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Anton «Töni» Bühler (* 15. Juni 1922 in Winterthur; † 29. März 2013 in St. Gallen)[1] war ein Schweizer Pferdesportler.

LebenBearbeiten

Anton Bühler wurde als zweites von fünf Kindern von Hans Bühler, Olympiateilnehmer 1924 in Spring- und Vielseitigkeitsreiten, geboren. Sein Vater war auch sein erster Reittrainer. Von 1942 bis 1945 diente Anton Bühler bei der Schweizer Kavallerie und hatte hier die Möglichkeit, Springen und Pferderennen zu reiten. Bühler studierte in Zürich und Cambridge Agrartechnik.[2]

Bühler nahm als aktiver Vielseitigkeitsreiter an drei Olympischen Spielen teil. Nachdem er 1948 noch die Medaillenränge verpasste, gewann er 1960 mit Gay Spark in Einzel- und Mannschaftswertung olympische Medaillen. Bei den Europameisterschaften fünf Jahre zuvor war die Schweiz nur eine von zwei Nationen, die die Wertung beendete – Bühler gewann mit der Schweizer Mannschaft die Silbermedaille. 1972 nahm Anton Bühler letztmals als Reiter an den Olympischen Spielen teil und beendete nach den Spielen seine aktiven internationale Sportlerlaufbahn.

Anschließend war er als Richter und Parcoursbauer für Vielseitigkeitsprüfungen tätig. Für die Olympischen Spiele 1980 in Moskau wurde er als Parcoursbauer der Geländestrecke ausgewählt. Aufgrund des Olympiaboykotts vieler westlicher Staaten war das Starterfeld jedoch stark geschwächt. Nachdem Bühler vor Ort das Training von Reitern mit wenig internationaler Erfahrung gesehen hatte, gab er sein Amt ab, da er um das Leben von Mensch und Pferd fürchtete.[3]

Auf nationaler Ebene stieg Bühler bis ins hohe Alter in den Sattel, führte zusammen mit anderen Reitern Over-Fifty-Military-Wettbewerbe durch. Lange Zeit nahm er noch an Springtrainings bei Paul Weier in Elgg teil.[4]

Anton Bühler starb nach dreijähriger schwerer Erkrankung in einem Heim in St. Gallen.[3]

Wichtige ErfolgeBearbeiten

  • Olympische Sommerspiele:
    • 1948, London: mit Amour Amour 4. Platz mit der Mannschaft und 19. Platz in der Einzelwertung
    • 1960, Rom: mit Gay Spark 2. Platz mit der Mannschaft und 3. Platz in der Einzelwertung
    • 1972, München: mit Wukari 6. Platz mit der Mannschaft und 15. Platz in der Einzelwertung

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Military-Legende Anton Bühler gestorben auf der Internetseite des Swiss Eventing Clubs
  2. In Memoriam: Anton Bühler (SUI), 1922-2013, Pressemitteilung der FEI
  3. a b Anton Bühler – erfolgreichster Schweizer Militaryreiter gestorben, Dieter Ludwig, 1. April 2013
  4. Zum Hinschied von Anton Bühler – Erinnerungen von Ali Schwarzenbach auf der Internetseite des Swiss Eventing Clubs