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Anne Kyllönen

finnische Skilangläuferin
Anne Kyllönen Skilanglauf
Anne Kyllönen (2012)

Anne Kyllönen (2012)

Nation FinnlandFinnland Finnland
Geburtstag 30. November 1987 (31 Jahre)
Geburtsort Kajaani, Finnland
Größe 173 cm
Gewicht 61 kg
Karriere
Verein Kainuun Hiihtoseura
Nationalkader seit 2005
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
EYOF-Medaillen 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Nationale Medaillen 10 × Gold 1 × Silber 3 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Silber0 2014 Sotschi 4 × 5 km Staffel
Olympische Ringe Europäisches Olympisches Jugendfestival
0Bronze0 2005 Monthey 5 km klassisch
Platzierungen im Skilanglauf-Weltcup
 Debüt im Weltcup 1. Dezember 2007
 Weltcupsiege im Team 2  (Details)
 Gesamtweltcup 7. (2012/13)
 Sprintweltcup 5. (2012/13)
 Distanzweltcup 5. (2012/13)
 Tour de Ski 6. (2013/14)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Sprintrennnen 0 1 1
 Distanzrennen 0 2 1
 Etappenrennen 0 1 2
 Staffel 0 4 1
 Teamsprint 2 0 0
Platzierungen im Continental Cup (COC)
 Debüt im Continental Cup 16. Dezember 2005
 Continental-Cup-Siege 1  (Details)
 SCAN-Gesamtwertung 10. (2009/10)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 SCAN-Einzelrennen 1 1 0
letzte Änderung: 28. April 2019

Anne Kyllönen (* 30. November 1987 in Kajaani) ist eine finnische Skilangläuferin.

WerdegangBearbeiten

Kyllönen begann ihre internationale Karriere mit einem Start beim FIS-Rennen am 7. November 2004 in Muonio. Ihre erste internationale Meisterschaft bestritt sie im Folgejahr beim Europäischen Olympischen Jugendfestival 2005 in Monthey, wo sie über fünf Kilometer klassisch die Bronzemedaille gewann.[1] Zuvor hatte sie im 7,5 km Einzelrennen Rang sechs erreicht.[2] Im Sprint scheiterte Kyllönen bereits in der Qualifikation.[3] Ein Jahr später startete sie erstmals im Scandinavian Cup. Beim Sprintwettbewerb in Vuokatti erreichte sie die Finalläufe und belegte den 27. Platz.

Bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2007 in Tarvisio wurde sie 14. des Sprintwettbewerbs.[4] Zur Saison 2007/08 kam Kyllönen erstmals in den finnischen Nationalkader und kam damals zu ihrem ersten Einsatz im Skilanglauf-Weltcup. In Kuusamo verpasste sie als 34. knapp die Qualifikation für die Finalläufe. Über zehn Kilometer klassisch wurde sie 53. Bei den U23-Weltmeisterschaften 2009 in Praz de Lys Sommand erreichte sie das Finale des Sprintwettbewerbs, wo sie den sechsten Platz belegte.[5] Ein Jahr später wurde sie bei den U23-Weltmeisterschaften 2010 in Hinterzarten Siebente.[6] Über die 10 km verpasste Kyllönen als Vierte nur knapp eine erste Medaille.[7] Zuvor hatte sich Kyllönen in Vuokatti ihren ersten Sieg im Scandinavian Cup gesichert. In dessen Gesamtwertung erreichte Sie schließlich Rang 10. Zum Ende der Saison 2009/10 gewann sie beim Weltcup in Drammen als 13. ihre ersten Weltcup-Punkte.

Seit der Saison 2010/11 gehört Kyllönen zum festen Aufgebot des finnischen Weltcup-Teams. Dabei gelang ihr mit dem 13. Platz in Kuusamo auf Anhieb erneut der Lauf in die Punkteränge. Bei der Tour de Ski 2010/11 ging die Finnin bei der abschließenden Etappe durch das Val di Fiemme nicht an den Start und verpasste damit eine erste Platzierung in der Gesamtwertung. Beim Saisonfinale lief sie auf Rang 34. Bei den folgenden Finnischen Meisterschaften in Kuopio blieb Kyllönen als Sechste des Sprints ohne eine Medaille.[8] Zum Saisonauftakt des Winters 2011/12 gelang ihr in Kuusamo ein starker 15. Platz. Auch bei der folgenden Tour de Ski 2011/12 lief sie als 21. auf eine gute Platzierung im Mittelfeld. Im Sprintrennen von Mailand lief sie nach dem Sieg in ihrem Qualifikationslauf auf einen sehr guten fünften Rang. Diesen Rang wiederholte sie auch beim folgenden Teamsprint gemeinsam mit Riikka Sarasoja-Lilja. Bei den Finnischen Meisterschaften 2012 in Imatra gewann Kyllönen den Titel im Sprint[9] sowie über die 30 km im klassischen Stil.[10] Am 13. Dezember 2012 feierte sie mit Rang zwei in Canmore ihren ersten Podestplatz. Drei Tage später stand sie auch im Teamsprint auf Rang zwei. Zur Tour de Ski 2012/13 gelang Kyllönen bei der 9-km-Etappe in Oberhof als Dritte ebenfalls ein Podestrang. In der Gesamtwertung lag sie schließlich auf Rang neun und schaffte damit erstmals eine Top-10-Platzierung bei einem Etappenrennen. Nur wenige Tage nach der Tour de Ski erreichte Kyllönen in La Clusaz auch mit der Staffel ihr erstes Podium. Zudem gewann sie bei den Finnischen Meisterschaften 2013 einen weiteren Titel. In Jämijärvi siegte sie über 5 km[11] und gewann im Sprint die Silbermedaille.[12]

Am 3. Februar 2013 gewann Kyllönen gemeinsam mit Mona-Liisa Malvalehto im russischen Sotschi mit dem Teamsprint ihren ersten Weltcup. Bei den folgenden Nordischen Skiweltmeisterschaften 2013 im Val di Fiemme lief sie im Sprint nur auf einen für Kyllönen enttäuschenden 26. Platz.[13] Auch im Skiathlon scheiterte sie als 17. deutlich an den Top 10.[14] Mit der Staffel verpasste Kyllönen als Fünfte ebenso eine Medaille. Zum Saisonfinale in Falun wurde sie Achte.

Zu Beginn des Winters 2013/14 gewann Kyllönen am 22. Dezember 2013 in Asiago gemeinsam mit Aino-Kaisa Saarinen ihren zweiten Teamsprint-Weltcup. Zuvor stand sie beim Sprint an gleicher Stelle als Zweite auf dem Podium. Die Tour de Ski 2013/14 beendete Kyllönen auf Rang sechs, bevor sie bei den folgenden Finnischen Meisterschaften in Vantaa im Sprint und über 10 km erneut den Titel gewinnen konnte. Bei ihren ersten Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi lief sie im Sprint auf den 16. Platz und über 10 km auf den 14. Platz. Im Skiathlon lief sie als 33. ins Ziel. Im 4x10-km-Staffelrennen gewann sie mit Aino-Kaisa Saarinen, Kerttu Niskanen und Krista Lähteenmäki die Silbermedaille.

Bei der Tour de Ski 2015 konnte Kyllönen nicht an den Erfolg aus dem Vorjahr anknüpfen und lief nur als 14. ins Ziel. Bei den Finnischen Meisterschaften 2015 in Jämi feierte sie erneut einen Titelgewinn im Sprint.[15][16] Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2015 in Falun erreichte Kyllönen im Sprint Rang 20. Nach Platz 21 bei der Nordic Opening in Ruka zu Beginn der Saison 2015/16, wurde sie in Lillehammer Zweite mit der Staffel. Bei der Tour de Ski 2016 kam sie viermal unter die ersten Zehn und errang damit den siebten Platz in der Gesamtwertung. Beim folgenden Weltcup in Nové Město belegte sie den dritten Platz mit der Staffel. Ende Januar 2016 wurde sie finnische Meisterin im Sprint. Im Februar 2016 kam sie mit dem dritten Platz im 30 km Massenstartrennen in Oslo erneut aufs Podium. Zum Saisonende errang sie den achten Platz bei der Ski Tour Canada und erreichte den zehnten Platz im Gesamtweltcup und den siebten Rang im Distanzweltcup. Im April 2016 wurde sie in Ruka finnische Meisterin über 30 km klassisch. Zu Beginn der Saison 2016/17 belegte sie bei der Weltcup-Minitour in Lillehammer den 17. Platz. Es folgte in La Clusaz ein zweiter Platz mit der Staffel. Die Tour de Ski 2016/17 beendete sie mit vier Top Zehn Platzierungen, darunter Platz Zwei im 10 km Massenstartrennen im Fleimstal, auf dem siebten Platz in der Gesamtwertung. Anfang Februar 2017 wurde sie in Keuruu finnische Meisterin im Sprint. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2017 in Lahti errang sie den 39. Platz über 10 km klassisch und den 12. Rang im Skiathlon. Zum Saisonende kam sie beim Weltcup-Finale in Québec auf den 28. Platz und erreichte den 16. Platz im Distanzweltcup und den 14. Rang im Gesamtweltcup. Bei den nordischen Skiweltmeisterschaften 2019 in Seefeld in Tirol lief sie auf den 33. Platz im Sprint und auf den siebten Rang zusammen mit Krista Pärmäkoski im Teamsprint.

ErfolgeBearbeiten

Siege bei WeltcuprennenBearbeiten

Weltcupsiege im TeamBearbeiten

Nr. Datum Ort Disziplin
1. 03. Februar 2013 Russland  Sotschi Teamsprint klassisch 1
2. 22. Dezember 2013 Italien  Asiago Teamsprint klassisch 2

Siege bei Continental-Cup-RennenBearbeiten

Nr. Datum Ort Disziplin Serie
1. 19. Dezember 2009 Finnland  Vuokatti Sprint klassisch Scandinavian Cup

Teilnahmen an Weltmeisterschaften und Olympischen WinterspielenBearbeiten

Olympische SpieleBearbeiten

  • 2014 Sotschi: 2. Platz Staffel, 14. Platz 10 km klassisch, 16. Platz Sprint Freistil, 33. Platz 15 km Skiathlon

Nordische SkiweltmeisterschaftenBearbeiten

  • 2011 Oslo: 33. Platz Sprint Freistil
  • 2013 Val di Fiemme: 5. Platz Staffel, 8. Platz 30 km klassisch Massenstart, 17. Platz 15 km Skiathlon, 26. Platz Sprint klassisch
  • 2015 Falun: 10. Platz Teamsprint Freistil, 20. Platz Sprint klassisch, 21. Platz 30 km klassisch Massenstart
  • 2017 Lahti: 12. Platz 15 km Skiathlon, 38. Platz 10 km klassisch
  • 2019 Seefeld in Tirol: 7. Platz Teamsprint klassisch, 33. Platz Sprint Freistil

Platzierungen im WeltcupBearbeiten

Weltcup-StatistikBearbeiten

Die Tabelle zeigt die erreichten Platzierungen im Einzelnen.

  • Platz 1.–3.: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Hinweis: Bei den Distanzrennen erfolgt die Einordnung gemäß FIS.
Platzierung Distanzrennena Skiathlon
Verfolgung
Sprint Etappen-
rennenb
Gesamt Team
≤ 5 km ≤ 10 km ≤ 15 km ≤ 30 km > 30 km Sprint Staffel
1. Platz   2
2. Platz 2 1 1 4 4
3. Platz 1 1 1 1 4 1
Top 10 6 11 2 1 14 13 6 53 8 8
Punkteränge 18 35 5 6 39 63 16 182 8 9
Starts 23 54 7 8 48 90 20 250 8 9
Stand: Saisonende 2018/19
a inkl. Individualstarts und Massenstarts gemäß FIS-Einordnung
b Gesamtes Rennen, nicht Einzeletappen, z. B. Tour de Ski, Nordic Opening, Saison-Finale

Weltcup-GesamtplatzierungenBearbeiten

Saison Gesamt Distanz Sprint
Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz
2009/10 20 90. - - 20 64.
2010/11 130 44. 46 42. 84 25.
2011/12 487 21. 137 25. 256 9.
2012/13 987 7. 499 5. 260 5.
2013/14 641 11. 236 13. 197 10.
2014/15 322 20. 149 25. 101 23.
2015/16 1025 10. 602 7. 131 20.
2016/17 483 14. 278 16. 27 47.
2017/18 57 63. 48 47. 9 65.
2018/19 53 67. 53 47. - -

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. European Youth Olympic Festival 2005 - Ladies' 5 km C in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch), abgerufen am 20. Februar 2015
  2. European Youth Olympic Festival 2005 - Ladies' 7,5 km F in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch), abgerufen am 20. Februar 2015
  3. European Youth Olympic Festival 2005 - Ladies' SP F Qual in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch), abgerufen am 20. Februar 2015
  4. FIS Junior World Ski Championships 2007 - Ladies' SP 1 km C Final in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch), abgerufen am 20. Februar 2015
  5. FIS U23 World Ski Championships 2009 - Ladies' SP 1.2 km C Final in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch), abgerufen am 20. Februar 2015
  6. FIS U23 World Ski Championships 2010 - Ladies' SP 1 km F Final in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch), abgerufen am 20. Februar 2015
  7. FIS U23 World Ski Championships 2010 - Ladies' 10 km C in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch), abgerufen am 20. Februar 2015
  8. National Championships 2011 - Ladies' SP 1.4 km F Final in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch), abgerufen am 20. Februar 2015
  9. National Championships 2012 - Ladies' SP 1.36 km C Final in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch), abgerufen am 20. Februar 2015
  10. National Championships 2012 - Ladies' 30 km C in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch), abgerufen am 20. Februar 2015
  11. National Championships 2012 - Ladies' 5 km C in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch), abgerufen am 20. Februar 2015
  12. National Championships 2012 - Ladies' SP 1.0 km C Final in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch), abgerufen am 20. Februar 2015
  13. World Ski Championships 2013 - Ladies' SP C Final in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch), abgerufen am 20. Februar 2015
  14. World Ski Championships 2013 - Ladies' Skiathlon 7.5/7.5km C/F in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch), abgerufen am 20. Februar 2015
  15. National Championships 2015 - Ladies' SP C Final in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch), abgerufen am 20. Februar 2015
  16. Anne Kyllönen kuntoutuu vähitellen (Finnisch) iltalehti.fi. 30. Januar 2015. Abgerufen am 20. Februar 2015.