundwasserstockwerke. Unter der Hochebene von Mdina liegt eine Schicht wasserundurchlässiger, so genannter Blauer Tone zwischen den Kalksteinschichten. Die Süßwasservorkommen über der Tonschicht sind relativ leicht anzuzapfen.

Wignacourt-Aquädukt

Wignacourt-AquäduktBearbeiten

Kercem AquäduktBearbeiten

Zwischen 1839 und 1843 errichteten die Briten das Aquädukt zur Versorgung von Victoria auf Gozo, von dem sich nordwestlich von Kercem noch Reste erhalten haben. Kercem liegt westlich der Inselhauptstadt Victoria zwischen dem Lunzjata Valley und dem höchsten Punkt auf Gozo, dem Ghar Ilma Hill (Hügel des Wassers) mit der Quelle, aus der das Wasser für das Aquädukt geschöpft wurde.

LiteraturBearbeiten

  • Hans E. Latzke: DuMont Reise-Taschenbuch Malta mit Gozo und Comino. 2004, ISBN 3-7701-5972-1.
  • Geoffrey Aquilina Ross (Photos: Eddie Aquilina, Daniel Cilia): Images Of Malta.