Anna Luise Föhse

Reichsgräfin Anhalt-Dessau

Anna Luise Föhse (* 22. März 1677 in Dessau; † 5. Februar 1745) war die Ehefrau von Leopold I. von Anhalt-Dessau.

Anna Luise Föhse, spätere Reichsgräfin von Anhalt
Leopold I. und Anna Luise Föhse

LebenBearbeiten

Anna Luise Föhse war die Tochter des Dessauer Hofapothekers Rudolf Föhse (1646–1693) und seiner Ehefrau Agnes Ohme († 1707). Leopold I. heiratete seine Jugendliebe 1698 kurz nach der Regierungsübernahme. Seine Mutter Fürstin Henriette Catharina von Nassau-Oranien und der Brautvater Föhse hatten die Eheschließung bis dahin verhindert, weil sie als nicht standesgemäß galt. Nach Zahlung von 92.000 Talern in die kaiserliche Schatulle wurde Anna Luise drei Jahre später von Kaiser Leopold I. zur Reichsgräfin von Anhalt[1] erhoben, die Sukzessionsrechte der gemeinsamen Kinder wurden anerkannt. Fürstin Anna Luise agierte als Regentin, wenn ihr Mann auf Feldzügen war: In den folgenden Jahren sollte er sich nur zeitweise in Dessau aufhalten.

Anna Luise verstand sich später ausgezeichnet mit ihrer Schwiegermutter und der preußischen königlichen Familie. Ihr Werdegang war Gegenstand der Klatschpresse, und es wurden mehrere Theaterstücke über ihr Leben verfasst.

KinderBearbeiten

  1. Wilhelm Gustav (1699–1737)
  2. Leopold Maximilian (1700–1751), preußischer Generalfeldmarschall
  3. Dietrich (1702–1769), preußischer Generalfeldmarschall
  4. Friedrich Heinrich (1705–1781), sächsischer Generalfeldmarschall
  5. Henriette Marie Luise (1707–1707)
  6. Luise (1709–1732)
  7. Moritz (1712–1760), preußischer Generalfeldmarschall
  8. Anna Wilhelmine (1715–1780)
  9. Leopoldine Marie (1716–1782) – verheiratet mit Friedrich Heinrich von Brandenburg-Schwedt (1709–1788)
  10. Henriette Amalie (1720–1793)

Nachhall in der KunstBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Anna Luise Föhse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Corinna Schulz: Von Bastarden und natürlichen Kindern: der illegitime Nachwuchs der mecklenburgischen Herzöge 1600–1830, 2015, S. 327.