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Anja Scherl

deutsche Langstreckenläuferin
Anja Scherl Leichtathletik

Anja Scherl
Anja Scherl (2015)

Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 12. April 1986 (33 Jahre)
Geburtsort AmbergDeutschland
Größe 160 cm
Beruf Softwareentwicklerin
Karriere
Verein DJK Weiden (2007–2010)
LAC Quelle Fürth (2011)
PSV Grün-Weiß Kassel (2012–2014)
LG Telis Finanz Regensburg (seit 2015)
Trainer Marco Scherl
Medaillenspiegel
Deutsche Meisterschaften 1 × Gold 2 × Silber 1 × Bronze
Logo des DLV Deutsche Meisterschaften
0Silber0 Husum 2015 Halbmarathon
0Silber0 Hannover 2017 Halbmarathon
0Gold0 Düsseldorf 2019 Marathon
0Bronze0 Siegburg 2019 10-km-Straßenlauf
letzte Änderung: 16. September 2019

Anja Scherl (geb. Schneider; * 12. April 1986 in Amberg) ist eine deutsche Mittel- und Langstreckenläuferin.

LebenBearbeiten

Anja Scherl wurde 2007 durch ihren damaligen Freund und späteren Ehemann[1], früher ebenfalls Marathonläufer, für die Sportart Laufen gewonnen; bereits vorher joggte sie gelegentlich und spielte Volleyball. Ursprünglich wollte sie gleich bei Marathons starten, ihr damaliger Trainer bei der DJK Weiden schickte sie aber zunächst auf die Mittelstrecken.[2]

Nach einem Jahr bei der LAC Quelle Fürth wechselte sie 2012 zum PSV Grün-Weiß Kassel, mit dem sie in der Mannschaft die ersten Medaillen bei Deutschen Meisterschaften gewann. Nach dem Gewinn der Süddeutschen Meisterschaften 2012 über 5000 Metert[3] und einem überraschenden vierten Platz bei den Deutschen Meisterschaften 2012 über 10 km[4] gab sie 2014 ihr Marathon-Debüt beim Hamburg-Marathon mit einer Zeit von 2:48:08 h. In Husum wurde sie 2015 Deutsche Vizemeisterin im Halbmarathon, ebenso 2017 in Hannover.

2016 wurde Scherl der breiten Öffentlichkeit durch ihren dritten Platz beim Hamburg-Marathon und eine Zeit von 2:27:50 h, die gleichzeitig die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro bedeutete, bekannt.[5] Dort errang sie als beste Deutsche den 44. Platz. In Fachkreisen wird Scherl aufgrund ihres Vollzeitjobs als Softwareentwicklerin die „schnellste Freizeitläuferin Deutschlands“ genannt. Sie selbst bezeichnet den Laufsport neben ihrer Arbeit als Hobby.[6] Sie wurde 2018 vom DLV für die Leichtathletik-Europameisterschaften 2018 nominiert.[7]

Persönliche BestzeitenBearbeiten

Persönliche ErfolgeBearbeiten

Datum/Jahr Rang Wettbewerb Austragungsort Zeit Bemerkung
28. Apr. 2019 1 Düsseldorf-Marathon Deutschland  Düsseldorf 2:32:56 17. Metro Marathon Düsseldorf; 1. Platz Marathon-DM 2019
07. Apr. 2019 8 Hannover-Marathon Deutschland  Hannover 2:32:31 Marathon; 29. HAJ Hannover Marathon
10. Feb. 2019 13 Mitja Marató de Barcelona Spanien  Barcelona 1:12:43 Halbmarathon
02. Dez. 2018 1 Nikolauslauf Regensburg Deutschland  Regensburg 0:34:22 10 km; Intersport-Tahedl-Nikolauslauf
24. Mär. 2018 75 Halbmarathon-Weltmeisterschaften 2018 Spanien  Valencia 1:16:13 Halbmarathon
28. Jan. 2018 4 Osaka Women’s Marathon Japan  Osaka 2:29:29 Marathon; Leistungsnachweis EM-Nominierung erfüllt
19. Nov. 2017 5 Valencia-Marathon Spanien  Valencia 2:28:54 Marathon; Qualifikation für die Marathon-EM 2018
23. Sep. 2017 1 Kemmerner Kuckuckslauf Deutschland  Kemmern 0:34:30 10 km; 9. Kemmerner Kuckuckslauf
09. Apr. 2017 2 Hannover-Marathon Deutschland  Hannover 1:11:10 Deutsche Meisterschaften Halbmarathon 2017
05. Feb. 2017 1 Thermen-Marathon Deutschland  Bad Füssing 0:33:17 10 km; 24. Johannesbad Thermen-Marathon
14. Aug. 2016 44 Olympische Sommerspiele 2016 Brasilien  Rio de Janeiro 2:37:23 Marathon; beste Deutsche
10. Juli 2016 17 Leichtathletik-Europameisterschaften 2016 Niederlande  Amsterdam 1:13:03 Halbmarathon-EM 2016; beste Deutsche
17. Apr. 2016 3 Hamburg-Marathon Deutschland  Hamburg 2:27:50 Marathon; Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016
14. Feb. 2016 4 Mitja Marató de Barcelona Spanien  Barcelona 1:11:17 Halbmarathon; beste Deutsche
04. Okt. 2015 2 Köln-Marathon Deutschland  Köln 1:13:40 Halbmarathon; Qualifikation für die Halbmarathon-EM 2016
26. Apr. 2015 9 Hamburg-Marathon Deutschland  Hamburg 2:36:31 Marathon
04. Mai 2014 16 Hamburg-Marathon Deutschland  Hamburg 2:48:08 Marathon-Debüt

WeblinksBearbeiten

  Commons: Anja Scherl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Claus-Dieter Wotruba: Scherl: Plötzlich ist Olympia ein Thema. In: Mittelbayerische Zeitung. 15. April 2016, abgerufen am 19. April 2016.
  2. Franziska Reng: Zehn Kilometer mit Anja. In: lg-telis-finanz.de. 17. Februar 2015, abgerufen am 19. April 2016.
  3. Schneider läuft voraus. In: Hessische/Niedersächsische Allgemeine. 22. August 2012, abgerufen am 19. April 2016.
  4. PSV-Damen laufen zum Vize-Titel. In: Hessische/Niedersächsische Allgemeine. 17. September 2012, abgerufen am 19. April 2016.
  5. Silke Morrissey: 2:27:50 Stunden: Anja Scherl macht „das Rennen ihres Lebens“. In: leichtathletik.de. 17. April 2016, abgerufen am 19. April 2016.
  6. Martin Neumann: Anja Scherl: „Freizeitläuferin“ mit Olympia-Chance. In: leichtathletik.de. 10. März 2016, abgerufen am 19. April 2016.
  7. Pamela Ruprecht: DLV nominiert Marathonläufer für EM in Berlin. In: leichtathletik.de. 25. Mai 2018, abgerufen am 26. Mai 2018.