Anund, auch Bröt-Anund (* 7. Jahrhundert; † 7. Jahrhundert), war ein schwedischer Sagenkönig aus dem Haus Ingling aus dem 7. Jahrhundert.

BiografieBearbeiten

 
Anundshög hinter einem Runenstein

Anund (für Landroder, Landgewinner) oder Bröt-Anund (alt ostnordisch für Pionier) oder Braut-Önundr (alt westnordisch) regierte in der Mitte des 7. Jahrhunderts.

In der Ynglingasaga erzählt Snorri Sturluson, dass Anund seinem Vater König Ingvar Harra folgte, der in einer Schlacht zwischen dänischen und estländischen Wikingern fiel. Danach herrschte Friede in Schweden. Anund war populär und reich aufgrund des Friedens und der reichen Ernten. Er rächte den Tod seines Vaters in Estland, verwüstete das Land und kehrte im Herbst mit vielen Schätzen zurück. Er ließ Land roden, Straßen bauen und große Landesteile besiedeln. Deshalb wurde er Bröt-Anund (also Pionier) genannt. In jedem Landesteil baute er für sich einen Bauernhof und hielt sich als Gast in vielen Häusern auf.

Durch einen Stein (Bergrutsch ?) bei einer Reise soll er in Himinheiðr (Himmelheide oder Himmelshitze) getötet worden sein.[1] Nach der Historia Norwegiæ soll er jedoch von seinem Bruder Sigvard in Himinherthy ermordet worden sein.[2] Als seine letzte Ruhestätte wird zumeist Anundshög bei Västerås benannt, aber auch der Grabhügel Ströbohögen am Stadtrand von Köping wurde als sein Grab vermutet.

Die Thorsteins saga (Þorsteins saga) Víkingssonar sagt, dass Anund nicht der Sohn von Ingvar, sondern von Östen war. Sie bezieht sich auch darauf, dass er einen Bruder namens Olaf hatte, der der König von Fjordane war. Alle Quellen sagen, dass Anund der Vater von Ingjald Illråde war, dessen Nachkomme in siebenter Generation Harald I. (Norwegen) war.

LiteraturBearbeiten

  • Birger Nerman: Sveriges första storhedstid. Stockholm 1942.
  • Inger Ekrem, Lars Boje Mortensen (Hrsgg.): Historia Norwegie, Museum Tusculanum Press, 2003 ISBN 87-7289-813-5.
  • Lena Peterson: Lexikon över urnordiska personamn. Swedish Institute für Sprache und Folklore.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die Namensähnlichkeit könnte auf einen Ort im Kirchspiel Himmeta in Västmanland hindeuten.
  2. Gemäß der Quelle soll der Ort „die Felder des Himmels“ (cœli campus) gewesen sein. Dieser Platzname ist unbekannt. Der schwedische Archäologe Birger Nerman (1888 – 1971) vermutet, dass der Originaltodesplatz unter den Himmelgebirgen/Himmelbergen, zum Beispiel unter den Wolken, war. Infolge dessen kann er unter freiem Himmel durch seinen Bruder und mit einem Stein getötet worden sein.