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Ante Čović

kroatischer Fußballspieler

Ante Čović (* 31. August 1975 in Berlin, Deutschland) ist ein ehemaliger kroatischer Fußballspieler und heutiger -trainer.

Ante Čović
Hertha BSC vs. West Ham United 20190731 (001).jpg
Ante Čović im Juli 2019
Personalia
Geburtstag 31. August 1975
Geburtsort BerlinDeutschland
Größe 180 cm
Position Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
1988–1991 Hajduk Split
1991–1992 Hertha BSC
1992–1994 VfB Stuttgart
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1994–1995 VfB Stuttgart 13 0(2)
1995–1996 1. FC Nürnberg 24 0(1)
1996–2000 Hertha BSC 74 0(8)
2000–2001 VfL Bochum 5 0(0)
2001–2002 1. FC Saarbrücken 20 0(2)
2003–2010 Hertha BSC II 161 (31)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1993 Kroatien U17 1 (0)
1993 Kroatien U18 1 (0)
1993–1994 Kroatien U19 4 (3)
1995 Kroatien U20 1 (0)
1995–1997 Kroatien U21 7 (1)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2010–2012 Hertha BSC U15
2012 Hertha BSC (Co-Trainer; interim)
2013 Hertha BSC U19
2013–2019 Hertha BSC II
2019 Hertha BSC
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Karriere als SpielerBearbeiten

Der Mittelfeldspieler, der als Sohn einer Gastarbeiterfamilie zeitweise in Deutschland aufgewachsen war, hatte seine Karriere bei Hajduk Split begonnen. 1991 floh er mit seinen Eltern vor dem Kroatienkrieg zurück nach Berlin, wo er in der Nachwuchsabteilung von Hertha BSC unterkam.[1] 1992 wechselte er zum VfB Stuttgart, bei dem er zwei Jahre später parallel zu seiner Anstellung im VfB-Fan-Shop seinen ersten Profivertrag unterschrieb.[1] In seiner ersten Saison bestritt er unter Trainer Jürgen Röber vornehmlich als Ersatzspieler für den zeitweise verletzten Giovane Élber 13 Spiele und traf zweimal. Die folgende Saison verbrachte Čović beim damaligen Zweitligisten 1. FC Nürnberg und wechselte – die Transferrechte lagen beim VfB Stuttgart[2] – im Sommer 1996 zurück nach Berlin zu Hertha BSC, wo Röber mittlerweile als Trainer tätig war und seine Eltern wohnten. In seiner ersten Saison für die Herthaner spielte er 28-mal und stieg mit der Mannschaft in die erste Bundesliga auf. Bis 2000 spielte Čović bei Hertha; in seiner letzten Saison kam er jedoch nur mehr auf sechs Einsätze. Auch beim Ligakonkurrenten VfL Bochum, zu dem er im Sommer 2000 gewechselt war, blieb ihm nur die Reservistenrolle. Darum wechselte der Kroate nach nur einer Spielzeit zum Zweitligisten 1. FC Saarbrücken.

Nach einer Spielzeit in Saarbrücken kehrte er in seine Geburtsstadt Berlin zurück. Dort spielte er in der zweiten Mannschaft von Hertha BSC in der Regionalliga Nord. Aufgrund der Personalnot bei den Profis berief Trainer Falko Götz den Mittelfeldspieler in den Kader für das Bundesligaspiel am 17. Februar 2007 gegen den 1. FSV Mainz 05.

Karriere als TrainerBearbeiten

Anfänge im Hertha-NachwuchsBearbeiten

2010 beendete Čović seine aktive Karriere und wurde neuer U15-Trainer von Hertha BSC. Am 14. Februar 2012 übernahm er als Co-Trainer von René Tretschok interimistisch die Profimannschaft von Hertha BSC. Zwei Tage zuvor war Michael Skibbe entlassen worden.[3] Nach der Verpflichtung von Otto Rehhagel als neuem Cheftrainer wurde Čović gemeinsam mit Tretschok dessen Co-Trainer. Ihre Engagement endete mit dem Abstieg in die 2. Bundesliga nach der verlorenen Relegation gegen Fortuna Düsseldorf.

In der Saison 2012/13 konzentrierte sich Čović auf die Fußballlehrerausbildung des DFB, die er im März 2013 bestand.[4]

Zur Saison 2013/14 übernahm Čović die A-Jugend (U19) von Hertha BSC. Nach 11 Spielen in der A-Junioren-Bundesliga übernahm er Ende November 2013 die zweite Mannschaft, die zu diesem Zeitpunkt auf dem letzten Tabellenplatz der viertklassigen Regionalliga Nordost stand, als Nachfolger von Jörg Schwanke.[5] Unter Čović schloss die Mannschaft die Regionalliga-Saison 2013/14 auf dem 12. Tabellenplatz ab und hielt die Klasse. In der Saison 2014/15 belegte die Mannschaft den 6. Platz. Es folgten der 10. Platz in der Saison 2015/16, der 9. Platz in der Saison 2016/17, der 8. Platz in der Saison 2017/18 und der 4. Platz in der Saison 2018/19.

Cheftrainer der Hertha-ProfisBearbeiten

Zur Saison 2019/20 übernahm Čović die Bundesligamannschaft von Hertha BSC als Nachfolger von Pál Dárdai.[6] Aus den ersten 12 Spielen der Meisterschaft holte er mit der Mannschaft trotz eines 2:2-Unentschiedens zum Saisonauftakt beim amtierenden Meister FC Bayern München nur 11 Punkte. Daher gab Hertha BSC auf dem 15. Platz der Tabelle nur knapp vor den Abstiegsplätzen liegend am 27. November 2019 die sofortige Trennung von Čović bekannt.[7] Sein Vertrag als Nachwuchstrainer ist jedoch unbefristet, sodass er dem Verein in anderer Funktion erhalten bleiben könnte.[8]

FamilieBearbeiten

Sein Sohn Maurice (* 1998)[9] ist ebenfalls Fußballspieler.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Neue Zürcher Zeitung vom 20. September 1994, S. 60: „In Stuttgart blühen Märchen, Träume und Talente“
  2. Der Tagesspiegel NR. 15659 vom 20. Juni 1996: „Hertha BSC holt Covic - und Kovac geht.“
  3. Tretschok und Covic übernehmen (Memento vom 15. Februar 2012 im Internet Archive)
  4. Die Teilnehmer des 59. Lehrgangs (2012/2013), dfb.de, 21. März 2013, abgerufen am 7. Mai 2019.
  5. Ante Covic übernimmt U23, herthabsc.de, abgerufen am 7. Mai 2019.
  6. Ante Čović wird neuer Cheftrainer!, herthabsc.de, 12. Mai 2019, abgerufen am 12. Mai 2019.
  7. Einvernehmliche Trennung von Ante Covic, herthabsc.de, 27. November 2019, abgerufen am 27. November 2019.
  8. Covic nicht mehr Hertha-Trainer - Klinsmann übernimmt, kicker.de, 27. November 2019, abgerufen 27. November 2019.
  9. Siehe das Profil von Maurice Čović auf transfermarkt.de, abgerufen am 7. Mai 2019.