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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Apensen
Apensen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Apensen hervorgehoben
Koordinaten: 53° 26′ N, 9° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Stade
Samtgemeinde: Apensen
Höhe: 39 m ü. NHN
Fläche: 20,75 km2
Einwohner: 4284 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 206 Einwohner je km2
Postleitzahl: 21641
Vorwahlen: 04167, 04163 (Grundoldendorf)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: STD
Gemeindeschlüssel: 03 3 59 003
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Buxtehuder Straße 27
21641 Apensen
Website: www.apensen.de
Bürgermeister: Frank Buchholz (FWG)
Lage der Gemeinde Apensen im Landkreis Stade
BaljeKrummendeichFreiburg/ElbeOederquartWischhafenDrochtersenGroßenwördenEngelschoffHammahDüdenbüttelHimmelpfortenBurwegKranenburgEstorfOldendorfHeinbockelStadeDeinsteFredenbeckKutenholzJorkBuxtehudeApensenBeckdorfSauensiekAhlerstedtBrestBargstedtHarsefeldNottensdorfBliedersdorfHorneburgDollernAgathenburgLandkreis StadeNiedersachsenLandkreis CuxhavenLandkreis Rotenburg (Wümme)Landkreis HarburgHamburgSchleswig-HolsteinSchleswig-HolsteinGrünendeichMittelnkirchenNeuenkirchenGuderhandviertelSteinkirchenHollern-TwielenflethKarte
Über dieses Bild

Apensen (plattdeutsch Obbens) ist eine niedersächsische Gemeinde im Süden des Landkreises Stade bei Hamburg. Die Gemeinde ist Verwaltungssitz der Samtgemeinde Apensen. Zur Gemeinde Apensen gehört zudem der Ort Grundoldendorf.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

NachbargemeindenBearbeiten

Im Süden schließen sich die beiden Gemeinden Beckdorf und Sauensiek an. Im Nordosten liegt die Gemeinde Apensen in direkter Nachbarschaft zur Stadt Buxtehude. Im Westen der Gemeinde geht es in die Gemeinde Harsefeld.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde Apensen ist Mitglied der Samtgemeinde Apensen. Die Gemeinde besteht aus dem Hauptort Apensen und dem Gemeindeteil Grundoldendorf.

GeschichteBearbeiten

LangobardenBearbeiten

Langobarden-HerrscherBearbeiten

Vor über 2000 Jahren waren in Apensen Langobarden ansässig.
Im Jahre 2017 entdeckten Wissenschaftler ein vergoldetes Römerschwert bei der Restaurierung einer bronzenen Urne von einem Langobarden-Fürsten. Der Schwertgriff hat ein Schlangenmotiv, zudem ist er vergoldet. Vergleichbares wurde in Norddeutschland in einem Langobarden-Grab noch nicht gefunden. Die Schwertscheide stammt aus Noricum: Ein Gebiet im heutigen Österreich. Während des Gallischen Krieges war dort ein Zentrum von Schwertherstellung und Eisenindustrie. Das Schwert stammt wahrscheinlich aus der Zeit zwischen 60 v. Chr. bis Christi Geburt.

Der Tote muss zur Elite gehört haben, deswegen ist der Langobarden-Fürst vielleicht ein Gründer einer örtlichen Dynastie, denn ein weiteres Fürstengrab wurde 1927 gefunden. Man fand römisches Tafelgeschirr aus Silber und Bronze. Dieser Fürst wurde etwa im Jahre 200 begraben.

FriedhofBearbeiten

In Apensen sind mehr als 800 Bestattungen auf dem Zentralfriedhof nachgewiesen. Der Friedhof wurde ab dem 1. Jahrhundert vor Christus bis ins 2. Jahrhundert nach Christus benutzt. Er war der Hauptfriedhof der Region. Im Boden des Friedhofes sind Baumwürfe aus dieser Zeit. Wahrscheinlich waren auf dem Friedhof eine Menge großer Eichen.[2]

OrtsnameBearbeiten

Der Ort wurde 1231 Abbenhusen, 1236 Abbenhusen, 1704 Abensen und 1823 Apensen benannt. Die Namensbildung geschieht mit dem Grundwort niederdeutsch -husen, später hochdeutsch -hausen, und dem schwach flektierenden Kurznamen Abbo als Bestimmungswort.[3]

OrtsgeschichteBearbeiten

Das Dorf wurde im 13. Jahrhundert erstmals benannt. 1895 gründete sich die Feuerwehren-Apensen und 1897 die Volksbank. Im Jahre 1910 wurde die Kirche zu Apensen gebaut. Bei der Gemeindereform 1972 wurde der Ort Mitglied der Samtgemeinde Apensen.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Juli 1972 wurde die kleine Nachbargemeinde Grundoldendorf eingegliedert.[4]

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Bei der Wahl zum Gemeinderat am 11. September 2016 wurden folgende Ergebnisse erzielt (+/−: Vergleich zu 2011):[5]

Partei / Liste Stimmenanteil +/− %p Sitze +/−
SPD 22,7 % − 15,7 3 − 3
CDU 39,5 % + 2,2 6 + 1
Grüne 7,4 % − 5,8 1 − 1
FWG 17,8 % + 6,7 3 + 1
UWA 12,7 % + 12,7 2 + 2

WappenBearbeiten

Blasonierung: In rot ein silberner von links nach rechts weisender gepanzerter Arm, der ein aufrecht stehendes silbernes Schwert mit goldenem Griff hält.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Apensen ist nach Osten über die Landesstraße 127 mit Buxtehude und der Bundesstraße 73 verbunden. Die Landesstraße 130 führt südwärts nach Beckdorf sowie nordwärts über Grundoldendorf nach Nottensdorf. Zudem führen die Kreisstraße 49 nach Ruschwedel und die Kreisstraße 71 nach Nindorf. Eine nördliche Ortsumgehung zur Entlastung des Zentrums wurde 2008 eröffnet.

Apensen ist auch per Bahn erreichbar. Die Bahnstrecke Bremerhaven–Buxtehude (KBS 122), die von den Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser (EVB) betrieben wird, führt über Bremervörde, Harsefeld, Apensen und Buxtehude mit Anschluss nach Hamburg.

Ansässige UnternehmenBearbeiten

Eines der größten Apenser Unternehmen ist die Firma Eisbär Eis.

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

  • Im Rathaus Apensen befindet sich der Verwaltungssitz der Samtgemeinde Apensen, seit 1994 im früheren Junkernhof.
  • Die Kirchengemeinde Apensen hat ihr Gemeindezentrum in Apensen.
  • Feuerwehren-Apensen von 1895 mit Jugendfeuerwehr Apensen

BildungBearbeiten

  • Grundschule Isern-Hinnerk in Apensen, Schulstraße 11. Die Kinder der Nachbargemeinde Beckdorf besuchen diese Grundschule, die eine Außenstelle in Beckdorf besitzt.
  • Oberschule Apensen, Soltacker 5, als Haupt- und Realschule.
  • Das nächste Gymnasium befindet sich in Buxtehude.
  • Zum Schuljahres 2012/13 erfolgte der Umzug der Freien Waldorfschule Buxtehude nach Apensen mit der Bezeichnung Freie Waldorfschule Apensen.

SozialesBearbeiten

  • Kindertagesstätte Apensen Arche Noah, Schulstraße 13
  • Kindertagesstätte Apensen Die Freunde, Schulstraße 17
  • Jugend- und Kulturzentrum Apensen
  • Spielkreis

SportBearbeiten

Beim TSV Apensen wird Basketball, Fußball, Tischtennis, Turnen und Volleyball betrieben. Im Schützenverein Apensen von 1907 wird Schießsport mit Luftgewehr, Luftpistole und Kleinkalibergewehr betrieben.

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Heinz Eckhoff (* 1925), Politiker (CDU), Landwirt und Unternehmer sowie Bürgermeister von Apensen
  • Ulrich Zachert (* 1943 - † 2009), war ein deutscher Jurist und Professor für Arbeitsrecht

WeblinksBearbeiten

  Commons: Apensen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2018 (Hilfe dazu).
  2. Artikel beim Buxtehuder Tageblatt (Mobile Version)
  3. Jürgen Udolph (Recherche): Der „Ortsnamenforscher“. In: Internetseite NDR 1 Niedersachsen. Archiviert vom Original am 7. Dezember 2015; abgerufen am 2. August 2019.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 246.
  5. Kreiszeitung – Wochenblatt: Wahlergebnis Rat der Gemeinde Apensen 2016, abgerufen am 15. Februar 2019