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Anna van der Breggen

niederländische Radrennfahrerin
Anna van der Breggen Straßenradsport
Anna van der Breggen als Weltmeisterin im Straßenrennen 2018
Anna van der Breggen als Weltmeisterin
im Straßenrennen 2018
Zur Person
Geburtsdatum 18. April 1990 (29 Jahre)
Nation NiederlandeNiederlande Niederlande
Disziplin Straße
Zum Team
Aktuelles Team Boels Dolmans
Funktion Fahrerin
Wichtigste Erfolge
Olympische Spiele
2016 Gold – Straßenrennen
2016 Bronze – Einzelzeitfahren
UCI-Straßen-Weltmeisterschaften
2018 Weltmeister – Straßenrennen
UEC-Straßen-Europameisterschaften
2016 European champion jersey 2016.svg – Straßenrennen
UCI Women’s WorldTour
UCI Womens World Tour logo 2016 klein.jpg Gesamtwertung UCI Women’s WorldTour 2017
Gesamtwertung Giro d’Italia Femminile 2015, 2017
Flandern-Rundfahrt 2018
Lüttich–Bastogne–Lüttich 2017, 2018
La Flèche Wallonne 2015, 2016, 2017, 2018, 2019
Amstel Gold Race 2017
Strade Bianche 2018
Omloop Het Nieuwsblad 2015
La Course by Le Tour de France 2015
Letzte Aktualisierung: 29. September 2019

Anna van der Breggen (* 18. April 1990 in Zwolle) ist eine niederländische Radrennfahrerin, Olympiasiegerin und Weltmeisterin. Sie ist eine der erfolgreichsten Straßenradsportlerinnen ihres Landes in den 2010er Jahren.

KarriereBearbeiten

Im Alter von sieben Jahren begann Anna van der Breggen mit dem Radsport, gemeinsam mit ihren drei Brüdern.

2012 wurde sie U23-Europameisterin im Straßenrennen und gewann die Tour de Bretagne Féminin. Zwei Jahre später gewann sie die Gesamtwertungen des Grand Prix Elsy Jacobs und der Tour of Norway.

2015 war ihr bis dahin erfolgreichstes Jahr mit mehreren Siegen bei UCI-Rennen, darunter den Giro d’Italia Femminile, den Omloop Het Nieuwsblad, die La Flèche Wallonne Féminine, La Course by Le Tour de France, sowie ein zweites Mal den Grand Prix Elsy Jacobs. Zudem wurde sie niederländische Meisterin im Straßenrennen.

 
Van der Breggen gewann Gold im Straßenrennen bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio

Den größten Erfolg ihrer bisherigen Karriere feierte van der Breggen am 7. August 2016 bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro mit dem Sieg im Straßenrennen über 140 Kilometer, nachdem sie Emma Johansson und Elisa Longo Borghini im Zielsprint schlagen konnte. Im Einzelzeitfahren gewann sie außerdem mit einem Rückstand von elf Sekunden auf Kristin Armstrong Bronze. Im selben Jahr wurde sie auch Straßen-Europameisterin und Vize-Europameisterin im Zeitfahren und konnte ihren Vorjahressieg beim Flèche Wallonne wiederholen.

Zur Saison 2017 wechselte sie nach drei Jahren mit Rabo-Liv zum Boels Dolmans Cyclingteam. Sie gewann das Amstel Gold Race, das nach 14-jähriger Pause auch wieder für Frauen ausgetragen wurde, und wenige Tage später zum dritten Mal in Folge die La Flèche Wallonne Féminine. Am Wochenende darauf entschied sie auch die erste Austragung der Frauen des Klassikers Lüttich–Bastogne–Lüttich für sich. Innerhalb einer Woche gelang ihr so das Ardennen-Triple.[1] Im weiteren Verlauf der Saison gewann sie beim Giro d'Italia Femminile zum zweiten Mal die Gesamtwertung und gewann bei den Europameisterschaften Bronze im Zeitfahren. Zum Abschluss der Saison wurde sie Vize-Weltmeisterin im Einzelzeitfahren und wurde schließlich die Gewinnerin der UCI Women's WorldTour 2017.

 
Auf dem Podium beim Flèche Wallonne 2018

Zum Auftakt der Saison 2018 gewann sie das italienische WorldTour-Eintagesrennen Strade Bianche unter widrigen Wetterbedingungen, nach einer Attacke auf dem vorletzten Schotterabschnitt, 17 Kilometer vom Ziel entfernt.[2] Drei Wochen später gewann sie die Flandern-Rundfahrt durch eine Soloattacke 27 Kilometer vor dem Ziel.[3] Sie siegte erneut bei Lüttich–Bastogne–Lüttich, indem sie Amanda Spratt auf der letzten Steigung zum Ziel distanzierte.[4]

Van der Breggen startete aufgrund mangelnder Motivation anschließend nicht beim Giro d'Italia Femminilie, den sie bereits zweimal gewonnen hatte, und bestritt stattdessen zum ersten Mal einen Mountainbike-Weltcup in Val di Sole, betonte aber, dass ihr Fokus immer noch beim Straßenradsport liegt.[5][6]

Wenige Wochen später wurde sie bei La Course by Le Tour de France Zweite, nachdem sie von ihrer Landsfrau Annemiek van Vleuten knapp vor der Ziellinie überholt wurde.[7] Bei den Europameisterschaften in Glasgow konnte sie sich im Straßenrennen 21 Kilometer vor dem Ziel mit einer kleinen Fluchtgruppe absetzen, wurde jedoch einen Kilometer vor dem Ziel wieder vom Hauptfeld eingeholt,[8] im Zeitfahren errang sie die Silbermedaille mit zwei Sekunden Rückstand auf die Siegerin, Ellen van Dijk.

 
Van der Breggen auf dem Siegerpodest bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2018

Bei den Weltmeisterschaften in Innsbruck errang sie im Einzelzeitfahren mit 29 Sekunden Rückstand auf Titelverteidigerin van Vleuten erneut die Silbermedaille. Vier Tage später jedoch attackierte sie im Straßenrennen rund 42 Kilometer vor dem Ziel nach einer Tempoverschärfung von Annemiek van Vleuten, schloss zur führenden Gruppe auf und distanzierte kurz darauf ihre einzige aus der vormaligen Spitzengruppe übriggebliebene Begleiterin, Amanda Spratt. Sie fuhr die verbliebenen 39 Kilometer allein an der Spitze und kam mit einem Vorsprung von 3:42 Minuten vor der Australierin ins Ziel.[9][10]

ErfolgeBearbeiten

2012
2014
2015
2016
2017
2018
2019

TeamsBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Anna van der Breggen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. – Olympiasiegerin Van der Breggen gelingt das Ardennen-Triple. In: radsport-news.com. 23. April 2015, abgerufen am 23. April 2017.
  2. Lukas Knöfler: Strade Bianche Women 2018: Results. In: cyclingnews.com. 3. März 2018, abgerufen am 3. Oktober 2018 (englisch).
  3. Van der Breggen storms to Tour of Flanders victory. In: cyclingnews.com. 1. April 2018, abgerufen am 3. Oktober 2018.
  4. Lukas Knöfler: Anna van der Breggen solos to Liege-Bastogne-Liege victory. In: cyclingnews.com. 22. April 2018, abgerufen am 30. September 2018 (englisch)..
  5. Van der Breggen to skip Giro Rosa defense. In: cyclingnews.com. 13. Juni 2018, abgerufen am 3. Oktober 2018.
  6. Van der Breggen: I need a change, I want a change. In: cyclingnews.com. 19. Juni 2018, abgerufen am 3. Oktober 2018.
  7. Van der Breggen comes undone on La Course's final pitch in Le Grand Bornand. In: cyclingnews.com. 17. Juli 2018, abgerufen am 3. Oktober 2018.
  8. Bastianelli claims European Road Race title. In: cyclingnews.com. 5. August 2018, abgerufen am 3. Oktober 2018.
  9. Daniel Ostanek: Anna van der Breggen solos to world championship title. In: Cyclingnews.com. 29. September 2018, abgerufen am 29. September 2018 (englisch).
  10. Rad-WM: Olympiasiegerin fährt überlegen zu Gold orf.at, 29. September 2018, abgerufen 29. September 2018.